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Truppe: "Heuer wieder länger für Vater Staat gearbeitet"

Abermaliger Anstieg der Steuer- und Abgabenquote beschert Österreich den bisher spätesten Tax Freedom Day. JW fordert nachhaltige Senkung der Lohnnebenkosten.

Mag. Brigitte Truppe (Landesvorsitzende der Jungen Wirtschaft Kärnten)

"Morgen stellen wir in Österreich einen neuen beunruhigenden Rekord auf. Noch nie war die Steuer- und Abgabenlast höher. Nach Sommerhitze mit Rekordtemperaturen folgt also der Abgabenrekord mit Kollapsgefahr", kommentiert Brigitte Truppe, Landesvorsitzende der Jungen Wirtschaft Kärnten (JW), den morgigen Tax Freedom Day. Dieser etablierte Indikator errechnet jährlich den Zeitpunkt, an dem die Bürger ausreichend Geld verdient haben, um sämtliche Steuern und Abgaben für das Jahr an den Staat zu bezahlen.

Heuer fällt der Tax Freedom Day auf den 21. August. Besonders alarmierend dabei: Seit dem Vorjahr hat sich dieser errechnete Tag vom 12. August 2014 wieder um ganze 9 Tage nach hinten verschoben. Er erreicht heuer einen Spitzenwert, der sogar den bisherigen Rekord von 2002 – damals lag er am 18. August – locker übersprungen hat. "Die Steuerreform ist zwar ein erster positiver Schritt, der aber ohne weitere beherzte Reformen schnell verpuffen wird. Nur eine spürbare und nachhaltige Senkung der Lohnnebenkosten kann diese Negativentwicklung stoppen und Arbeitnehmern und Unternehmern wieder Luft zum Atmen verschaffen", richtet die JW-Landesvorsitzende einen Appell an die Bundesregierung

Wettbewerbsfähigkeit versinkt im Lohnnebenkosten-Strudel
Mit einer Lohnnebenkostenquote von 49,4 Prozent weist Österreich den zweithöchsten Wert unter den OECD-Staaten auf und liegt nicht nur weit über dem OECD-Durchschnitt (36 Prozent), sondern schneidet auch im Vergleich mit den Eurozonen- und EU-Staaten schlechter ab. Dermaßen hohe Lohnnebenkosten bringen die heimischen Unternehmer stark unter Druck. Sie bedeuten weniger Mittel für wichtige Zukunftsinvestitionen in Infrastruktur, Forschung und Entwicklung.

Zudem wird auch die Binnennachfrage geschwächt, wenn Arbeitnehmern immer weniger vom tatsächlich für sie ausbezahlten Gehalt bleibt. Damit ein Arbeitnehmer in Österreich zum Beispiel netto 1.805 Euro verdient (Nettomedianeinkommen Österreich), muss sein Arbeitgeber insgesamt 3.627,64 Euro aufwenden. Dazwischen gehen 864,45 Euro an den Fiskus, bevor noch der Arbeitnehmer sein Bruttogehalt sieht. Davon muss dieser dann auch noch einmal 978,19 Euro abführen.

JW fordert umgehende Reformen
"Wir brauchen einen schlanken Staat mit einer klaren Vision sowie einer Politik, die ihre Maßnahmen darauf ausrichtet, anstatt im Zickzackkurs zu agieren. Wir brauchen ein paar harte Jahre der Konsolidierung, um dann wieder die Möglichkeiten des Gestaltens zu erhalten. Kurzfristig brauchen wir ein Anreizsystem, um jene rund 100.000 EPU als Jobmotor zu entdecken, welche in den nächsten Jahren Mitarbeiter einstellen wollen, und ihnen eine Wachstumschance zu geben. Für die Umsetzung ihrer Ideen und den Aufbau des Unternehmens benötigen sie dringend Mitarbeiter, die sie sich aber oft schlicht nicht leisten können. Wir fordern daher die Abschaffung der Lohnnebenkosten für den ersten Mitarbeiter im ersten Jahr der Anstellung!"

Foto: WKK/Daniel Waschnig 

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