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Seit über 200 Jahren eine weiße Weste

Waschechte Leistung Tag für Tag. Ob Privat-, Gastronomie-, Gewerbe- oder Industriekunden: Wenn es um Textilreinigung geht, ist die Firma Masser aus Villach ein kompetenter Ansprechpartner. Und das seit 1805.

Birgit Sacherer
In dieser Waschmaschine haben 100 Kilogramm Wäsche Platz. Der Villacher Traditionsbetrieb Masser wird von Hannes Kollegger und seiner Tochter Manuela Rainer in der fünften und sechsten Generation geleitet.
© Höher In dieser Waschmaschine haben 100 Kilogramm Wäsche Platz. Der Villacher Traditionsbetrieb Masser wird von Hannes Kollegger und seiner Tochter Manuela Rainer in der fünften und sechsten Generation geleitet.

Auch wenn der Betrieb längst geschlossen ist – bei der Textilreinigung Masser ist immer etwas los. Grund ist das 24-Stunden-Bring- und -Abholservice, das in Villach und Klagenfurt angeboten wird. „Bei uns können die Kunden ihre sauberen Kleidungsstücke bequem rund um die Uhr abholen oder Schmutziges zum Reinigen abgeben. Als Legitimation dienen Quittung oder Kundenkarte. Das Service ist einzigartig in Kärnten“, erzählt Hannes Kollegger, der 1970 den Betrieb von seinen Eltern in der Italienerstraße in Villach übernommen hat. Heute teilt er sich die Geschäftsführung mit seiner Tochter Manuela Rainer, die – nachdem ihr Zwillingsbruder Matthias beschloss, eine eigene Firma zu gründen – wieder von Wien nach Villach übersiedelte.

Begonnen hat die Erfolgsgeschichte des Familienunternehmens im Jahr 1805. Damals kaufte Benedikt Masser die Färberei Tindl. Bis zum Jahr 1860 wurde nur gefärbt. Erst später kamen die Bleicherei und der Leinenhandel hinzu. 1911 wagte man den Sprung in das „blütenweise“ Geschäft.  

Waschen war einst ein gefährliches Geschäft

Während heute umweltfreundliche und nachhaltige Reinigungsmittel verwendet werden und der Betrieb nach internationalen Standards der EFIT zertifiziert ist, war einst das Entfernen von Flecken eine gefährliche Arbeit. Mit Benzin wurde diesen der Garaus gemacht. Nach dem Krieg musste das Firmenhaus, das von einem Bombenangriff schwer beschädigt wurde, wiederaufgebaut werden. „Als die Wirtschaft zu florieren begann, hatten die Leute auch Geld für die Reinigung ihrer Wäsche übrig. So kam die Wäscherei in Schwung“, erinnert sich Hannes Kollegger an die Erzählungen seines Vaters.

Von Montag bis Freitag sorgen 24 Mitarbeiter dafür, dass mehr als 2000 Wäscheteile aufbereitet werden, die bei der Annahme mit einem elektronischen Barcode versehen werden. Sehr gut angenommen werden von den Kunden die Express-Schneidereien. „In jeder Filiale arbeitet eine ausgebildete Schneiderin“, erzählt Manuela Rainer. Darüber hinaus gibt es in einigen Gemeinden Kärntens Annahmestellen. „Wir sehen uns als Nahversorger für blütensaubere Wäsche“, sagt Rainer.

Auch wenn es Filialen und Annahmestellen gibt – gewaschen, gereinigt und gebügelt wird nur in Villach. Dafür rückt täglich eine eigene Lieferwagenflotte aus, bringt die sauberen Teile und holt die zu reinigenden Stücke ab. Der Großteil davon ist Mietwäsche, der Rest kundeneigene Wäsche. „Auf Wunsch gibt es ein Hol- und Bringservice. Viele ältere Menschen lassen ihre ganze Wäsche bei uns waschen und bügeln“, so Kollegger. Außerdem hat sich das Unternehmen mit der speziellen Textilreinigung nach Bränden oder Wasserschäden kärntenweit einen Namen gemacht. Und wenn die eigene Waschmaschine einmal defekt ist, dann stehen während der Öffnungszeiten in zwei Filialen Selbstbedienungswaschmaschinen bereit.

Auch wenn das Jahr über sehr viel los ist: Rund um den fünften Dezember wird es sogar bei Masser besinnlicher. Da erfolgt der Nikolausgewand-Verleih, der nicht nur Kinderaugen zum Strahlen bringt.

Dieser Artikel erschien in Ausgabe 41, der "Kärntner Wirtschaft".

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