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Seit drei Jahrzehnten ein glasklarer Fensterexperte

Egal ob Neubau oder Althaussanierung: Die Fensterfirma Dreier aus Völkermarkt ist seit 30 Jahren erfolgreich am Markt vertreten und trägt mit ihren Produkten zum harmonischen Gesamtbild eines Gebäudes bei.

Birgit Sacherer
Reinhard und Anita Dreier, die beiden Fensterspezialisten, sind erfolgreich auf dem Markt vertreten. Eine  familiäre, partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern und Kunden ist ihnen sehr wichtig.
© Mori Reinhard und Anita Dreier, die beiden Fensterspezialisten, sind erfolgreich auf dem Markt vertreten. Eine familiäre, partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern und Kunden ist ihnen sehr wichtig.
Auf der Fahrt über die Südautobahn durch Kärnten sticht einem kurz vor Völkermarkt-Ost ein markantes Gebäude ins Auge. Ein Baukörper mit mattschwarzen, schrägen Wand- und Dachflächen.  Bei dem Holzbau, der von dem aus Bleiburg stammenden Architekten Wladimir Goltnik entworfen und auch auf den Namen „Der schwarze Diamant“ getauft wurde, handelt es sich um den Sitz der Fensterfirma Dreier. „Wenn ich auf Messen meine Visitenkarte verteile, dann werde ich immer wieder von fremden Menschen auf meinen Firmenschriftzug und den Firmenstandort, der irgendwo im Süden Österreichs ist, angesprochen“, erzählt Reinhard Dreier. 

Vor 30 Jahren hat der gelernte Tischler ein Ein-Personen-Unternehmen gegründet, aus dem ein mittelständisches Unternehmen geworden ist. Apropos Visitenkarte: Auf seiner ersten Visitenkarte hat er einst das Produkt-Portfolio, das er vertrieben hat, angeführt: Innentüren, Außen­türen und Sonnenschutz. Dass er schon damals auch Fenster in seinem Programm hatte, verschwieg er. Denn zu jener Zeit war es um den Ruf von Fenstervertretern nicht gerade gut bestellt.

Fenster sind das Gesicht des Hauses 

Heute hat sich das komplett geändert. „In der Zwischenzeit ist es ein hochwertiger Beruf mit einer großen Verantwortung geworden. Fenster sind das Gesicht des Hauses und verleihen jedem Bauwerk eine optische Note und Individualität“, schwärmt Dreier, der zu Beginn vor allem Großprojekte mit seinen Produkten belieferte. Seit dem Jahr 2000 hat sich die Firma auf Privatkunden mit einem bis heute bewährten All-in-Konzept spezialisiert. „Wir beraten, planen und montieren.“ Natürlich wird auch an technischen Sonderlösungen gefeilt.
Vor bald zehn Jahren brachte Dreier die Eigenmarke „Ramani“ auf den Markt. „Das war sicherlich ein Meilenstein in der Geschichte, wie auch die Firmenzentrale, die seit 2012 im Interkommunalen Industrie- und Gewerbepark Südkärnten angesiedelt ist.“ An eine Baustelle erinnert er sich immer wieder gerne zurück: „Wir haben einmal im neunten Stock Fenster eingebaut. Um die Fenster in das neunte Stockwerk zu bringen, haben meine Mitarbeiter und ich nichts unversucht gelassen. Wir konnten diese weder durch das Stiegenhaus noch mit dem Lift nach oben bringen. Also haben wir bei der Feuerwehr Seile ausgeborgt und die Fenster von außen hinaufgezogen“, so der gelernte Tischler.

Von Spittal/Drau bis zum Großraum Graz und Umgebung reicht der Kundenkreis. Zum umfangreichen Angebot zählen neben Fens-tern auch Haustüren, Sonnenschutz, Glasfassadensysteme, Naturfenster und Wintergärten. Bei Neubauten ist die Nachfrage nach Fensterfassadensystemen mit fünf Meter Länge und mehr sehr groß. Diese ersetzen mittlerweile die lange Zeit konkurrenzlosen Wintergärten. Aber auch Einbruchschutzfenster sowie Spezialanfertigungen mit Alarmkontakten oder Verriegelungssystemen sind stark im Kommen. Vier verschiedene Varianten (Holz-Alu, Kunststoff-Alu, Holz oder Kunststoff), die kombinierbar sind, hat das Familienunternehmen im Angebot. Am Standort in Völkermarkt, wo es auch einen großen Schauraum gibt, werden Angebote erstellt und an technischen Sonderlösungen gearbeitet.
Produziert werden die Qualitätsfenster bei großen europäischen Produzenten. „Modernste Maschinen und perfekt geschulte Mitarbeiter sorgen für die hohe Qualität.“ Ein großes Thema ist auch die Nachhaltigkeit. „Wir sind gerade beim Tüfteln hinsichtlich eines Holzfensters, auf das wir unseren Kunden 50 Jahre Garantie geben können. Gemeinsam mit Fachleuten entwickeln wir spezielle Hölzer, die wartungsfrei sind.“

Auch die Fensterbranche ist Modetrends unterworfen. War die Außenfarbe in den siebziger und achtziger Jahren vorwiegend in Braun gehalten und später von Weiß abgelöst, so geht der Trend aktuell zu Grautönen. „Diese Entwicklung hängt auch mit dem Baustil zusammen. Es gab eine Zeit, da waren die Hausfassaden sehr bunt, daher wurden vorwiegend weiße Fenster gekauft“, so Dreier. In der Zwischenzeit aber sind die Fassaden wieder vermehrt weiß und so werden vor allem anthrazitfarbene Modelle verkauft. Wobei mittlerweile viele Kunden sich gerne für warme Farben entscheiden.


Dieser Artikel erschien in Ausgabe 4 der "Kärntner Wirtschaft".

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