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Schritt für Schritt zu mehr Lehrlingen

Trendwende auf dem Lehrstellenmarkt: Erstmals wieder mehr Lehranfänger und Lehrbetriebe.

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© Fotolia/goodluz Erfreuliche Lehrlingsstatistik: Die Zahl der Lehranfänger und Lehrbetriebe nimmt in Kärnten wieder zu.

Die positiven Wirtschaftsprognosen, der sich verschärfende Fachkräftemangel und die Maßnahmen der Wirtschaftskammer Kärnten zur Förderung der Lehre scheinen auch auf dem Lehrstellenmarkt Wirkung zu zeigen. Die aktuellen Zahlen der Kärntner Lehrlingsstatistik belegen bei den Lehrlingen im ersten Lehrjahr im Vergleich zum September des vergangenen Jahres ein Plus von rund neun Prozent. 

Kärnten blickt positiv in die Zukunft

Kärnten hat damit hinter Wien mit knapp über zehn Prozent den höchsten Anstieg an Lehranfängern in Österreich. Obwohl die Gesamtlehrlingszahlen mit einem Minus von 0,5 Prozent leicht rückläufig sind, sei der Anstieg bei den Lehranfängern ein positives Zeichen für die Zukunft, zeigt sich Bernhard Plasounig, Lehrlingsbeauftragter der WK-Kärnten, optimistisch. „Wir sind auf dem richtigen Weg und werden uns weiter mit gezielten Maßnahmen für eine attraktive Lehre einsetzen“, sagt Plasounig.

Knapp 1000 der insgesamt 2158 Jugendlichen haben ihre Lehre im Gewerbe und Handwerk begonnen, gefolgt von Handel, Tourismus und Freizeitwirtschaft und Industrie. Den größten Zuwachs an Lehrlingen gab es in den Sparten Bank und Versicherung, in der sich die Anzahl der Lehrlinge innerhalb eines Jahres verdoppelte, und Information & Consulting, in der die Zahl der Lehrlinge um 50 Prozent stieg.

Der Anstieg der Lehreinsteiger ist ein Signal in die richtige Richtung.
Bernhard Plasounig, WK-Lehrlingsbeautragter

Aufwärts ging es auch bei den Lehrbetrieben – mit 2162 ausbildenden Unternehmen konnte Kärnten im Gegensatz zur leicht rückläufigen Gesamtzahl für Österreich ein Plus von 1,3 Prozent erzielen, das sind 27 Betriebe mehr als noch 2016. Die Top Ausbildungsbezirke mit den meisten Lehrbetrieben sind Klagenfurt, Spittal an der Drau, Villach, Wolfsberg und St. Veit an der Glan. In diesen Regionen werden auch die meisten Jugendlichen ausgebildet. Auf dem absteigenden Ast befindet sich hingegen Klagenfurt-Land mit rund 15 Prozent weniger Lehrlingen.

Aufschwung auf dem Lehrmarkt nutzen

Das Plus bei den Lehranfängern und Lehrbetrieben stimmt auch Benno Tosoni, Leiter der WK-Lehrlingsstelle, positiv. Man setze alles daran, den Aufschwung in das neue Jahr mitzunehmen und verstärkt Zielgruppen wie Maturanten und Studiendienabbrecher für eine Lehre zu gewinnen. Die langjährige Informationsarbeit der WK werde noch intensiver fortgesetzt und die Vorteile der Lehre in den Mittelpunkt gerückt.


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© WKK Seit sechs Jahren können Lehrlinge im TAZ ihre Talente testen.


Maßnahmen der WK Kärnten zur Förderung der Lehre

  • Test- und Ausbildungszentrum (TAZ): Das TAZ in Klagenfurt ist europaweit einzigartig und bringt Lehrlinge und Betriebe zusammen. 
  • Talenteakademie: In der Talenteakademie werden talentierte Lehrlinge gezielt gefördert. Mit den Jugendlichen, Eltern und Betrieben werden Leistungsvereinbarungen abgeschlossen.
  • Schnupperbörse: Bei der Schnupperbörse bieten Firmen auf der Homepage der Lehrlingsstelle konkrete Plätze für eine Schnupperlehre an.
  • Aktive Bewerbung der Lehre: Eine stärkere Teilnahme an Messen und Elternabenden soll Jugendliche und Eltern über geeignete Berufsbilder und Karrieremöglichkeiten informieren.
  • Booklet und Homepage „Du bist genial“: Die Homepage soll auf die Vielfalt der Lehre aufmerksam machen – von den mehr als 200 Lehrberufen, der Lehre mit Matura über die Lehre nach der Matura bis hin zu  den Doppellehren. 
  • Persönliche Beratung: Neben interessierten Jugendlichen erhalten auch die Betriebe eine umfassende Beratung über Fördermöglichkeiten, rechtliche Rahmenbedingungen und Neuerungen der Berufsbilder. 


Sie bilden zum ersten Mal Lehrlinge aus

Wir sind ein junges Team und wachsen schnell. Die Zeit war reif, um anderen jungen Menschen die Chance zu geben, ihr Talent in unserem Betrieb unter Beweis zu stellen. Deshalb haben wir zwei Lehrlinge, eine Bürokauffrau und einen Medienfachmann, eingestellt und sind sehr zufrieden.
Florian Semmler, mediapool mvp, Klagenfurt
Unseren Gasthof gibt es seit 1909 und bisher wurde kein Lehrling ausgebildet. Wenn wir jetzt nicht anfangen Fachkräfte auszubilden, dürfen wir uns in ein paar Jahren nicht wundern, wenn es keine Arbeitskräfte mehr gibt. Für die Lehrstelle als Koch/Köchin meldeten sich sofort sechs Bewerber.
Elisabeth Warmuth-Liegl, Gasthof Liegl, St. Georgen am Längsee
Die Firma Huppenkothen bildet 26 Lehrlinge in Österreich aus. Jetzt haben wir erstmals in der Klagenfurter Filiale einen Lehrling in der Baumaschinentechnik aufgenommen. Wir wollen dadurch dem Fachkräftemangel entgegenwirken und planen weitere Jugendliche auszubilden.
Reinhard Gradenegger, Huppenkothen Baumaschinen, Klagenfurt
Nach ein paar Schnuppertagen haben sich zwei junge Frauen aus der Region für eine Lehre in unserem Betrieb entschieden. Wir sind froh, den Nachwuchs nach unserem Qualitätsanspruch ausbilden zu können. Bis ein Lehrling voll einsatzfähig ist, dauert es mindes­tens ein halbes Jahr.
Anna Riegler, A.M. Floristik, St. Paul im Lavanttal


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