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Schluss mit lustig: Bürokratischer Wahnsinn und Paragastronomie treiben Wirte in den Ruin!Schluss mit lustig: Bürokratischer Wahnsinn und Paragastronomie treiben Wirte in den Ruin!

Immer mehr Bürokratie, unlautere Konkurrenz durch Vereine und rigorose Kontrollen inklusive Strafen: Das Maß für Kärntens Wirte ist voll! Die WK-Fachgruppe Gastronomie fordert die Politik zum Handeln auf.

In den vergangenen Wochen wurden der WK-Fachgruppe Gastronomie haarsträubende Erlebnisse bei Kontrollen in den Betrieben berichtet: Ein Unternehmer wurde aufgefordert, das Rezept für die Wurstsemmel in seiner Kantine offen zu legen. Ein anderer wurde gefragt, ob er seinem Koch wohl erklärt habe, wie gefährlich das Arbeiten mit einem großen, scharfen Messer ist: Diese Sicherheitseinweisung sei arbeitsrechtlich vorgeschrieben. Und natürlich müsse diese Einweisung ordnungsgemäß dokumentiert werden! „Als Unternehmer kann man nur mehr staunen und sich fragen, ob das ernst gemeint ist. Das Erschreckende ist aber: Es ist ernst gemeint! Und wenn man sich dieser Bürokratie nicht beugt, sind hohe Strafen zu bezahlen“, sagt Adolf Kulterer, Sprecher der Aktion „Fair Play“ in der WK-Fachgruppe Gastronomie.

Die Auswirkungen dieser überbordenden Verordnungen und ihrer rigorosen Kontrolle sind bereits im ganzen Land zu spüren: Immer mehr Gastronomen schließen ihre Türen – für immer. „Wirt zu sein, ist eine tolle Arbeit, auf die man stolz sein kann. Wenn man bei seiner täglichen Arbeit aber dermaßen von bürokratischen Hürden behindert wird, hört es auf, Spaß zu machen“, bringt es Kulterer auf den Punkt.

Er befürchtet, dass bis Jahresende noch etliche Gastronomen ihre Betriebe schließen oder deutlich verkleinern werden. „Viele sagen sich: Wozu soll ich mir das noch antun? Vom Umsatz bleiben in der Gastronomie nur noch drei bis vier Prozent übrig. Und der Trend geht dahin, dass es bald noch weniger sein wird, da die Belastungen und Vorschriften immer mehr werden. Es fehlt uns wortwörtlich die Luft zum Atmen.“

So stehen die Gastronomen nach dem Fiasko um die Nichtraucher-Regelung und der Allergenverordnung bereits vor den nächsten bürokratischen Brocken: Registrierkassenpflicht und Barrierefreiheit. „Die Verlierer dieses bürokratischen Wahnsinns sind die kleinen Betriebe, in denen die Familie zusammenhilft, die Landgasthäuser und alle Betriebe, die frisch und regional kochen“, so Kulterer.

Wozu Schankanlagen in Vereinshäusern?

Für zusätzlichen Druck sorgt die Tatsache, dass in vielen Gemeinden die Vereins- und Gemeinschaftshäuser bereits Ausmaße von verdeckter Gastronomie annehmen. „Diese Treffpunkte werden längst nicht nur als Probe- oder Besprechungsräume genutzt. Wir kennen Gemeinschaftshäuser, in denen von Brauereien solche Schankanlagen eingebaut wurden, dass man als Wirt neidisch werden könnte“, erzählt Kulterer.

„Es stellt sich hier natürlich die Frage: Wozu braucht man in einem Vereinshaus eine Schankanlage? Wird damit nicht der ursprüngliche gemeinnützige Charakter eines Vereins zu paragastronomischen Verhalten?“ Für Gastronomen bedeutet diese Entwicklung der Verlust von Wertschöpfung und dem Lebensunterhalt von Familien. „Das Absurde ist: Die Vereinshäuser wurden mit öffentlichen Steuergeldern bezahlt und bedrohen nun die Existenz von Betrieben und zerstören Arbeitsplätze. Es ist jetzt Schluss mit lustig! Die Politik muss endlich handeln und damit aufhören, Vereine und Blaulichtorganisationen bei ihren paragastronomischen Aktivitäten zu fördern“, fordert Kulterer. Ein erster Schritt könne sein, die Vereins- und Gemeinschaftshäuser künftig mit den örtlichen Wirtshäusern zu verzahnen. „Die Wirte stehen unter enormem Druck, sie können ihre Betriebe unter diesen Voraussetzungen nicht wirtschaftlich führen. Das muss die Politik endlich erkennen!“

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