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Rückbau der B70: ein Schildbürgerstreich auf Steuerzahlerkosten

WK wirft der Politik leichtfertigen Umgang mit Steuermitteln vor. 

Der geplante Rückbau sei angesichts der Budgetsituation des Landes ein wahrer Schildbürgerstreich: Kärntenweit seien die Landesstraßen in einem katastrophalen Zustand, es fehle an allen Ecken und Enden Geld für dringend nötige Sanierungsmaßnahmen.
© Der geplante Rückbau sei angesichts der Budgetsituation des Landes ein wahrer Schildbürgerstreich: Kärntenweit seien die Landesstraßen in einem katastrophalen Zustand, es fehle an allen Ecken und Enden Geld für dringend nötige Sanierungsmaßnahmen.

„Der nun angekündigte Rückbau der B70 ist ein Musterbeispiel für den leichtfertigen Umgang mit öffentlichen Mitteln. Während im Landesbudget es hinten und vorne an Mittel für die Straßensanierung fehlt, will man hunderttausende Euro für den Rückbau einer intakten und wichtigen Verkehrsverbindung zum Fenster hinaus werfen“, kritisiert WK-Bezirksobmann Rudolf Bredschneider bezugnehmend auf Presseberichte in Unterkärntner Medien.

Anrainer wussten über das Verkehrsaufkommen Bescheid

Dadurch würden Einzelinteressen von Anrainern - die immer gewusst hätten, was es bedeutet, neben einer wichtigen Landesstraße zu leben - über die gesamtwirtschaftlichen Interessen einer gesamten Region gestellt. Bredschneider: "Die öffentliche Hand und damit alle Kärntner Steuerzahler sollen zur Kasse gebeten werden, weil einige wenige ihre Häuser auf billigen Baugründen entlang der B70 errichtet haben und nun überrascht sind, dass Straßen auch von Pkw und Lkw genutzt werden. In diesem Zusammenhang stellt sich auch die Frage: Wo waren die Herren Bürgermeister, die bei Umwidmungen und Baugenehmigungen entlang der B70 zugestimmt haben?"

Verkehrsaufkommen trotz Mautumgehern gering

Die Verkehrszählungen würden überdies belegen, dass die Straße nur zu knapp einem Zehntel ausgelastet sei und ein Vielfaches an Verkehr aufnehmen könnte. Unterstützt werden seitens der Wirtschaft alle Maßnahmen, um Mautumgeher von diesem Straßenabschnitt an der B70 fernzuhalten. Bredschneider: "Wir haben die Landesregierung mehrfach auf die negativen Folgen durch regionale Verkehrsverbote auf die heimischen Betriebe hingewiesen. Offensichtlich haben aber persönliche Kontakte einzelner Anrainer in die Landesregierung mehr Gewicht als die Anliegen einer ganzen Wirtschaftsregion."

Rückbau trotz leerem Geldsäckl

Der geplante Rückbau sei angesichts der Budgetsituation des Landes ein wahrer Schildbürgerstreich: Kärntenweit seien die Landesstraßen in einem katastrophalen Zustand, es fehle an allen Ecken und Enden Geld für dringend nötige Sanierungsmaßnahmen. "Und außerdem verschlechtert der Rückbau die wichtige Verkehrsverbindung für Pendler und Wirtschaftstreibende aus Südkärnten in die Landeshauptstadt. Die Wirtschaft lehnt diesen Unfug strikt ab", so Bredschneider.

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