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Rekord bei Meister- und Befähigungsprüfungen

428 Personen – so viele wie noch nie - haben im Vorjahr eine Meister- oder Befähigungsprüfung absolviert. Gestern wurden sie in feierlichem Rahmen geehrt.

Meister unter sich: Martin Reimer (Massage), Sandra Ploner (Friseur und Perückenmacher), Andreas Peternel (Ingenieurbüros), Iris Gärtner (Konditoren).
© WKK/Jannach Meister unter sich: Martin Reimer (Massage), Sandra Ploner (Friseur und Perückenmacher), Andreas Peternel (Ingenieurbüros), Iris Gärtner (Konditoren).
Wie gefragt der Meistertitel und die Befähigungsprüfungen sind, beweisen die jüngsten Zahlen: Im Vorjahr haben 428 Personen ihre Meister- oder Befähigungsprüfung erfolgreich abgeschlossen. Die Abschlüsse verteilen sich auf 30 verschiedene Handwerke bzw. Gewerbe. Gestern Abend war es dann soweit: Die jeweiligen Spartenobleute der Wirtschaftskammer Kärnten, überreichten den frischgebackenen MeisterInnen und AbsolventInnen von Befähigungsprüfungen im Casineum Velden ihre Meisterbriefe und Urkunden.

In seiner Laudatio gratulierte Spartenobmann Klaus Kronlechner herzlich zur Erbringung eines Leistungsnachweises, der über die Grenzen hinaus einen hohen Stellenwert genieße und ein hervorragender Grundstein für die weitere berufliche Karriere sei. Die geplante Zuordnung der Meisterprüfungen auf der Stufe 6 des Nationalen Qualifikationsrahmens, auf der auch der Bachelor angesiedelt ist, belegt den hohen Anspruch, der an die Absolventen gestellt wird und die Wertigkeit der Ausbildungen. "Die Kärntner Wirtschaft ist auf solch engagierte Menschen angewiesen, die sich von der Masse abheben wollen, nach Wissen streben und vielfach den mutigen Weg in die Selbständigkeit bestreiten. Denn sie sind Garant dafür, dass die ausgezeichnete Qualität unseres Handwerks und unserer Dienstleistungen erhalten bleibt und, dass wertvolles Fachwissen an die jüngere Generation weitergegeben wird", strich Kronlechner hervor. Einige frischgebackene Meister gaben einen Einblick in ihren beruflichen Werdegang und ihre engagierten Zukunftspläne. Die Kärntner Friseure lieferten im Rahmen eines Show-Acts eine Kostenprobe ihres Könnens ab. Extremsportler Wolfgang Fasching mit seinem Motivationsvortrag: "Du schaffst, was DU willst!" und die "Kata Mackh Dance Company" mit einem Show-Dance rundeten den feierlichen Abend ab.

Spitzenreiter bei den Absolventen von Meisterprüfungen (alle Module abgelegt) sind: Kraftfahrzeugtechnik (26), Denkmal-, Fassaden- und Gebäudereinigung (13), Oberflächentechnik (12), Friseur und Perückenmacher (Stylist) (8), Damenkleidermacher (7). Bei den Befähigungsprüfungen weisen Immobilientreuhänder (Bauträger) (52), Immobilientreuhänder (Immobilienmakler) (49), Gastgewerbe (49), Versicherungsvermittlung in der Form Versicherungsagent (43), Immobilientreuhänder (Immobilienverwalter) (34) die höchsten Absolventenzahlen auf.

69 Prozent der Absolventen sind Männer, 31 Prozent Frauen. Die jüngste Absolventin ist 19 Jahre alt und hat die Befähigungsprüfung für das Gewerbe "Versicherungsvermittlung in der Form Versicherungsagent" bestanden. Der älteste Absolvent hat mit 67 Jahren die Befähigungsprüfung für das Gastgewerbe abgelegt.

Meister-  und Befähigungsprüfungen sind das beste Rüstzeug für die Selbständigkeit oder eine Führungsposition in einem Unternehmen, da neben dem fachlichen Können auch betriebswirtschaftliche und rechtliche Grundlagen sowie vielfach die Qualifikation zum Ausbilden von Lehrlingen nachgewiesen wird. Die Erfolgsquote bei den Prüfungen liegt bei 77 Prozent, fast 20 Prozent davon haben mit Auszeichnung bestanden. Rund die Hälfte der Absolventen der vergangenen fünf Jahre haben mittlerweile ein Unternehmen gegründet, beschäftigen Mitarbeiter und tragen somit wesentlich zum Wohlstand unserer Gesellschaft bei. Seit bereits 2009 haben Meisterbetriebe das Recht das Siegel "Meisterbetrieb", als für die Kunden sichtbares Qualitätsmerkmal, das weltweit einen hohen Stellenwert genießt, zu führen. Neu ist, dass für die Absolventen von Befähigungsprüfungen seit 1.1.2018 ebenfalls ein derartiges Qualitätsmerkmal geschaffen wurde. Sie dürfen nunmehr bei der Namensführung, bei der Bezeichnung der Betriebsstätte und bei ihrer Berufsbezeichnung den Begriff "staatlich geprüft (er/e)" verwenden.

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Rückfragehinweis
Wirtschaftskammer Kärnten
Mag. Benno Tosoni
Leiter der Meisterprüfungsstelle
T 05 90 90 4 - 850
Ebenno.tosoni@wkk.or.at

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