th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home
news.wko.at

Regionalität stärkt das Gailtal

Im Gail- und Lesachtal entsteht die weltweit erste Slow-Food-Travel-Destination. Das soll die regionalen Betriebe stärken.

© www.genusslust.info Der Urlaub im Gailtal wird zum Genuss­erlebnis und stärkt den Wirtschaftskreislauf einer ganzen Region.

Unter der Schirmherrschaft der Arbeitsgemeinschaft Slow Food Travel Kärnten bemühen sich fünf Gailtaler Leitbetriebe um das Entstehen einer Marke. Seit Beginn des Jahres setzen die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft noch stärker auf Produkte der Region. Besonderes Augenmerk legen sie dabei auf die Nachhaltigkeit der verarbeiteten Produkte und den schonenden Umgang mit den verwendeten Ressourcen.

Der faire Handel mit den Produktionsbetrieben steht an vorderster Stelle und fördert den regionalen Wirtschaftskreislauf. In einer der naturbelassensten Gegenden Europas entdecken Urlauber und Gäste ihr Reiseziel mit einem auf Genuss gerichteten  Fokus. Von Einblicken in die Produktion des Gailtaler Heuspecks bis zum entspannten Wellnesstag kann jeder Besucher seinen Aufenthalt gestalten. Der Grundgedanke besteht darin, seinen Alltag zu entschleunigen und die Natur bewusster zu erleben. Ausge­richtet ist das Veranstaltungs-programm der Betriebe auf Menschen, die einen Schritt zurück zum Ursprung wagen wollen.

Erlebnisse mit allen Sinnen genießen

Die angebotenen Kurse und Seminare drehen sich alle um die Themengebiete Kulinarik und Genuss. Die Gailtaler Betriebe haben allesamt ihr Steckenpferd gefunden und jeder Besucher kann seinen eigenen Urlaubsschwerpunkt setzen.
Unter der Anleitung von Haubenköchin Sissy Sonnleitner zaubern die Teilnehmer des „kulinarischen Gaudiums“ in der Genusswerkstatt ein Fünf-Gänge-Menü, bei dem der gentechnikfreie „Weiße Gailtaler Landmais“ eine besondere Rolle spielt. Die Teilnehmer können so die Produkte voll genießen und intensiv wahrnehmen.

Immaterielles Erbe der Lesachtaler Kultu

Bei Nikolaus Lanner im Alpenhotel „Zum Wanderniki“ in Obergail lernen die Besucher des  Backkurses, wie auf traditionelle Art und Weise das Original Lesachtaler Bauernbrot hergestellt wird. Dieses Herstellungsverfahren wurde von der UNESCO als „immaterielles Kulturerbe“ ausgezeichnet.
Ebenfalls Mitglied der Arbeitsgemeinschaft ist „der Daberer. das Biohotel“ aus Dellach im Gailtal, ein Unternehmen, das sich seit über 30 Jahren dem Thema „Bio“ besonders verschrieben hat.


Slow-Food-Travel-Betriebe

Für uns ist Slow Food seit über 40 Jahren ein Baustein für eine gesündere und gerechtere Zukunft. Unsere Gäste sollen von uns die Lust am Kochen mit nach Hause nehmen.
Sissy und Stefanie Sonnleitner, Genusswerkstatt, Mauthen
Bei uns steht, wie bei unserem Speck, die Qualität an erster Stelle und ich glaube, dass wir unserer nächsten Generation eine gute Chance für einen Verbleib in der Region bieten.
Johann Steinwender,Schlössl Lerchenhof, Hermagor
Das Lesachtaler Brot wird bei uns von der Seniorchefin seit über 30 Jahren nach alter Tradition hergestellt und dieses Wissen wollen  wir mit unseren Gästen teilen, damit es nicht verloren geht.
Nikolaus Lanner, „Alpenhotel zum Wanderniki“, Obergail
Dieses Projekt ist einfach authentisch für unsere Region und eine weitere Vertiefung der bestehenden Zusammenarbeit mit örtlichen Produzenten, von der vor allem unsere Gäste profitieren.
Inge und Marianne Daberer, Biohotel Daberer, St. Daniel


Wo Bier Slow Food wird

Klaus Feistritzer und Alois Planner brauen im Gailtal Bierspezialitäten für die Slow-Food-Region.

Begonnen haben die Geschäftspartner mit der Umsetzung ihrer Idee vor rund zehn Jahren. Seit der Eröffnung ihrer Privatbrauerei im Jahr 2008 entstanden in ihrem Betrieb fünf neue Arbeitsplätze.

Die Brauer haben sich der Herstellung von Craft Bieren verschrieben und tragen damit auch den Gedanken der Slow-Food-Bewegung mit. Der Trend dieser speziellen Biersorten, die in kleinen Mengen produziert werden,  kommt aus den USA. Es werden alte Rezepte mit neuen Ideen in Einklang gebracht und auf Rohstoffe aus der Region Wert gelegt. Der Fokus ist voll und ganz auf den Geschmack gerichtet und begeis­tert so immer mehr Kunden. Unsere Philosophie ist es, von der Massenproduktion wegzugehen und ein handwerklich hergestelltes Bier zu produzieren. Wir wollen unseren Kunden damit eine neue geschmackliche Dimension eröffnen“, erläutert Klaus Feistritzer.
Die beiden Geschäftspartner knüpfen alte Mauthner Traditionen weiter, denn schon um das Jahr 1700 wurde in der Region Bier gebraut. Beim World Beer Cup 2015 in den USA konnte die Brauerei Loncium mit ihren Bieren zwei Goldmedaillen erringen.


Bierbrot aus Kötschach-Mauthen

Die Bäckerei Matitz aus Kötschach produziert mit Gailtaler Landmais und Braumalz der Brauerei Loncium eine regionale Spezialität.

Bäckermeister Thomas Matitz stellt aus weißem Gailtaler Landmais und Malz sowohl Baguettes als auch Brot her. Die Zutaten dazu stammen von Landwirten aus der Umgebung und das Braumalz wird von der Brauerei Loncium produziert.
In der traditionsreichen Bäckerei hat man sich ebenfalls mit dem Thema Slow Food auseinander­gesetzt und im Zuge dieses Prozesses auch mehrere neue Produkte geschaffen.

In der Backstube können die Teilnehmer der Slow-Food-Workshops lernen, wie eine Handsemmel richtig geformt wird oder worauf bei einem Sauerteig besonders geachtet werden muss, um ein knuspriges und schmackhaftes Brot herstellen zu können. An vielen Terminen können sich Interessenten und Urlauber, aber auch Einheimische wertvolle Tipps vom Meisterbäcker holen und ihr eigenes Brot backen.


Interview mit Edelgreißler Herwig Ertl

Herwig Ertl führt die gleichnamige Greißlerei in Kötschach-Mauthen. Regionale Produkte stehen im Mittelpunkt.

Ertl, Slow Food
© KK/Neumüller Herwig Ertl ist Edelgreißler in Kötschach-Mauthen.

Was wollen Sie mit Ihrem Slow Food Convivium Alpe Adria erreichen?

Durch Motivation der Betriebe, in der Region zu produzieren, möchten wir ihnen eine Chance bieten, erfolgreich zu wirtschaften und damit auch eine Lebensgrundlage zu schaffen. Ebenso wollen wir das Bewusstsein bei unseren Konsumenten schaffen, dass sie mit dem Erwerb regionaler Produkte den heimischen Wirtschaftskreislauf stärken

Welche Schwerpunkte wollen Sie noch weiter ausbauen?

Wir wollen dabei helfen, die Produktpalette in unseren Gemeinden weiter auszubauen und noch mehr Betriebe in das Boot holen, um gemeinsam erfolgreich zu sein

Wo sehen Sie die Region in fünf Jahren?

Slow Food ist die einzige Möglichkeit, die wir in un­serer Gegend haben. Wir ­müssen auf unsere eigenen Produkte setzen, um so bei uns Arbeitsplätze zu schaffen

Warum liegen Ihnen regionale Produkte am Herzen?

Ich bin davon überzeugt, wenn die Menschen gemeinsam arbeiten und miteinander an ein Ziel glauben, dass wir mit unseren Produkten eine gute Chance haben, auch in Zukunft davon leben zu können.

Das könnte Sie auch interessieren

  • WK-News
Newsportal „Wir bieten das Rundum-sorglos-Paket“

„Wir bieten das Rundum-sorglos-Paket“

Meinrad Höfferer, ein Mann, der ständig über Grenzen geht und dabei kaum erfolgreicher sein könnte. Er ist Außenwirtschaftschef in der Wirtschaftskammer Kärnten und hilft Kärntner Unternehmern im wahrsten Sinne des Wortes auf die Welt. Ein Gespräch über Wirtschaftsreisen, Exportchancen und warum Exporterfolg neben harten Fakten auch mit interkultureller Kompetenz zusammenhängt.   mehr

  • WK-News
Newsportal Kärntens Exporte weiterhin top

Kärntens Exporte weiterhin top

Ein weiteres Spitzenergebnis meldet die Kärntner Exportwirtschaft für 2016: Eine Milliarde Euro Handelsbilanzüberschuss, 6 von 10 Euro verdient Kärnten im Ausland. mehr

  • WK-Zeitung
Newsportal Wirtschaftsmission Zagreb

Wirtschaftsmission Zagreb

Die WK-Wirtschaftsmissionen führen in aufstrebende Märkte rund um die Welt. mehr