th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing whatsapp wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht Twitter search print pdf mail linkedin google-plus Facebook arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram pinterest skype vimeo snapchat
news.wko.at
Mein WKO

Regionalität aus dem Automaten

Zwei Klagenfurter gehen einen neuen Weg bei ­Essen aus dem Automaten. Erstes Gerät steht in den City Arkaden.

Erwin Figge
Gesundes Essen aus dem Automaten: Alexander Schmacher und Stefan Pschernig-Wanderer setzen mit ihrem Unternehmen Greenbox auf Regionalität und Nachhaltigkeit.
© Kärntner Wirtschaft/EF Gesundes Essen aus dem Automaten: Alexander Schmacher und Stefan Pschernig-Wanderer setzen mit ihrem Unternehmen Greenbox auf Regionalität und Nachhaltigkeit.

Regionalität und Nachhaltigkeit sind den Machern der „Greenbox“ wichtig, und das wollen sie bes­tens und frisch verarbeitet in den selbst entwickelten Automaten bringen. Freundlich, hell und mit Köstlichkeiten in Gläsern versehen steht das Gerät an einem Frequenzpunkt im Klagenfurter Einkaufstempel. „Bis es so weit war, haben wir uns ein Dreivierteljahr akribisch vorbereitet“, erzählen die beiden Greenbox-Gründer Stefan Pschernig-Wanderer und Alexander Schmacher. Beide waren sie schon vorher 15 Jahre unternehmerisch aktiv, mit der Greenbox wollen sie mit einer ­eigenen Gesellschaft ein weiteres Standbein schaffen.


Als Nachbarn waren sie vor zwei Jahren rasch ins Gespräch gekommen, lernten einander schätzen und brüteten immer wieder über neuen Geschäftsmodellen. Durch die Corona-Einschränkungen kam noch einmal zusätz­liche Zeit für Gedankenspiele aller Art hinzu, das neue Projekt begann seit vorigem September Form anzunehmen. Das Thema „Automaten“ ließ die beiden nicht los und da der Berufsdetektiv und der Verleger von Stadtplänen auch gerne gut essen, reifte die Greenbox. „Dabei handelt es sich nicht nur um einen Automaten, sondern um ein ganzheitliches Konzept“, betonen sie. Die Gerichte müssten schmackhaft und frisch sein, regional und bei der Herkunft über jeden Zweifel erhaben. Und auch die Verpackung soll Lust auf die Produkte machen. Bewusst entschied man sich für die Speisen­inszenierung in Gläsern und auch beim Automaten war Einzigartigkeit wichtig. Es ist eine Holz-Glas-Edelstahl-Kombination geworden, ein Kunsttischler hat Hand angelegt, der Kärntner Künstler David Maier für das Design und die Fernwirkung gesorgt. Beim Innenleben und bei der Kühlung vertrauen die beiden Greenboxer auf bewährte Komponenten, als einzigartig preisen sie das Touch-Display an. Damit bedienen Kunden die Produktauswahl und erfahren schon im Vorfeld einiges über das Gewünschte. Die Ausgabe erfolgt hygienisch einwandfrei über die geöffnete Edelstahlklappe, eine seitlich angebrachte Recyclingbox für zurückgebrachte Gläser komplettiert das Werkel. 
Am Ende steht nun die etwas andere Verpflegung aus einem etwas anderen Automaten. Die Unternehmensgründer wollen ge­sundes Essen anbieten, aber doch mit einer gewissen Breite in der Auswahl. „Das kann vegetarisches Essen sein, aber durchaus auch Fisch oder Fleisch.“ Fünf ver­schiedene Salatkreationen stehen etwa zur Auswahl, auch zwei Suppen, Desserts und dazu passende regionale Getränke warten seit Monatsbeginn auf die Kunden. Eine Klagenfurter Köchin bringt die Produkte täglich frisch ins Glas, was nicht verkauft wird, findet sich auf der Plattform „Too good to go“ wieder. Auch damit wollen die beiden Mitvierziger einen be­wussten und nachhaltigen Umgang mit den Ressourcen leben.

Das Greenbox-Projekt ist so ausgelegt, dass eine Expansion Schritt für Schritt möglich ist. Interessant sind frequenzstarke Standorte, einerlei ob Einkaufszentrum, Bade- oder Freizeitbetrieb. Im Auge haben die beiden aber auch Firmen mit einer größeren Anzahl an Mitarbeitern. Auf diese Weise könnten Firmenchefs ihren Mitarbeitern Appetit auf bewusstere Ernährung machen und ­solcherart praktizierte betriebliche Gesundheitsförderung betreiben.


Dieser Artikel erschien in Ausgabe 13 der "Kärntner Wirtschaft".

Das könnte Sie auch interessieren

Rafikiart/Kevin Sattler

Brüderlicher Betrieb in Balance

Schon was von „Balance Boards“ gehört? Die Lavanttaler Brüder Alexander und Stefan Klösch produzieren diese „Wackelbretter“. mehr

Martin Weitschacher stellt Dünger aus Schafwolle her und gründete, mitten in der Coronazeit, das Unternehmen „Ecolets“. Seine Frau Julia unterstützt ihn beim Vertrieb des Düngers.

Die Wolle, die zum Dünger wird

Wohin mit der Wolle? Die Lösung des Problems: ­Pellets als Dünger. So wurde aus Landwirt Martin Weitschacher ein Unternehmensgründer. mehr

Seit bald zehn Jahren führen sie die Geschäfte: Karl Nussbaumer ist Hafnermeister mit Wirtschaftsstudium, seine Frau Sarah ist Architektin.

Der erste Kuttnig-Ofen ist bereits 123 Jahre alt

Ein Familienunternehmen im Wandel der Zeit: Die Kuttnig GmbH hat noch immer das selbe Kernprodukt, den Ofen, aber in 123 Jahren hat sich viel verändert.  mehr