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Regionale Wirtschaft braucht kein Kirchturmdenken der Politik

Interessenvertretung der Wirtschaft wiederholt Forderungen zum Thema Lebensstandort und Wirtschaftsraum Lavanttal. Oswald: „Jahrelange Nichtumsetzung von Hausaufgaben muss ein Ende haben!“

WK-Bezirksstellenobmann Gerhard Oswald
© WKK/Watl

„Meldungen wie jene, dass ein interkommunaler Gewerbepark im Lavanttal endgültig gescheitert sei, will die heimische Wirtschaft einfach nicht hören“, reagierte heute WK-Bezirksstellenobmann Gerhard Oswald auf die aktuelle Berichterstattung eines Regionalmediums. Bekanntlich sei es eine jahrelange Forderung der Lavanttaler Wirtschaft, dass es mehr Kooperation in der Region und einen starken Auftritt nach außen geben solle. In dem aktuellen Artikel werde zu Recht angeprangert, dass seit Jahren der Ansatz einer interkommunalen Zusammenarbeit im Lavanttal von Gemeinden und Regionalmanagement nicht umgesetzt worden sei. „Unternehmer wollen von der Politik Lösungen für die Zukunft, Verbindlichkeit und klare Standortbedingungen. Ein ewig gestriges Kirchturmdenken wollen wir nicht“, betonte Oswald in Richtung der Kommunen. Dass dies in der Praxis auch möglich sei, zeigen beispielsweise die Entwicklungen im benachbarten Bezirk Deutschlandsberg, wo rund um den künftigen Bahnhof der Koralmbahn die Vorbereitungen auf Hochtouren laufen.

Die Interessenvertretung der Lavanttaler Wirtschaft hat zum Thema Standort drei konkrete Forderungen an die heimische Politik:

  1. Die vertragliche Umsetzung einer interkommunalen Zusammenarbeit mit allen neun Gemeinden samt interkommunalem Finanzausgleich als grundlegende Basis gelebter Kooperation.
  2. Ein Flächenmanagement von Reichenfels bis Lavamünd, um auf Knopfdruck zu wissen, wo welche wirtschaftlich nutzbaren Flächen tatsächlich zur Verfügung stehen.
  3. Ein professionelles Standortmarketing für den Lebensstandort und Wirtschaftsraum Lavanttal.
„Das Lavanttal ist eingebettet in den großen Wirtschaftsraum Süd. Wenn wir als Region hier langfristig eine Rolle spielen wollen, muss es endlich ein Umdenken geben: Über 3.000 fleißige und innovative Unternehmen zeigen mit ihren Mitarbeitern tagtäglich, wie man durch Tun etwas weiterbringt. Die Politik kann es gerne von uns abschauen!“, unterstrich Oswald. Die Wirtschaftskammer-Bezirksstelle Wolfsberg gebe ein klares Bekenntnis dazu ab, an ernsthaften Bestrebungen der Gemeinden mitarbeiten zu wollen: „Als Drehscheibe der heimischen Wirtschaft kennen wir die Bedürfnisse unserer Mitglieder und setzen uns dafür ein.“

Rückfragen:
Wirtschaftskammer Kärnten
Bezirksstelle Wolfsberg
Ing. Mag. Ewald Luxbacher
T 05 90 904 - 590

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