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Regionale Perspektiven der Zukunft ausloten

Am Campus AdFontes in Eberndorf diskutierten regionale Wirtschaftsgrößen über Digitalisierung und die Zukunft der Wirtschaft.

Regionale Wirtschaft Eberndorf
© WKK/Mori Bezirksstellenobmann Bredschneider, designierter WKÖ-Präsident Mahrer, Präsident der Handelskammer Slowenien Gorjup, Mahle-Geschäftsführer Berg und WK-Präsident Mandl dikutierten über die wirtschaftliche Zukunft Kärntens.

Flexibilität, Mobilität, Infrastruktur, Toleranz und Alpen-Adria waren die Stichwörter eines Diskussionsabends der WK-Bezirksstelle Völkermarkt und des Slowenischen Wirtschaftsverbandes in Eberndorf. „Chancen nutzen – Herausforderungen meistern“ – unter diesem Titel stand der Abend im Campus AdFontes, an dem neben Kärntner Unternehmern auch Kollegen aus Slowenien über die Zukunft der regionalen Wirtschaft diskutierten.



Der Export ist eine Triebfeder der Kärntner Wirtschaft und ein Blick in unser Nachbarland Slowenien ist naheliegend“, eröffnete WK-Präsident Jürgen Mandl. „Die Politik muss Rahmenbedingungen schaffen, die Unternehmer müssen aber im Endeffekt schauen, dass alles passt.“ Und passen könnte vieles, eine Entwicklungspartnerschaft besteht bereits, wie der Präsident der slowenischen Handelskammer Boštjan Gorjup bestätigt: „Durch den Technologiewandel ergeben sich viele Chancen in beiden Ländern. Unternehmen dürfen keine Berührungsängste haben.“ Die Region Südkärnten profitiere außerdem von Sprachkenntnissen.
Dass die Digitalisierung aber erheblichen Einfluss auf die Wirtschaft der Zukunft haben werde, war sich auch der designierte Wirtschaftskammer-Österreich-Präsident Harald Mahrer sicher: „In einer digitalen Welt ist der Export anders und Grenzen gibt es, wenn überhaupt, vielleicht nur noch in unseren Köpfen. Es ist eine große Aufgabe, mit genügen Mut, bewältigen die Kärntner Unternehmer diese aber mit links!“ Neue Gedankenmodelle brächten auch neue Chancen für Unternehmen. Handlungsbedarf sehe er noch im Bereich Infrastruktur, Breitband-Anschluss und dem Blick über die Nachbar-Grenzen.

Der slowenische und der heimische Tourismus profitieren seit langem voneinander. Optimierungsbedarf gäbe es aber auch hier im Bereich der Digitalisierung. Eine ausgeprägte Zusammenarbeit herrsche in Südkärnten bereits auch am Arbeitsmarkt, erklärt auch Mahle-St. Michael-Geschäftsführer Thomas Berg. „Wobei man die kulturellen Eigenheiten eines jeden Landes nicht vergessen darf“, ergänzt Rutar-Chef Josef Rutar, der im ganzen Alpen-Adria-Raum Möbelhäuser führt.

Neben allen Blicken in die Zukunft, blieb den Diskutanten des Abends auch Zeit an die nahe Vergangenheit zu denken: Für die Südkärntner, deren Häuser, Landwirtschaften oder Firmengebäude durch den Föhnsturm im November zerstört wurden, sammelten SGZ und Posojilnica Bank 14.000 Euro.

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