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Rauchfangkehrer setzen auf Digitalisierung

Über 300 Rauchfangkehrer, und damit die Hälfte aller Rauchfangkehrer Österreichs, sind derzeit in Pörtschach vertreten: Beim Bundeskongress der österreichischen Rauchfangkehrer stehen Trends & technische Entwicklungen im Mittelpunkt.

Über 300 Rauchfangkehrer aus ganz Österreich sind gekommen, um an dem Bundeskongress der Rauchfangkehrer teilzunehmen.
© WKK/Just Am Eröffnungstag des Bundeskongresses der österreichischen Rauchfangkehrer: Bundesinnungsmeister Peter Engelbrechtsmüller, Landesinnungsmeister Michael Verderber, Feuerpolizei-Leiter Dietmar Schreier und der steirische Innungsmeister Christian Plesar.
Vor kurzem stand der Wörthersee noch ganz im Zeichen der sommerlichen Hochsaison. Statt Touristen trifft man in Pörtschach aktuell aber vor allem auf Unternehmer: Über 300 Rauchfangkehrer aus ganz Österreich sind gekommen, um an dem Bundeskongress der Rauchfangkehrer teilzunehmen.

Digitalisierung hat längst Einzug gehalten
Dabei steht die Zukunft dieser traditionellen Branche im Mittelpunkt: Während in einer eigenen Ausstellungshalle Partner aus Industrie und Gewerbe die neuesten Anlagen, Messgeräte und Softwareprogramme präsentieren, gibt es rund um die Uhr Vorträge zu aktuellen Themen. Bundesinnungsmeister Peter Engelbrechtsmüller erklärt: „Die Digitalisierung hat bei unserer Arbeit längst Einzug gehalten – dazu gehört beispielsweise der digitale Austausch mit Behörden und Energieinstituten. Prüfbefunde und Messprotokolle werden in speziellen Datenbanken und Programmen erfasst. Ohne Tablet und PC geht gar nichts mehr.“ In Zukunft werde sich dieser Trend noch weiter verstärken. „Wir gehen davon aus, dass es in den kommenden Jahren noch viel stärker in diese Richtung gehen wird, deshalb setzen wir auch stark auf Weiterbildung. Der Beruf des Rauchfangkehrers wird sich rasant ändern, wir müssen mit den Veränderungen Schritt halten“, so Engelbrechtsmüller.

Interesse an Lehre als Rauchfangkehrer steigt
Insgesamt werde die Arbeit für Rauchfangkehrer immer umfangreicher und herausfordernder. „Alles dreht sich um die Frage des präventiven Brandschutzes. Dazu gehören viele verschiedene Aspekte. Entscheidend ist, das Objekt in seiner Gesamtheit zu betrachten, um Risiken zu vermindern“, bringt es Landesinnungsmeister Michael Verderber auf den Punkt. Das steigende Interesse der Jugend am Beruf des Rauchfangkehrers freut ihn besonders: „In den vergangenen Jahren sind die Lehrlingszahlen wieder gestiegen. Den jungen Menschen gefällt die Kombination von moderner Technik und Kundenkontakt bei unserer Arbeit. Man hat einerseits mit High-Tech-Anlagen und digitalen Prozessen zu tun, andererseits gehören auch Beratungsgespräche mit Kunden zu unserer Arbeit.“ Von den 45 Rauchfangkehrerbetrieben in Kärnten bilden aktuell etwa die Hälfte Lehrlinge aus. Diese werden durch ein spezielles System unterstützt, das es in Kärnten seit vier Jahren gibt: Alle Ruchfangkehrerbetriebe zahlen in einen gemeinsamen Topf ein – und all jene, die Lehrlinge ausbilden, bekommen aus diesem Topf einen Zuschuss. „Wir wollen all jene unterstützen, die sich um den Nachwuchs unserer Branche kümmern“, sagt der Landesinnungsmeister.

Die gute Zusammenarbeit mit den Kärntner Rauchfangkehrern betont Dietmar Schreier, Leiter der Brandverhütung und Feuerpolizei: „Die Arbeit der heimischen Rauchfangkehrer ist enorm wichtig für den Brandschutz. Durch ihren Überblick über die Vielfalt der Bauprodukte und technische Innovationen sorgen sie für Sicherheit im ganzen Land. Wir sind sehr froh, dass wir eine so gute Kooperation mit den Rauchfangkehrern haben.“

Rückfragen:
Wirtschaftskammer Kärnten
Mag. Manfred Zechner
T 05 90 90 4-150
Emanfred.zechner@wkk.or.at

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