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Plasounig: Prettner soll die Lehre nicht heruntermachen

In der Debatte um die Zukunft der Pflege meldet sich auch Lehrlingsbeauftragter Bernhard Plasounig zu Wort und unterstützt Vorschläge nach Einführung eines neuen Lehrberufs.

Lehrling mit Ausbilderin, Grafikdesign

Zurückgewiesen hat heute der Lehrlingsbeauftragte der Wirtschaftskammer Kärnten, Bernhard Plasounig (Plasounig Technik GmbH) Aussagen von Landesgesundheitsreferentin Beate Prettner. Sie hatte im Rahmen einer Landtagssitzung den Vorschlag der Einführung einer Pflegelehre abgelehnt und gemeint, es brauche die beste Form der Ausbildung. Plasounig: „Ich ersuche die Frau Landesrätin dringend, die Lehre nicht herunterzumachen. Sie ist mit ihrer Kombination aus schulischer Wissensvermittlung und unternehmerischer Praxis aus meiner Sicht eine der besten Formen der Berufsausbildung und anderen Möglichkeiten zumindest ebenbürtig.“

Top-Platzierung bei der Lehre

Alleine in Kärnten würden 2230 Betriebe (darunter auch Institutionen der öffentlichen Hand) einen immens wichtigen Beitrag für die Ausbildung der Jugend leisten, indem sie mehr als 40 Prozent der Pflichtschulabsolventen jedes Jahrgangs eine Lehrausbildung ermöglichen und sich bemühen würden, sie bestmöglich für das weitere Berufsleben zu qualifizieren. Um die Lehre mit ihren Vorzügen – insbesondere der Kombination aus praktischer Ausbildung im Unternehmen und fachtheoretischem Unterricht in den Berufsschulen – werde Österreich weltweit beneidet. Bei den Berufswelt- und -europameisterschaften lege der heimische Nachwuchs in der Nationenwertung eine Top-Platzierung nach der anderen hin und Delegationen aus vielen Ländern würden dankbar die Möglichkeit nutzen, sich vor Ort ein Bild über das österreichische Vorzeige-Ausbildungsmodell der Lehre zu machen. Plasounig: „Das dürfte Frau Gesundheitsreferentin entgangen sein. Dermaßen unüberlegte Aussagen sind nicht nur eine unangemessene Herabwürdigung unserer hoch qualifizierten Fachkräfte und der engagierten Lehrbetriebe, sondern in Zeiten, in denen die Unternehmen den vorherrschenden und sich weiter verschärfenden Fachkräftemangel als eine der massivsten Herausforderungen für den Wirtschaftsstandort Kärnten sehen, auch äußerst kontraproduktiv.“

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