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Papierfabrik setzt auf Regionalität und Umwelt

Seit mehr als 135 Jahren gehört Mondi zu den größten und wichtigsten Arbeitgebern in der Gemeinde Frantschach-St. Gertraud sowie der Region. Damit das auch in Zukunft so bleibt, wird in den Standort investiert.

Anita Arneitz
Mondi
© KK/Mondi/Wilson Hochwertige Sack- und Spezialkraftpapiere sind das Aushängeschild vom Traditionsunternehmen Mondi Frantschach und werden weltweit exportiert.

Der Zementsack auf der Baustelle, die Papiertragetasche aus dem Supermarkt, die Versandtaschen im Büro, der Brotbeutel beim Bä-cker oder der Kaffeefilter zu Hause – täglich haben die Kärntner ein Produkt von Mondi Frantschach in der Hand. Der moderne Indus-triebetrieb aus dem Lavanttal gehört längst weltweit zu den Marktführern bei der Herstellung von Sack- und Spezialkraftpapieren sowie Spezialzellstoffen.

Die großen Rollen aus Papier werden zu Verarbeitungsbetrieben in mehr als 60 Länder exportiert. Der Rohstoff dafür kommt überwiegend aus heimischen Wäldern. „Aber keine Sorge, wegen uns wird kein einziger gesunder Baum geschlägert“, sagt Geschäftsführer Gottfried Joham. Für die Produktion kommt Durchforstungsholz oder Holz aus den Sägewerken zum Einsatz. Dabei wird auf regionale Lieferanten geachtet. Die regionale Wertschöpfung soll mehrere Millionen Euro betragen. Immerhin werden pro Jahr rund 1,4 Millionen Festmeter Holz verarbeitet. Und das möglichst nachhaltig.

Energie für die Papier- und Zellstofffabrik wird vom Werk selbst aus Biomasse erzeugt, die Abwärme wird ins Fernwärmenetz gespeist und versorgt somit auch andere Lavanttaler Betriebe. Übrigens können die Mitarbeiter die umweltfreundliche Energie kos­tenlos bei der werkseigenen E-Tankstelle beziehen.

Auch dem Geruch, der bei der Zellstoffproduktion entstehen kann, wurde der Kampf angesagt. Das Papier- und Zellstoffwerk bekommt derzeit eine neue Geruchsverbrennungsanlage mit Kamin. Ein wichtiger Meilenstein für die nachhaltige Entwicklung des Werkes war die Errichtung einer Messstation. Diese ist seit rund einem Jahr in Betrieb und liefert zuverlässig Daten zur Luftgüte. „So können wir zu jeder Zeit nachweisen, dass die Zellstoffproduktion den vorgeschriebenen Standards entspricht“, erklärt Joham.
„Wir sind erfolgreich, weil wir effizient und produktiv arbeiten. Gleichzeitig wollen wir einen Beitrag zu einer besseren Welt leisten und arbeiten an neuen Maßstäben in der Industrie. In Frantschach sind wir auf einem guten Weg“, ergänzt Joham. Er ist sich sicher, dass das Werk in zehn Jahren ganz anders aussehen wird als jetzt. Durch die Digitalisierung verändert sich die Arbeit weg von schweren körperlichen Tätigkeiten hin zu wissensbasierten Aufgaben. Ein Pilotprojekt zur Digitalisierung läuft gerade im Unternehmen. Aber auch darüber hinaus wird an neuen Ideen getüftelt. Erst vor kurzem hat die REWE Gruppe eine neue Verpackungslösung auf Papierbasis für Schnittkäse der Biomarke Ja!Natürlich vorgestellt. Das naturbraune, symmetrisch dehnfähige Papier wird bei Mondi überwiegend aus heimischem Holz hergestellt und ist beispielsweise in den österreischen Supermarktregalen von REWE zu finden. Die Papierschalen können, im Gegensatz zur bisherigen Verpackung, in Österreich im Altpapier recycelt werden. Solche Innovationen entstehen direkt am Standort in einer eigenen Forschungs- und Entwicklungsabteilung.

Zum Innovationscenter gehören auch ein Food-Safety-Labor und ein Bag-Application-Center, in dem für Kunden spezielle Verpa-ckungslösungen aus Papier optimiert und entwickelt werden. Über die vielen internationalen Kooperationen und Vernetzungen von Mondi kommen immer wieder hochqualifizierte Mitarbeiter nach Frantschach. Auch so mancher ehemalige Lehrling ist nach Matura und Studium wieder als Führungskraft zurückgekehrt. Joham selbst stammt aus Preitenegg und ist seit 1994 bei Mondi in Frantschach. „Unsere Lehrlinge erwerben bei uns mehr als das fachliche Rüstzeug für ihren weiteren beruflichen Werdegang“, sagt Joham. Sprachkurse, Persönlichkeitstrainings oder gemeinsame Ausflüge gehören zur Ausbildung dazu. Zudem wird auch Lehre mit Matura angeboten.

Diese Erfolgsgeschichte aus Kärnten erschien in Ausgabe 36/37 der "Kärntner Wirtschaft".

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