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Ortskerne kämpfen um ihren Aufschwung

Von Heiligenblut bis Lavamünd: Fast jede Gemeinde in Kärnten kämpft mit dem Phänomen der aussterbenden Ortskerne. Grund dafür sind auch die veränderten ­Lebens-, Arbeits- und Konsumweisen.

Birgit Sacherer

Moosburg hat sich als Vorzeigegemeinde in puncto Ortskernentwicklung positioniert. Dank professioneller Unterstützung konnten bereits viele erfolgreiche Projekte auf Schiene gebracht werden.
© Moosburg/Fessl Moosburg hat sich als Vorzeigegemeinde in puncto Ortskernentwicklung positioniert. Dank professioneller Unterstützung konnten bereits viele erfolgreiche Projekte auf Schiene gebracht werden.

Noch vor einigen Jahren war das gesellige Leben in vielen Kärntner Gemeinden spürbar. Ein Ort war mehr als nur ein Ort zum Wohnen. Man hat gewohnt, eingekauft und die Freizeit mit anderen Bürgern verbracht. Ob im Wirtshaus, im Lebensmittelgeschäft oder bei der Post – man hat sich getroffen, getratscht und viele Neuigkeiten ausgetauscht. Doch das Gebäude, in dem früher der Dorfwirt war, steht heute leer. Auch die Post gibt es nicht mehr – sie ist in die nächstgrößere Stadt „übersiedelt worden“. Und das Lebensmittelgeschäft ist nun an der Peripherie. Dorfleben wie früher gibt es fast keines mehr. Statt auf dem Dorfplatz tauscht man sich via sozialer Medien aus. Es wird „geliked“, ein Klick und aus. Und nicht nur der Leerstand – auch die Überalterung der Bevölkerung und die Landflucht machen vielen Orten zu schaffen. Was zurückbleibt, sind verwaiste Gemeinden mit vielen leerstehenden Handels- und Wohnflächen. 

St. Andrä und Krumpendorf sind "Best Practice"

Dass es in vielen Kärntner Kommunen dank langjähriger und auch zeitintensiver Prozesse gelungen ist, die Ortsmitte aus dem Dornröschenschlaf zu holen, zeigen erfolgreiche Beispiele. Wie etwa in der Stadtgemeinde St. Andrä oder in der Marktgemeinde Krumpendorf. Auch wenn es auf den ersten Blick paradox klingt: Gemeinden können von der Abwanderung ihrer jungen Bürger, so sie gefragt und eingebunden werden, auch profitieren. 

Trendumkehr bei der Landflucht?

Was die Landflucht betrifft, so meint Annalisa Mauri, Universitätsassistentin am Institut für Städtebau, Landschaftsarchitektur und Entwerfen der Technischen Universität Wien, folgendes dazu: „Vor 20 Jahren sind die jungen Menschen von den ländlichen Gegenden zum Studieren in die Stadt gegangen. Und sie sind geblieben. Eine Rückkehr schlossen die meisten aus.“ Inzwischen beobachtet Mauri eine Trendumkehr. „Die Jungen von heute gehen weg, um eine Ausbildung zu machen mit dem Unterschied, dass sich viele bewusst für die Rückkehr in ihre Heimat entscheiden.“ Vor allem was das Thema Ortsentwicklung in Kärnten betrifft, ist Mauri, die seit Jahren in ihren Lehrveranstaltungen mit Studenten das Thema Leerstand an ausgewählten Orten unter die Lupe nimmt, folgendes aufgefallen: „Die Landschaft im ländlichen Raum stellt ein riesengroßes Potenzial dar. Gelingt es, Visionen zu entwickeln, in denen die Landschaft eine tragende Rolle spielt, stehen die Chancen, historische Kerne wieder zu beleben, sehr gut.“


Wie Unternehmen das Thema Ortskernentwicklung sehen, lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der Kärntner Wirtschaft.

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