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Organisationstalent und Know-how als Schlüssel zum Erfolg

Kärntens Speditions- und Logistiklehrlinge sind wahre Schnittstellenmanager. Mit kühlem Kopf und Fachwissen halten sie die Fäden zwischen Produzenten und Lieferanten in der Hand. Bei zwei Wettbewerben wurden ihre Leistungen nun ausgezeichnet.

Die erfolgreichen Lehrlinge Dejan Paponjak und Guido Kotusc, Simon Waldhauser und Stefanie Neumeister mit Gratulanten: WK-Präsident Jürgen Mandl, Fachgruppenobmann Markus Ebner, Marco Ventre, und Fachgruppengeschäftsführer Gerhard Eschig.
© WKK/Lobitzer Die erfolgreichen Lehrlinge Dejan Paponjak und Guido Kotusc, Simon Waldhauser und Stefanie Neumeister mit Gratulanten: WK-Präsident Jürgen Mandl, Fachgruppenobmann Markus Ebner, Marco Ventre, und Fachgruppengeschäftsführer Gerhard Eschig.

Die Arbeit der Kärntner Speditions- und Logistiklehrlinge  könnte nicht vielfältiger sein. Sie organisieren weltweit Transporte mit Schiff, Bahn, Lkw oder Flugzeug, erledigen Zollformalitäten und die finanzielle Abwicklung mit Banken. „Langweilig wird einem dabei nie“, sagt Dejan Paponjak. Der 24-Jährige arbeitet bei der Spedition Traussnig in Wolfsberg und hat gestern die Auszeichnung als bester Teilnehmer bei der „Austria Skills“-Qualifikation in Kärnten erhalten. Das bedeutet: Er wird im November für sein Bundesland bei dem österreichweiten Wettbewerb antreten. Ist er auch dort erfolgreich, steht ihm eine Teilnahme bei den „WorldSkills“ bevor. „Ich freue mich schon sehr darauf“, sagt Paponjak, der seine Arbeit als abwechslungsreich und interessant beschreibt.

„Es gibt jeden Tag etwas anderes zu tun“, bestätigt Simon Waldhauser, der beim Landeslehrlingswettbewerb der Speditionskaufleute den ersten Platz erreichte. Die Palette reiche von dringenden Transporten über wertvolle Dinge, die transportiert werden sollen, bis hin zu unerwarteten Aufgaben, die flott erledigt werden müssen. „Es ist eine tägliche Herausforderung, das alles gut zu meistern. Genau das macht unsere Arbeit auch so spannend“, sagt der 18-Jährige, der vor kurzem seine Lehre bei Lagermax in Villach abgeschlossen hat.

Die beiden jungen Männer sind die beste Werbung für einen Lehrberuf, der in der Öffentlichkeit noch zu wenig bekannt ist, sagt Markus Ebner, Obmann der Fachgruppe in der Wirtschaftskammer Kärnten:  „Wir setzen verstärkt auf Imagearbeit, um den Bekanntheitsgrad der Lehre in Kärntens Speditionen zu haben. Neben dem Landeslehrlingswettbewerb veranstalten wir auch eine Qualifikation für die ‚Austrian Skills‘. Das ist einerseits ein Ansporn für junge Menschen, die bereits in unseren Betrieben arbeiten – und andererseits stellen wir unsere Arbeit so einer breiten Öffentlichkeit vor.“

Wie wichtig es ist, die Leistungen der heimischen Lehrlinge hervorzuheben, betonte auch Jürgen Mandl, Präsident der Wirtschaftskammer Kärnten: „Solche Wettbewerbe sind die ideale Plattform, um zu zeigen, was unser Nachwuchs leistet. Deshalb möchte ich mich auch bei allen Betrieben bedanken, die Zeit und Geld in die Teilnahme investieren und ihre Lehrlinge bestens darauf vorbereiten. Das ist eine Investition in die Zukunft der gesamten Branche.“

Die Zweitplatzierte beim Lehrlingswettbewerb, Stefanie Neumeister, könnte sich vorstellen, auch weiterhin bei solchen Wettbewerben teilzunehmen: „Man nimmt davon viel mit. Ich will mich auch in Zukunft weiterbilden, nach dem Lehrabschluss könnte ich mir auch ein Studium vorstellen. In der Speditionsbranche möchte ich aber auf jeden Fall bleiben“, erzählt die 21-Jährige, die sich aktuell im zweiten Lehrjahr bei der Spedition Gebrüder Weiss befindet. Sie hat sich für die Lehre zur Speditionskauffrau nach der Matura entschieden. „Ich habe nach einer abwechslungsreichen Arbeit gesucht, und nachdem ich in der Spedition geschnuppert habe, wusste ich, dass es das Richtige für mich ist.“

Ebenfalls für eine Lehre mit Matura hat sich Guido Kotusc, der Drittplatzierte beim Landeslehrlingswettbewerb, entschieden. Der Mitarbeiter der Spedition Traussnig in Wolfsberg erzählt: „Ich habe nach meinem HTL-Abschluss beruflich einiges ausprobiert und war auch ein Jahr lang als Transportmitarbeiter mit einem Sprinter unterwegs. Da habe ich gesehen, dass diese Branche zu mir passt. Die Arbeit in der Spedition taugt mir einfach.“

Dass Speditions- und Logistiklehrlinge gefragte Fachkräfte sind, konnte auch einer der bekanntesten (ehemaligen) Kärntner Speditionslehrlinge bestätigen: Marco Ventre. Vor etwa 30 Jahren hat er seine Lehre in einer Kärntner Spedition abgeschlossen. „Ich habe meine Berufswahl nie bereut. Man nimmt aus dieser Lehre so viel mit, wird zum Organisationstalent, arbeitet strukturiert und ist stressresistent.“

Die Ergebnisse im Überblick:
Vorausscheidung „Austrian Skills“:

  1. Platz: Dejan Paponjak, Spedition Traussnig, Wolfsberg


Landeslehrlingswettbewerb der Speditionskaufleute:

  1. Platz: Simon Waldhauser, Lagermax, Villach
  2. Platz: Stefanie Neumeister, Gebrüder Weiss, Maria Saal
  3. Platz: Guido Kotusc, Spedition Traussnig, Wolfsberg

Rückfragen:
Wirtschaftskammer Kärnten
Fachgruppe Spedition und Logistik
Mag. Gerhard Eschig
T 05 90 90 4 - 500
Egerhard.eschig@wkk.or.at

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