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Olympia rückt auch die Wirtschaft in den Fokus

In 102 Bewerben, 15 Disziplinen und sieben Sportarten werden sich rund 3000 Athleten aus 95 Nationen bei den Olympischen Winterspielen in Südkorea messen. Doch nicht nur die sportlichen Erfolge rücken bei Olympia in den Blickpunkt, auch die Wirtschaft.

KTS Villach Olympia
© KK/KTS Sechs Schüler aus der Kärntner Tourismusschule (KTS) in Villach können während der Olympischen Winterspiele in Südkorea ganz besondere Praxiserfahrungen sammeln, denn sie werden von ihrer Schule zur Mitarbeit im Österreich-Haus in Pyeongchang entsendet.

Die Olympischen Spiele sind – seit ihrer Wiedereinführung 1896 – mehr als nur das weltgrößte Sport­ereignis. Mit mehreren tausend Besuchern vor Ort sind sie auch ein wichtiger Treffpunkt und eine Schnittstelle für Wirtschaft, Politik, Tourismus und Medien. Hochkarätige Vertreter aus Sport, Politik und Wirtschaft treffen einander dort, wo sich jedes Land von seiner besten Seite zeigen will – sportlich wie wirtschaftlich.

Ab heute, Freitag, ist die südkoreanische Stadt Pyeongchang für 17 Tage das Zentrum, in dem Athleten um Medaillen kämpfen, Geschäftsleute Kontakte knüpfen und sich die teilnehmenden Länder im Olympischen Dorf präsentieren. Für Österreich ist das Gastgeberland Südkorea selbst von großem Interesse. Immerhin ist der südkoreanische Markt einer der wichtigsten Exportmärkte in Asien, wie Franz Schröder, Wirtschaftsdelegierter in Seoul, betont (siehe Interview). Waren im Wert von über einer Milliarde Euro wurden im Vorjahr nach Südkorea exportiert.

Darüber hinaus hat sich das Land nach China als zweitgrößter Herkunftsmarkt Asiens für den österreichischen Tourismus etabliert, wie die Österreich Werbung informiert. Rund 1,6 Millionen Südkoreaner reisen jährlich nach Europa, seit 2014 werden jähr­liche Wachstumsraten von acht Prozent verzeichnet. Mit ein Grund, warum die Österreich Werbung Anfang des Jahres ein neues Büro in der Hauptstadt Seoul eröffnet hat.

Österreich live erleben

Nun können die Südkoreaner in ihrer Heimat ein Stück Österreich live erleben – im Österreich-Haus im Olympischen Dorf. Neben riesigen Österreich-Bildern, die einen optischen Eindruck unseres Landes vermitteln, liegen die Schwerpunkte darauf, die Kernkompetenzen in den Bereichen Wintersport, Kunst, Kultur und Kulinarik nach außen zu tragen. Was die Kulinarik betrifft, können die Besucher des Österreich-Hauses auch ein Stück Kärnten kennenlernen. Wie Gastfreundschaft in Kärnten aussieht, werden etwa jene sechs Schüler der Tourismusschule in Villach vermitteln, die zur Unterstützung des Servicepersonals nach Pyeongchang entsendet wurden. Dort servieren sie unter anderem Kärntner Spezialitäten. Das Fleisch, das von den Fachkräften vor Ort zu kulinarischen Gaumenfreuden verarbeitet wird, stammt vom Villacher Fleischproduzenten Frierss – 1500 Kilogramm wurden geliefert.

Für einen weiteren Beitrag aus Kärnten zeichnet das Sachsenburger Holzindustrieunternehmen Hasslacher verantwortlich: Für die Konstruktion des Österreich-Hauses hat die Hasslacher Gruppe einen Teil des Holzes geliefert. Firmenchef Christoph Kulterer will nun die Olympischen Spiele nutzen, um die geschäftlichen Beziehungen zu vertiefen.

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