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Offen für Veränderung und neue Wohnformen

In 25 Jahren entwickelte sich die Riedergarten-Immobilien-Gruppe zu einem bedeutenden Bauträger in Kärnten, der sich nicht davor scheut, innovative Ideen umzusetzen. Jüngst sorgt das Projekt „For Forest“ für Gesprächsstoff.

Anita Arneitz
Bernd Rausch mit seiner Assistentin Desiree Stangl und das Verkaufsteam mit Ludwig Jaritsch, Mario Hodosi und Gundi Rausch freuen sich schon auf den nächsten Spatenstich.
© Lobitzer Bernd Rausch mit seiner Assistentin Desiree Stangl und das Verkaufsteam mit Ludwig Jaritsch, Mario Hodosi und Gundi Rausch freuen sich schon auf den nächsten Spatenstich.
Das Kunstprojekt rund um den Wald im Stadion ist ein Herzensprojekt von Herbert Waldner. Seit  einem Vierteljahrhundert schafft er mit seiner Riedergarten-Immobilien-Gruppe Wohnraum vor allem in Kärnten. Die Gruppe errichtet Eigentumswohnungen, Ferien­wohnungen bis hin zu Fachmärkten und Tankstellen. Gebaut wird am Weissensee, im Großraum Klagenfurt, aber auch in der Steiermark, in Niederösterreich und Oberösterreich. Der Schwerpunkt liegt auf dem klassischen Wohnbau – immerhin errichtete das Unternehmen mit Sitz in Klagenfurt bereits 1237 Wohnungen.  Aber auch zwei Hotelbetriebe gehören zum Unternehmen.

„Natürlich konzentrieren wir uns in erster Linie darauf, was wir besonders gut können“, erzählt Firmengründer Herbert Waldner. Besonders wichtig sei ihm der innovative Charakter jedes einzelnes Projektes. „Denn nur aufgrund unserer visionären Denkweise lassen sich viele unserer Bauvorhaben auch realisieren“, ist Waldner überzeugt. Nachhaltiges Denken und Handeln sind dabei von Anfang an das Fundament seiner Unternehmensstrategie. 

Bauen nach den neuen ökologischen Richtlinien


„Nachhaltigkeit ist insbesondere in der Immobilienbranche ein unverzichtbarer Wert“, findet auch Geschäftsführer Bernd Rausch. In den Projekten spiegle sich das in unterschiedlicher Weise wider. Der erste Generationenpark Österreichs wurde zum Beispiel nach neuen ökologischen Richtlinien erbaut. Außerdem soll die Gestaltung des Wohnraumes der Vereinsamung der Menschen entgegenwirken und eine gute Mischung unterschiedlicher Bewohner die Gemeinschaft untereinander fördern.
Mut und Verantwortung gehöre dazu, um als Unternehmen anders denken zu können. So traute sich Riedergarten als Erster über 
ein Immobilien-Crowdfunding in Österreich und stellte 2014 für ein Projekt am Nassfeld rund 550.000 Euro auf die Beine. Eine andere umgesetzte Idee ist der Mietenpool. Dabei nutzen rund 200 Käufer von Riedergarten-Wohnungen die Möglichkeit, ihr Eigentum durch das Team vermieten und verwalten zu lassen. 
Zu den besonderen Vorzeigeprojekten in Sachen Nachhaltigkeit zählt das Finanzzentrum Klagenfurt. Das Bürogebäude zeichnet sich durch ein integriertes Gesamtenergiekonzept aus und wurde von der Österreichischen Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft 2017 mit dem höchstmöglichen Standard „Platin“ zertifiziert. Ebenso wichtig ist dem Unternehmen gesellschaftliche Verantwortung. 

"Wohnräume sind Lebensräume"


Das verantwortungsbewusste Handeln gegenüber Partnern zeigt sich darin, dass über 95 Prozent der Projektpartner Kärntner Unternehmen sind. Arbeitsplätze und Wertschöpfung bleiben damit im Land. Gesellschaftliche Verantwortung übernimmt der Bauträger auch durch Unterstützung lokaler und kärntenweiter Aktivitäten im Sport, der Nachwuchsförderungen, Bildung, Kultur und im Sozialen. Heimat entstehe nicht durch Abgrenzung, sondern durch Verbundenheit, durch Anteilnahme und durch Mitwirkung, sagte der ehemalige Schweizer Bundespräsident Moritz Leuenberger. Das begleitet Waldner in seinem unternehmerischen Tun. „Wohnräume sind Lebensräume. Und ich wollte schon immer Lebensqualität schaffen, die sich an den Bedürfnissen der Menschen anpasst“, sagt Waldner. In der Bauwirtschaft ist das nicht immer eine leichte Aufgabe. Die sich verändernden Lebensgewohnheiten und Gesellschaftsstrukturen fordern Flexibilität und Offenheit für Neues. Insbesondere der Generationenwandel sei einer der Haupttreiber von neuen Wohnformen. 

„Die zunehmend älter werdende Gesellschaft mit unterschiedlichem Betreuungsbedarf, eine Vielzahl an Singles sowie zahlreiche Patchwork-Familien prägen schon heute das Bild unserer Gesellschaft“, erklärt Waldner. Das führe unweigerlich zu innovativen Wohnungsgrundrissen, neuer Nutzungsflexibilität von Wohnungen sowie stärkeren Nutzungsmischungen. 

Oder anders gesagt: „Im klassischen Wohnbau bleibt kein Stein auf dem anderen.“ Wohnraum sei rar und müsse daher intelligent  und vorausschauend geplant werden.


Dieser Artikel erschien in der Kärntner Wirtschaft, Ausgabe 7/8.

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