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ÖHV-Studie: Kärntner Tourismus wehrt sich

Reißerisch, fragwürdig, nicht legitimiert: Tourismussprecher Hinterleitner verlangt Aussprache mit ÖHV-General Gratzer.

"Mit ihrer neuen Destinationsstudie ist die ÖHV endgültig auf dem Niveau manch fragwürdiger Gastrokritiker angelangt. Diesmal wird Kärnten durch den Kakao gezogen, damit der Boulevard von der Studie Notiz nimmt", weist Tourismus-Spartenobmann Helmut Hinterleitner die Aussagen zu Kärnten in der Studie auf das Schärfste zurück und hält dem entgegen: "4,5 Prozent Nächtigungsplus seit Anfang des Jahres, ein toller Sommer und eine richtige Aufbruchsstimmung im ganzen Land sprechen eine ganz andere Sprache. Aber der private Verein ÖHV patzt ein ganzes Bundesland und damit sogar seine eigenen Mitgliedsbetriebe an", wundert sich Hinterleitner.

Wie fragwürdig die Studie ist, zeigt allein die Tatsache, dass nur Hotelnächtigungen berücksichtigt wurden. So wurden beispielsweise Campingnächtigungen, die in Kärnten immerhin einen Anteil von rund 25 Prozent an den Gesamtnächtigungen ausmachen, völlig ignoriert. "Da kann man nicht mehr von einer Destinationsstudie sprechen. Die ÖHV hat keine Legitimation, für den gesamten Kärntner Tourismus zu sprechen, sie betreibt Etikettenschwindel übelster Sorte, mit dem die Bemühungen unserer Tourismusunternehmer pauschal diskreditiert werden."

Auf die leichte Schulter nehmen will Hinterleitner die Studie und die dadurch ausgelöste mediale Berichterstattung nicht: „Allein die Wortwahl ist rufschädigend: Wer Kärnten als Warnbeispiel bezeichnet, stuft unser Bundesland quasi auf Ramschniveau ab – mit unabsehbaren Folgen“. Derartige Äußerungen würden natürlich international genau beobachtet. Hinterleitner weiter: "Welche Partner werden mit uns noch zusammenarbeiten, welche Fluglinien Kärnten anfliegen wollen?"

Hinterleitner fordert daher den Generalsekretär der Österreichischen Hoteliervereinigung, Markus Gratzer, zu einer Aussprache auf: "Ich erwarte mir, dass die ÖHV in Zukunft mehr Verantwortungsbewusstsein zeigt und auf die reißerische Verbreitung von Halbwahrheiten verzichtet".

Unseren offenen Brief an die ÖHV finden Sie hier.

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