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Neue Lohn- und Gehaltsordnung als Meilenstein für Tourismusbranche

Ab 1. Mai gilt die neue Lohn- und Gehaltsordnung für Kärntens Gastronomie- und Hotelleriebetriebe. Sie bringt völlig neuen Schwung in die Tourismusbranche: Neben höheren Löhnen und Gehältern gibt es künftig mehr Transparenz,  Rechtssicherheit und Vereinfachung für Betriebe.

Tourismus Bedienung Lohn Gehalt Bedienen Cafe
© WKÖ

Es war ein langer Weg, bis die Sozialpartner - nämlich die Gewerkschaften vida und GPA-djp sowie die Fachverbände Gastronomie und Hotellerie - die neue Lohn- und Gehaltsordnung unter Dach und Fach hatten. "Unser Ziel war es, einen völlig neuen Weg zu gehen", sagt WK-Fachgruppenobmann Stefan Sternad, der als Chefverhandler für Kärnten mitwirkte. Und das ist auch gelungen: "Es gibt künftig fünf verschiedene Lohn- und Gehaltsgruppen, das schafft für Mitarbeiter und Unternehmer mehr Transparenz." Neu ist auch, dass dieses Lohngruppenschema für die Gastronomie- und Hotelleriebetriebe in ganz Österreich gelten wird. Bisher gab es in jedem Bundesland unterschiedliche Regelungen. Zusätzlich wurde die alte Regelung entrümpelt. "Der große Vorteil für Unternehmer ist, dass die richtige Einstufung von Mitarbeitern künftig viel einfacher sein wird. Dadurch wird auch mehr Rechtssicherheit – im Hinblick auf das Lohn- und Sozialdumpinggesetz - geschaffen. Denn selbst eine unwissentliche falsche Einstufung konnte mitunter kostspielig für einen Betrieb werden", erklärt Sternad.

Eine weitere wichtige Forderung der Arbeitgeberseite wurde ebenfalls erfüllt: Künftig wird die Bedeutung der Lehrabschlussprüfung noch weiter gehoben. So können Arbeitnehmer nur dann in eine höhere Lohn- oder Gehaltsklasse aufrücken, wenn sie über die Lehrabschlussprüfung verfügen. Gleichzeitig werden die Lehrlingsentschädigungen mit 1. Mai 2017 deutlich angehoben:

  • Im ersten Lehrjahr gibt es 700 Euro (plus 55 Euro).
  • Im zweiten Lehrjahr sind es 800 Euro (plus 85 Euro).
  • Im dritten Lehrjahr gibt es 900 Euro; im vierten 1000 Euro.


"Damit kommen wir unserem Ziel, die Lehre im Tourismus attraktiver zu machen, einen großen Schritt weiter", so Sternad. Weitere wichtige Punkte in der neuen Lohn- und Gehaltsordnung:

  • Mit 1. Mai 2017 steigen die Löhne der Arbeiter im Hotel- und Gastgewerbe um durchschnittlich 1,4 Prozent.
  • Der Mindestlohn wird auf 1.460 Euro brutto erhöht (plus 40 Euro); die Dienstkleidungspauschale entfällt.


Die neue Lohn- und Gehaltsordnung ist abgeschlossen, doch die Verhandlungen zwischen den Sozialpartnern gehen weiter, erzählt Stefan Sternad: "Wir sind am richtigen Weg, doch es gibt noch vieles zu tun. Derzeit arbeiten wir an zwei großen Themen: an dem neuen Rahmen-Kollektivvertrag (und damit um Themen wie Durchrechnung, Ruhezeiten, Flexibilisierung) und Neuerungen in der Lehrlingsausbildung (hier wird an einem zeitgemäßen Konzept gearbeitet). Die Sozialpartner wollen gemeinsam einen neuen Weg gehen und dafür brauchen wir Bewegung auf beiden Seiten des Verhandlungstisches. Dass uns das gelingen kann, zeigt die neue Lohn- und Gehaltsordnung, die sowohl Mitarbeitern als auch Unternehmern viele Vorteile bringt."

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