th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home
news.wko.at

Neue Bundesregierung beweist Verständnis für Unternehmer

„Österreich muss zurück an die Spitze“ – da sind sich Wirtschaft und Regierung endlich einig. Ein Vergleich des WKO-Prioritätenpapiers für Österreichs Weg zurück an die Spitze mit dem Arbeitsprogramm der Bundesregierung zeigt klar: Das neue Regierungsprogramm trägt die Handschrift der Wirtschaft.

Bundesregierung, Wirtschaft, Kärnten, Österreich, neue Regierung
© WKÖ Die neue Bundesregierung zeigt Fingerspitzengefühl, wenn es um die Anliegen der Wirtschaft geht.

Über viele Entlastungen für Unternehmen freut sich WK-Präsident Jürgen Mandl nach einem Vergleich der Prioritäten der Wirtschaft und dem Arbeitsprogramm der Bundesregierung: „Die großen Würfe, die ich im vorliegenden Programm erkenne, werden einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, dass Österreich seine Top-Platzierungen aus der Vergangenheit zurückerobern kann.“ Erstmals gebe es im Regierungsprogramm auch keine neuen Belastungen für die Wirtschaft. „Das unterstreicht den notwendigen Konsens im Land, dass unternehmerisches Denken und Handeln nicht das Problem, sondern die Lösung ist.“ Man habe sich an der Expertise der Wirtschaft klar orientiert und sei mit den Vertretern der Wirtschaft in vielen Punkten überein gekommen.

Die wichtigsten Errungenschaften:

  • spürbare finanzielle Entlastung bei Steuern und Lohnnebenkosten
  • umfassender Abbau von bürokratischen Belastungen und Hemmnissen
  • mehr Gestaltungsspielraum für flexible Arbeitszeiten und konzertierte Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel
  • neue Möglichkeiten zur Finanzierung
  • eine bessere digitale Infrastruktur für mehr Innovation und Internationalisierung
  • umfassende Reformen in Verwaltung und Strukturen zur Stärkung des Standorts

Die privaten Investitionen in Österreich haben sich in den vergangenen Jahren eher mäßig entwickelt. Mit unterschiedlichen Maßnahmen sollen nun Investitionen gefördert werden: Von der besseren Unternehmensfinanzierung über den Kapitalmarkt bis zu zeitgemäßen Abschreibungsmodellen reichen die Vorhaben. Auch die langjährige Forderung nach der Einführung einer vorzeitigen beziehungsweise degressiven Abschreibung für Abnützung will die neue Regierung erfüllen. Mandl: „Das sind nicht nur wirksame Investitionsanreize, das bringt auch administrative Erleichterungen für Unternehmen.“

Weniger Bürokratie, flexible Arbeit 

Einen großen Erfolg verbucht die Wirtschaft in Sachen Lohnnebenkosten: Unter anderem stehen ein geringerer Beitrag zum Familienlastenausgleichsfonds sowie die Senkung des Arbeitslosenversicherungsbeitrags im Raum, was WK-Präsident Mandl besonders freut: „Das Betriebsanlagenrecht soll attraktiver und effizienter gestaltet werden, damit Genehmigungen schneller und einfacher erfolgen können.“ Eine spürbare Reduktion der Informationspflichten, die Verankerung des Grundsatzes „Beraten statt strafen“ sowie Schluss mit „Straflawinen“ und „Golden Plating“ sind die wohl unmittelbarsten Erfolge für Klein- und Mittelbetriebe.

Vor allem kleinere und mittlere Unternehmen leiden unter der mangelnden unternehmerischen Freiheit, der Komplexität und dem hohen Strafrisiko. Sicher ist, dass ein modernes Arbeitsrecht die Bürokratie reduziert, die Wettbewerbsfähigkeit fördert und die Beschäftigung in Österreich stärkt. Die neue Regierung will deshalb das Arbeitsrecht auf den neuesten Stand bringen und verspricht mehr Flexibilität bei der Arbeitszeit. Die Angleichung von Arbeitern und Angestellten wird überarbeitet, der besondere Kündigungsschutz adaptiert. Auch bei der gesetzlichen Höchstarbeitszeit wird nachgebessert: Künftig sollen grundsätzlich zwölf Stunden pro Tag beziehungsweise 60 Stunden pro Woche möglich sein. Betriebe sollen dabei im Einvernehmen mit Betriebsrat oder Arbeitnehmern mehr Möglichkeiten zur Gestaltung ihrer Arbeitszeiten erhalten. Mandl: „Die bereits bekannt gewordene Flexibilisierung der Arbeitszeiten, die Rücknahme des ungerechtfertigten Umsatzsteuernachteils im Tourismus und Entscheidungen wie die Senkung der Lohnnebenkosten lassen mich glauben, dass wir in den nächsten Jahren eine Wirtschaftspolitik 4.0 in Österreich erleben werden.“

Arbeitsmarkt der Zukunft sichern

Wirksame Anreize, damit sich Arbeit auszahlt und Betrieben die nötigen Mitarbeiter zur Verfügung stehen, sind für die Vertreter der Wirtschaft  weitere wichtige Werkzeuge. Mandl: „Das senkt die Arbeitslosigkeit und fördert die Wettbewerbsfähigkeit Österreichs.“ Bis 2013 verzeichnete Österreich immerhin in der EU die geringste Arbeitslosenrate. Mittlerweile liegt der ehemalige Klassenprimus nur mehr auf Platz 9. Auch hier müsse in Sachen beschäftigungsförderndes Arbeitsrecht nachgebessert werden, so der WK-Präsident.

Eines der Top-Themen – besonders im ländlichen Raum – bleibt auch für die neue Regierung der Fachkräftemangel. Nach deutschem Vorbild soll eine strategische Fachkräfteoffensive dem Problem entgegentreten. 

Folgende Maßnahmen sind geplant:

  • Qualifizierung
  • Aktivierung und Sicherung von Beschäftigung
  • Förderung der Vereinbarkeit von Beruf & Familie
  • Zuwanderungspotenziale nutzen
  • Gesundheit und Arbeitsfähigkeit erhalten

Im Zusammenhang damit steht ein klares Bekenntnis zur Bedeutung der dualen Ausbildung, das weiterhin gestärkt werden soll. „Die Aufwertung der dualen Ausbildung sowie eine weitere Verbesserung der Durchlässigkeit zwischen Bildungseinrichtungen müssen Vorrang haben“, betont Mandl.

Österreich wird „Innovation Leader“

Um im weltweiten Innovationswettbewerb bestehen zu können, müssen die Rahmenbedingen verbessert werden. Auch in diesem Punkt sind sich die Vertreter der Wirtschaft und die Regierung einig: Innovation soll unter der neuen Regierung breiter gedacht und unterstützt werden. Der flächendeckende 5G-Ausbau fördert Österreichs Entwicklung zum „Innovation Leader“ sowie die Bündelung der Strukturen und Verantwortungsbereiche rund um das Thema Digitalisierung. Eine entsprechende Koordinierung zwischen Bund und Ländern muss gesichert werden.

In Sachen Export und Außenwirtschaft setzt die Regierung in ihrem Programm die richtigen Rahmenbedingungen, damit Österreichs Export-Erfolgsgeschichte eine sichere Zukunft hat: Moderne Handelsabkommen sowie die Weiterentwicklung der Außenwirtschaftsstrategie und Internationalisierungsoffensive stehen auf der Agenda. Ähnliches gilt für die Klima-, Energie- und Standortpolitik. Nur mit einer wirtschaftsverträglichen Klima- und Energiepolitik können Österreichs Betriebe im internationalen Wettbewerb bestehen.

Bekenntnisse wurden auch in Sachen Senkung der Körperschaftssteuer abgelegt, wenn auch der konkrete Prozentsatz noch nicht fixiert ist. Ähnliches gilt für Bagatellsteuern, die nun genau geprüft werden sollen. Ein klarer Erfolg für Österreich als Land der Familienunternehmen: Betriebsübergaben sollen wesentlich unkomplizierter vonstattengehen. Neue moderne Strukturen im Bereich der Sozialversicherung sollen Missbrauch vorbeugen sowie Anreize für Beschäftigung von Arbeitnehmern und Arbeitgebern mit sich bringen. Mandl: „Ich bin zuversichtlich, dass Unternehmer sein in Zukunft wieder mehr Freude machen wird.“

Das könnte Sie auch interessieren

  • WK-News
Leitungswasser Kosten Wirte

Warum Leitungswasser beim Wirt nicht immer kostenlos sein kann

Gäste, die nur Leitungswasser bestellen, müssen dafür manchmal einen Kostenbeitrag leisten. Dabei handelt es sich um keine Abzocke, sondern um eine betriebswirtschaftliche Notwendigkeit: Denn ein Glas Leitungswasser kostet dem Wirt mindestens 75 Cent! mehr

  • WK-News
Logo des Constantinus Award

Erfolg für Kärnten: Drei Betriebe für den Constantinus-Award nominiert

Mit dem Constantinus-Award werden die besten österreichischen Beratungs- und IT-Betriebe ausgezeichnet. Heuer wurden gleich drei Kärntner Betriebe von der Jury nominiert. mehr

  • WK-News
Vor Ort waren neben dem neuen Landesrat für Tourismus und Wirtschaft, Ulrich Zafoschnig, auch Landeshauptmann Peter Kaiser in seiner neuen Rolle als Kulturreferent.

Die Kärntner Film- und Musikwirtschaft traf sich zum Frühlings-Branchenevent

Die kreativen Unternehmer aus der Kärntner Film- und Musikszene ließen sich von Vertretern der wichtigsten österreichischen Film-Förderinstitute informieren. mehr