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Naturschutz und Wirtschaft kann man unter einen Hut bringen

Das neue Naturschutzgesetz in Kärnten verlangt, dass der Naturschutzbeirat neu bestellt wird. Über die zukünftigen Mitglieder ist nun eine Diskussion entbrannt. Wirtschaft und Naturschutz sollen besser vereinbar werden, fordert die Wirtschaftskammer.

Wald Natur Wirtschaft
© Fotolia/Smileus Die Natur ist ein besonders schützenswertes Gut, aber in manchen Bereichen werden vom Naturschutzbeirat des Landes unverständliche Widerstände aufgebracht, die nur an Verhinderung orientiert sind.

Vor wenigen Wochen ist das neue Kärntner Naturschutzgesetz in Kraft getreten und dadurch müssen die Mitglieder des Naturschutzbeirates neu bestellt werden. Jeder Verein, der die formalen Voraussetzungen für eine Mitgliedschaft erfüllt, kann potenzielle Mitglieder für den Beirat vorschlagen. Der Naturschutzreferent, derzeit Rolf Holub, wählt aus diesen genannten Vorschlägen und legt seine Nominierungen der Landesregierung zur Abstimmung vor.
Nun gibt es jedoch eine Diskussion darüber, ob es nicht einen objektivierbaren Kriterienkatalog für die Kandidaten geben sollte. Christoph Aste, Obmann des Forums Naturschutz und Wirtschaft Kärnten, beurteilt die Situation so: „Wir begrüßen einen solchen Kriterienkatalog, aber nur wenn es darum geht, die Qualifikation der nominierten Mitglieder zu evaluieren. Denn im Naturschutzgesetz steht eindeutig, dass Vereine, die wie das Forum Naturschutz und Wirtschaft die Vorgaben erfüllen, Mitglieder vorschlagen können.“

Gremium der besten Köpfe

In Kärnten übt der Naturschutzbeirat neben Mitwirkungs-, Beschwerde- und Revisionsrechten in behördlichen Verfahren auch die Funktion des Umweltanwaltes aus. „Die Aufgaben sind vielfältig und die Themen sehr umfangreich. Neben Kenntnissen über Abbau und Gewinnung von Rohstoffen und die Errichtung von Seilbahnen und baulichen Anlagen in der Alpinregion steht im neuen Gesetz auch, dass die nominierten Mitglieder Expertisen in Abfallwirtschaft, in der Altlastensanierung sowie in der Luft- und Abwassertechnik besitzen sollen“, erklärt Aste.
Fünf Mitglieder sind im neuen Gesetz für den Naturschutzbeirat und seine Aufgaben vorgesehen. Derzeit sind Vertreter mit umwelttechnischen Ausbildungen und Kenntnissen jedoch kaum bis gar nicht in diesem Gremium vertreten. Die Experten, die das Forum Naturschutz und Wirtschaft nominieren will, seien ausgewiesene Natur- und Umweltspezialis­ten mit universitären Ausbil-dungen in Landschaftsökologie, Forstwirtschaft und Wildökologie sowie Energietechnik und ha-
ben jahrzehntelange berufliche Ex­pertise in Natur-, Umwelt-, Forst- und Energieprojekten.
Das Forum will sich zukünftig noch mehr einbringen. „Wenn es dem Naturschutzbeirat nicht nur darum geht, zu verhindern, dann wird es in Kärnten möglich sein, Projekte, die Arbeitsplätze schaffen oder sichern, auch in die Tat umzusetzen. Daran wollen wir mitarbeiten“, sagt Aste.


Wald Natur
© Fotolia/grafikplusfoto Eine gemeinsame Resolution der Kärntner Sozialpartner soll dafür sorgen, dass es in Kärnten zu keinen weiteren Ausweisungen von Natura-2000-Gebieten kommt.


Kärnten hat genug Natura-2000-Gebiete

Gemeinsame Resolution aller Kärntner Sozialpartner fordert ein Ende der Ausweisung von Natura-2000-Projekten.

Die Europäische Umweltkommission fordert eine massive Nachnominierung von Natura-2000-Gebieten in Kärnten. Mehr als 30 Lebensraumtypen werden dabei genannt, in denen Kärnten noch Aufholbedarf haben soll. Wirtschaftskammerpräsident Jürgen Mandl sieht das anders: „Die Armleuchteralge lebt jetzt schon seit vielen Jahren in den Kärntner Seen und die touristische Nutzung hat ihr nicht geschadet. Dem Gedanken der Subsidiarität folgend sollte sich die Umweltkommission um andere Dinge kümmern. In Kärnten findet man eine intakte Natur, die auch sehr gut geschützt ist. Dazu brauchen wir keine Einflüsterer von außen.“
Die Präsidenten aller Kärntner Sozialpartner forderten daher Naturschutzreferent Rolf Holub dazu auf, sich bei den Verhandlungen mit den Kommissionsvertretern den massiven Forderungen entgegenzustellen und keine einseitigen Zusagen auf dem Rücken der Kärntner Wirtschaft, den Arbeitnehmern oder der Land- und Forstwirtschaft zu machen. „Mit der Ausweisung der Gebiete ist es ja nicht getan, dann beginnt der bürokratische Spießrutenlauf erst so richtig. Das ist den unternehmerischen Menschen in Kärnten nicht zumutbar“, sagt Mandl.


Fall fürs Höchstgericht

Wegen 90 Metern durch ein Feuchtgebiet zieht der Naturschutzbeirat bis zur letzten Instanz, trotz Ausgleichsflächen.

Ein 1500 Meter langer Weg auf 1800 Meter Seehöhe am Falkert liegt nicht nur auf hohem Niveau, er schafft es nun auch als Rechtsstreit vor die Höchstgerichte des Landes. Der Weg dient der Holzbringung und dem Viehtrieb, soll  aber auch für Freizeitsportler zugänglich sein. Auf einer Länge von 90 Metern kreuzt der sogenannte „Toni-Weg“ eine Feuchtfläche.
Der Feldkirchner Bezirkshauptmann Dietmar Stückler stellt klar: „Der Weg wurde auf Grund der öffentlichen Interessen genehmigt. Zusätzlich gibt es ein Ausgleichsgebiet für die Feuchtfläche. Diese Entscheidung aber beeinsprucht der Naturschutzbeirat seitdem mehrmals mit aufschiebender Wirkung. Die betroffenen Forstbesitzer können nur das Ergebnis des Verfahrens abwarten.“

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