th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing whatsapp wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht Twitter search print pdf mail linkedin google-plus Facebook arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram pinterest skype vimeo snapchat
news.wko.at
Mein WKO

Natürlichkeit ist bei Mabura oberstes Gebot

Ohne Plastik, ohne Zusätze und mit viel Geschmack –Helena und Horst Burgstaller von der Mabura-Naturmanufakturarbeiten nach klaren Richtlinien. Vom Getränk über Salze bis hin zu Omas Suppenwürze, die Produkte sind spannend, innovativ und gesund.

Corina Thalhammer
Die Gründer des Familienunternehmens Mabura-Naturmanufaktur: Horst Burgstaller und Tochter Helena.
© KK/Arnold Pöschl Die Gründer des Familienunternehmens Mabura-Naturmanufaktur: Horst Burgstaller und Tochter Helena.
„Angefangen hat alles aus der Not heraus, dass es im Gasthaus außer Apfelsaft nichts Gescheites gegeben hat. Der Rest hatte viel Zucker oder Kohlensäure“, beschreibt Horst Burgstaller von der Mabura-Naturmanufaktur in Launsdorf
die Beweggründe, mit dem Unternehmen zu starten. Gemeinsam mit seiner Tochter Helena fasste Burgstaller den Entschluss, Getränke herzustellen, die nicht nur gut schmecken, sondern auch gesund sind.
„Wir haben angefangen zu tüfteln, um herauszufinden, was gut zusammenpasst.“ Am Anfang habe er sehr viel über Tee gelesen und ist dabei auf die vielen gesunden Eigenschaften gestoßen, die sowohl schwarzer als auch grüner Tee vorweisen. Als nächstes hat sich das Vater-Tochter-Duo überlegt, mit welchen Zutaten der Tee gemischt werden kann. Bei der Suche sind sie auf „Superfruits“
gestoßen, wie etwa die Schisandra-Beere, die auch die Beere der sieben Geschmäcker oder als die Beere der Hundertjährigen bekannt ist. „Wir haben viel experimentiert, aber noch viel mehr probiert und verkostet“, beschreibt Burgstaller die Experimentierphase.

Wer bei den Getränken von Mabura nach Zusatzstoffen oder Geschmacksverstärkern sucht, wird daran scheitern. Alle Zutaten sind ausgewählt und stammen aus biologischem Anbau. Verwendet wird Bergquellwasser aus der eigenen Quelle am Buchberg. Veredelt
werden die Getränke nur mit Agavensaft oder Honig. Kristallzucker
oder künstliche Süßungsmittel wird hier niemand finden. Zusätzlich zu den drei Getränkesorten „Black Tea Plus“, „Green Tea Plus“ und „Red Exotic Mix Plus“ sind auch Fruchtgetränke, Trockenfrüchte, ein Zaubertrunk, Tees, veredelte Salze, Grillboxen oder etwa Omas Suppenwürze im Sortiment zu finden, das laufend erweitert wird.
Wie sehr Burgstaller auf die Auswahl und Qualität seiner Zutaten
achtet, wird anhand eines Beispiels deutlich: „Die Ananas die in unseren Getränken verwendet wird, stammt aus Ruanda. Als ich die passende Sorte fand, sagte der Verkäufer, dass diese Sorte zu schade für Getränke sei und nur
für die edle Confiserie verwendet würde.“ Daraufhin kaufte der Unternehmer die Sorte.


Kräuter machen den Geschmack aus

Bei den Gewürzmischungen verhielt es sich ähnlich: „Ich war
mit keiner der handelsüblichen Gewürzmischungen zufrieden. Egal in welchem Preissegment man sich bewegt, überall sind Zwiebel und Salz enthalten.“ Dabei
solle der Geschmack doch durch die Gewürze und Kräuter in Essen gebracht werden, erklärt Burgstaller, der in seiner Freizeit auch leidenschaftlich gerne kocht. Daher begann der Unternehmer eigene Gewürzmischungen herzustellen. Seit 2019 sind die Getränke von Mabura bei Spar im „Young & Urban“-Sektor erhältlich. Auch im hauseigenen Hofladen oder im Onlineshop kann bestellt werden. Mabura beliefert auch Gastwirte. Die Wirte können die Getränke bestellen, die Bestellung wird, sofern sie bis 14 Uhr eingeht, am nächsten Tag CO2-neutral von der Post zugestellt. Dadurch habe der Wirt auch keinen Lageraufwand. „Wir machen es dem Wirt einfach, indem er bestellt, wir liefern und er räumt es in den Kühlschrank.“ 
Genauso unkompliziert und flexibel wie das Lieferangebot ist auch das Unternehmen selbst. Durch die Corona-Krise hat sich ein neues Betätigungsfeld ergeben. Für die Marke „Wasseralm“ füllt Mabura Desinfektionsmittel auf Wasserbasis ab. Ihre Maschinen können dabei Flaschen von 50 Milliliter bis zu einem Liter befüllen. „Momentan erfolgt die Abfüllung im Schichtbetrieb. Wir sind froh darüber, den Auftrag zu haben, denn er bringt neben Beschäftigung
auch Umsatz.“
Das Familienunternehmen legt viel Wert auf Umweltbewusstsein
und verzichtet daher vollkommen auf Plastik. Der bewusste Umgang mit den Ressourcen ist den Gründern besonders wichtig. Daher hat sich Burgstaller auch dazu entschieden, ein 250 Jahre altes Stallgebäude, das von italienischen
Dombaumeistern erbaut wurde, für den Firmenhauptsitz umzubauen.
„Ich möchte keine grüne Wiese zubauen, wenn zeitgleich so viele Gebäude ungenutzt leer stehen.“ Innerhalb von zwei Wochen haben wir den passenden
Standort gefunden, der fünf Hektar Land umfasst. Mit unseren Produkten
passen wir auch gut in einen Stadl“, erzählt Burgstaller.


Stillstand ist bei Mabura ein Fremdwort

Auch in Zukunft ist in Launsdorf alles andere als Stillstand zu erwarten:
Kärntens größte Kräuterwelt soll in Zukunft am Fuße der Burg Hochosterwitz entstehen. „Der Naturwundergarten wird für alle Personen zugänglich sein und
auch als Ausbildungszentrum für alle dienen, die sich für den Anbau von Kräutern und deren Wirkungen interessieren.“ Zusammen mit der Kräuterexpertin Sabine Pepper wird das Projekt umgesetzt. Ein großer Bereich des Naturwundergartens wird dabei auch den kleinen Besuchern gewidmet.
„Wir wollen altes Wissen an Kinder weitergeben, die dann spielerisch Wissen aufnehmen können." Neben dem Naturwundergarten sind noch weitere Projekte geplant, die allerdings noch nicht verraten werden – nur so viel sagt Burgstaller zur Zukunft: „Wir gehen unseren eigenen Weg und glauben an die Wunder der Natur."


Dieser Artikel erschien in Ausgabe 12 der "Kärntner Wirtschaft".

Das könnte Sie auch interessieren

Ein eingespieltes Team: Martin Cancola mit Tochter Ulla. Sie unterstützt den Betrieb als  Disponentin  international und Prokuristin.

Sie verbinden Menschen und Märkte miteinander

Als „Architekten des Transports“ sieht Speditions-Unternehmer Martin Cancola sein Unternehmen Max Cancola. Er führt den Betrieb in St.Marein/Lavanttal in dritter Generation und sieht die Zukunft gesichert.  mehr

Nur drei Firmen in Österreich fertigen Beton-Fertigteilwendeltreppen an. Michael Cerne mit Hallenmeis­ter Mario Untersteiner, der als Lehrling begann.

Leidenschaft für Beton prägt Generationen

Seit 1895 ist das Unternehmen Cerne Beton in Familienhand. Im Feldkirchner Unternehmen werden Nachhaltigkeit, Fachkräfteausbildung und stetige Verbesserung gelebt. Das macht die Firma seit 125 Jahren ­erfolgreich.  mehr