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Nachwachsender Rohstoff sorgt für vielseitige Ideen

Die Tischlerei Erjavec in Villach gibt es bereits seit über 100 Jahren. Der Familienbetrieb begann als ­Möbeltischlerei, entwickelte sich zu einem Experten für Transportverpackungen und setzt mit Holzspiel­möbeln auf ein zweites, kreatives Standbein.

Claudia Blasi
Höher
© Höher Wollen auch in Zukunft gemeinsam „Holzbrücken“ bauen: Edith und Stefan Erjavec leiten die Tischlerei Erjavec und setzen neben Altbewährtem auch auf ihren kreativen Geschäftszweig Marlinu.
„Der erste Weg nach der Schule war zum Papa in die Tischlerei“, erinnert sich Edith Erjavec an ihre Kindheit zurück. Dass sie den Betrieb einmal übernehmen wird, war nicht geplant. Eigentlich sollte ihr Bruder in die Fußstapfen von Vater Helmut Erjavec treten, er entschied sich aber für ein Architekturstudium in Graz. Also kam der Tag, an dem über die Zukunft des Familienbetriebes beraten wurde und Edith Erjavec nahm die Herausforderung an. Seit 2004 arbeitet die gelernte Kindergartenpädagogin im Betrieb mit, lernte jeden Handgriff und den Umgang mit den Maschinen von der Pike auf. „Das war ein wichtiger Schritt, um den Respekt der Belegschaft zu bekommen“, erzählt Erjavec. Seit 2012 führt sie das Unternehmen gemeinsam mit ihrem Mann Stefan. 

Die Tischlerei ist spezialisiert auf Transportverpackungen für Kunden aus der Halbleiterindustrie. Diese Nische hat Helmut Erjavec für sich entdeckt, als sich die Halbleiterfirma SEZ – heute Lam Research – in Villach ansiedelte. Er entwickelte auch den Schwingboden, der noch heute den bestmöglichen und stabilen Transport hochwertiger Produkte garantieren soll. Ein zusätzliches Service ist die Verpackung des Produktes beim Kunden vor Ort, für eine sichere Reise vom Reinraum bis auf den Lkw. 

Die Nachfrage nach den hochwertigen Transportverpackungen sei ungebrochen und auch die Coronakrise habe keine Spuren hinterlassen. Im Gegenteil: „Die Nachfrage nach Laptops und digitalen Endgeräten ist gestiegen und somit auch die Auftragslage“,  berichtet die Geschäftsführerin. Schwieriger gestaltete sich der logistische Ablauf. „Die Mitarbeiter wurden in zwei Teams aufgeteilt und haben sich ein halbes Jahr lang nicht gesehen, das war nicht immer einfach.“ 
Obwohl das Krisenjahr sehr gut bewältigt werden konnte, war man froh, bereits 2016, ein Jahr nach der Geburt von Sohn Linus, den Grundstein für einen weiteren Geschäftszweig gelegt zu haben. Bei Marlinu – Holzspielmöbel und Spielereien – kommt zwar der selbe Rohstoff zum Einsatz, aber für eine gänzlich andere Zielgruppe: die Kinder. Dieser Schritt war wohlüberlegt: „Jetzt geht es uns sehr gut, doch das Halbleitergeschäft ist sehr schwankend. Mit einem weiteren Standbein kann ich meine Mitarbeiter auch in schwierigen Phasen halten“, ist  Erjavec überzeugt. Und das TÜV-geprüfte Holzspielzeug, mit dem auch Kindergärten beliefert werden, kommt sehr gut an. 

Um das Kinderspielzeug zu personalisieren, wurde kürzlich eine Laser-/Schneidemaschine angeschafft. Schnell erkannte man die unzähligen Möglichkeiten, die dieses Gerät bereithält. „Von Ohrringen über Tischkarten bis hin zu Holzfiguren ist alles möglich – und das ist erst der Anfang“, ist die Holzliebhaberin überzeugt. 


Dieser Artikel erschien in der "Kärntner Wirtschaft" Ausgabe 14.

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