th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing whatsapp wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht Twitter search print pdf mail linkedin google-plus Facebook arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram pinterest skype vimeo snapchat
news.wko.at
Mein WKO

Nachhaltig auf Erfolgskurs

Das Feldkirchner Unternehmen go-e sieht sich mit ­seinen Ladeboxen für Elektro-Autos als Ermöglicher der Zukunft. Ziel ist, nachhaltig zu wachsen, um somit auch die Region zu stärken.

Ines Tebenszky
Die Geschäftsführer Susanne Palli und Vincent Marbé mit ihrem go-e-Charger, der zur Gänze selbst entwickelt wurde. Für die E-Mobil-Ladestationen bekommen regionale Zulieferer den Vorzug.
© Manfred Schusser Die Geschäftsführer Susanne Palli und Vincent Marbé mit ihrem go-e-Charger, der zur Gänze selbst entwickelt wurde. Für die E-Mobil-Ladestationen bekommen regionale Zulieferer den Vorzug.
Anstecken, vollladen – und das zu einem möglichst günstigen Preis oder gar aus der eigenen Photovoltaikanlage: Die E-Auto-Ladebox des Feldkirchner Unternehmens go-e spielt für die Anwender viele Stü­ckerln. Sie kann über eine App gesteuert werden, verfügt über eine offene Softwareschnittstelle und ist updatefähig. Da­rüber hinaus wurde ein Modell erst kürzlich zum Testsieger von ADAC, ÖAMTC und Stiftung Warentest gekürt. 


Dass die Ladestation, auch Charger genannt, einmal so eine große Rolle spielen würde, war bei der Firmengründung 2015 noch kein Thema. „Das Unternehmen hat damals mit Nachrüstmotoren für Fahrräder begonnen“, erzählt Geschäftsführerin Susanne Palli. Erst mit der Zeit habe man sich mit E-Autos auseinandergesetzt und 2017 eine eigene Ladebox auf den Markt gebracht. Durch verschiedene Förderungen für E-Mobilität sei die Nachfrage explosionsartig gestiegen. Geschäftsführer Vincent Marbé: „Wir sind den Verkäufen mit der Produktion lange Zeit hinterher gewesen und haben erst heuer im Februar aufgeholt.“ Wichtig dafür seien neben ausreichend Material und Personal auch optimierte Prozesse gewesen. Die ursprünglich 100 Arbeitsschritte konnten auf wenige Schritte reduziert werden.

Während die Zahl der verkauften Geräte 2019 noch im niedrigen vierstelligen Bereich lag, kletterte sie 2021 in den hohen fünfstelligen Bereich. „Unsere Anfänge waren eine herausfordernde Zeit, da wir kaum finanzielle Mittel zur Verfügung hatten. Erst nachdem wir etwas verkauft hatten, konnten wir neues Material kaufen, um neue Stationen zu produzieren“, erinnert sich Marbé. „Es ist aber sehr spannend, so ein schnelles Wachstum zu begleiten, vor allem auch, weil wir damit dem Gedanken der E-Mobilität helfen, schneller Realität zu werden und wir damit Ermöglicher der Zukunft werden“, betont er.

Nachhaltigkeit in allen Bereichen wichtig

Der stark steigenden Nachfrage sei man aber mit Vorsicht begegnet. „Es hat sich uns immer die Frage gestellt, ab wann wir neue Mitarbeiter einstellen können“, sagt Palli. Schließlich wollte man mit zusätzlichen Mitarbeitern nicht nur die Spitzen abdecken, sondern ihnen eine nachhaltige Perspektive bieten können. Mitte 2017 waren es bis zu zehn Mitarbeiter, die am Feldkirchner Standort in der Produktion tätig waren, 2021 konnte die Zahl auf rund 50 gesteigert werden. Auch zwei Lehrlinge werden als Applikationsentwickler ausgebildet. Weitere Standorte hat go-e in Berlin und Graz, wo seit 2021 die Entwicklung beheimatet ist. Insgesamt werden 122 Mitarbeiter  aus 27 Nationen beschäftigt. „Unser Ziel ist, dass wir bis Ende 2025 rund 500 Personen an beiden Standorten beschäftigen können“, sagt Marbé. Sollten dann die bestehenden Räumlichkeiten zu klein werden, will das Unternehmen der Region aber weiterhin die Treue halten.

Ziel: Vorreiterrolle in Europa einnehmen

Inhaltlich hat sich das Unternehmen auf drei Säulen gestellt: Inspiration, Intuition und Innovation. „Wir wollen zu nachhaltigem Handeln inspirieren, Produkte anbieten, die intuitiv zu bedienen sind und damit eine Vorreiterrolle in Europa einnehmen“, erklärt Palli. Um diese Ziele zu erreichen, brauche es ein gutes Team, ist Marbé überzeugt. „Wir stellen deshalb die Menschen in den Mittelpunkt – das ist auch das, was uns nach oben gebracht hat. Noch sind wir aber als Arbeitgeber wenig bekannt“, gibt Marbé zu, „das wollen wir aber ändern“.


Dieser Artikel erschien in Ausgabe 14 der "Kärntner Wirtschaft". 

Das könnte Sie auch interessieren

Die Brüder Jörg und Gernot Kerschbaumer führen das IT-Unternehmen Imendo mit Hauptsitz im Klagenfurter Lakeside Park.

Kärntner IT-Unternehmen auf der Überholspur

Seit der Gründung 2010 hat sich das IT-Unternehmen Imendo einen Namen gemacht. Die Brüder Jörg und Gernot Kerschbaumer führen den Familienbetrieb.  mehr

Zahntechniker Manfred Pressinger setzt auf die neueste Technik.

Zahn um Zahn macht er es digital

Manfred Pressinger, ein junger Zahntechniker­meister aus Villach, vereint präzises Handwerk mit digitalen Abläufen. mehr

Jump-Dome-Geschäftsführer Manuel Fritz (rechts) mit Lisa und David vor dem Ninja-Warrior-Parcours.

Mit Trampolinen hoch hinaus

Ein ganzjähriges Ausflugsziel hat Manuel Fritz mit dem Trampolinpark Jump Dome in Klagenfurt und Linz geschaffen. Ein weiterer Standort in Salzburg ist im Entstehen. mehr