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Die Liebe zur Musik ist es, die Herbert Petritz, Philipp Jonke und Georg Mattersdorfer vom Musikhaus Hergeth aus Klagenfurt mit ihren Kunden verbindet. Das profunde Fachwissen und die persönliche Beratung haben sie gut durch die vergangenen Monate gebracht.

Birgit Sacherer
Herbert Petritz (links) und Philipp Jonke führen das  Musikhaus  Hergeth in  Klagenfurt. Für die beiden Vollblutmusiker ist der Job Beruf und Berufung in einem. Sie sehen sich als Partner ihrer Kunden und streben eine langfristige Verbindung zu ihnen an.
© Lobitzer Herbert Petritz (links) und Philipp Jonke führen das Musikhaus Hergeth in Klagenfurt. Für die beiden Vollblutmusiker ist der Job Beruf und Berufung in einem. Sie sehen sich als Partner ihrer Kunden und streben eine langfristige Verbindung zu ihnen an.
Früher sind die Eltern mit ihren Kindern vor allem zu Schulbeginn Schlange gestanden, um eine Blockflöte zu kaufen. Heute werden diese nur mehr vereinzelt verkauft. Dennoch: Ein Musik­instrument zu erlernen, ist gerade in Zeiten wie diesen wieder gefragt. Nur ist es eben nicht mehr nur das Holzblasinstrument, zu dem man greift, sondern es sind neben Tasteninstrumenten und Gitarren auch Mischpulte und Heimstudios, die über den musischen Ladentisch gehen. Auch das Schlagzeug ist sehr beliebt. „Zehn Prozent des Umsatzes entfallen auf die öffentlichen Institutionen, 30 Prozent auf den Profibereich und 60 Prozent auf die Hobbymusiker“, erzählt Herbert Petritz, der gemeinsam mit Philipp Jonke das Musikhaus Hergeth im Jahr 2012 übernommen hat. Georg Mattersdorfer, seit 2012 Mitarbeiter, komplettiert das Team. Neben dem herkömmlichen Musikgeschäft befindet sich ein paar Häuser weiter das dazugehörige Klavierhaus Hergeth. 

Tausende Artikel sind zu bespielen


Insgesamt warten an die 150 Gitarren, 50 digitale Pianos sowie Keyboards oder unterschied­lichste Blasinstrumente auf einen neuen Besitzer. Hinzu kommen auch verschiedene gebrauchte Instrumente, die natürlich alle vorher serviciert wurden. Summa summarum sind im Geschäfts­lokal an die 30.000 Artikel ausgestellt – vom Notenständer über diverses Zubehör wie Metronom oder Gitarren-Fußstütze bis hin zu technischem Zubehör. 
Vor allem die vielen Hobby­musiker sind dem Kärntner ­Musikhaus, das im Vorjahr seinen hundertsten Geburtstag gefeiert hat, auch in den vergangenen Monaten treu geblieben. „Der Umsatz im Sommer war sehr zufriedenstellend und auch in den Lockdowns war die Nachfrage groß“, so Jonke, der 1999 eine Lehre bei Hergeth absolvierte und dem Unternehmen bis heute treu geblieben ist. Petritz, der vor der Übernahme ebenfalls Angestellter war: „Wir haben schon immer unseren Fokus auf die persönliche Betreuung gelegt und diese funktioniert über Telefon. Uns allen ist es wichtig, eine persönliche Bindung zum Kunden aufzubauen und so Vertrauen zu gewinnen.“ 
Und wie im Modebereich wird auch die Musikbranche ständig mit Neuerungen und Veränderungen konfrontiert. Und davon ­können die drei ein Lied singen. „Wir drei sind Vollblutmusiker, spielen mehrere Instrumente und setzen uns ständig mit Produkten auseinander, die neu auf den Markt kommen. Weiterbildung gehört natürlich dazu. Nur so können wir unseren Kunden ein umfangreiches und vor allem individuelles Beratungsspektrum anbieten.“ Jonke: „Wir verkaufen nicht nur Instrumente, sondern schulen unsere Kunden auch im Umgang und in der Bedienung ein.“

Online-Handel ist keine Alternative 


Vom Online-Handel sind die drei, was ihre Branche betrifft, nicht überzeugt. „Wer ein Instrument kauft, möchte nicht nur den Klang live hören, sondern es auch fühlen und in Händen halten. Das kann ein Onlineshop nicht vermitteln.“ Hinzu kommt auch noch, dass die Menschen bereit sind, mehr für ein Instrument auszugeben. „Ein Instrument ist ein nachhaltiger Gegenstand, der in der Familie weitergegeben wird, viele sehen es als einen Wegbegleiter für das Leben.“ 


Dieser Artikel erschien in Ausgabe 3 der "Kärntner Wirtschaft".

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