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Moderne Infrastruktur als Erfolgsvoraussetzung

Der Wirtschaftsstandort Kärnten entwickelt sich gut. Umso größer ist die Bedeutung einer zeitgemäßen Infrastruktur, damit der „Stern des Südens“ künftig noch heller strahlen kann. Ein Infrastrukturkataster soll den Weg in die Zukunft weisen.

Ziel der gemeinsamen Initiative ist nun die Entwicklung eines Infrastrukturkatasters für den Lebensstandort Kärnten mit Projekten, Zielen, Prioritäten, Baufortschritten und dazugehörigen Budgets.
© WKK/fritzpress Setzen sich für einen landesweiten Infrastrukturkataster ein: Landesrat Martin Gruber, WK-Präsident Jürgen Mandl und KELAG-Chef Manfred Freitag
Langfristig sei es extrem wichtig, in der Infrastruktur auf dem letzten Stand mit modernster Technologie zu sein, betonte WK-Präsident Jürgen Mandl: „Es geht um Straßen, Strom, Breitband, Eisenbahn, Flughafen – und das nicht nur im Zentralraum, sondern auch in den Regionen mit einem Planungshorizont bis 2030 oder 2040.“ Als Beispiel für ein beschleunigtes Vorgehen nannte Mandl die flächendeckende Erschließung Kärntens mit glasfaserbasiertem Internet: „Kärnten besteht nicht nur aus Klagenfurt und Villach. Viele Unternehmen sind heute auf schnellen Datenaustausch angewiesen, im Tourismus ist ein funktionierendes Gäste-WLAN heute buchungsentscheidend. Und wir sind schlicht zu langsam.“

Auch Straßenbaulandesrat Martin Gruber ist überzeugt, dass moderne Infrastruktur die Voraussetzung für einen erfolgreichen Lebensstandort ist. „Und die grundlegendste Infrastruktur sind die Straßen. Dieser Bereich wurde in den vergangenen Jahren sträflich vernachlässigt und Landesvermögen vernichtet. Zwei Drittel der Straßen und Brücken haben Güteklasse 3 bis 5 – das heißt kaputt bis Totalschaden.“ Der Grund: Die öffentlichen Budgets seien bis 2017 auf 17 Millionen Euro jährlich heruntergefahren worden, mittlerweile habe er die zur Verfügung stehenden Mittel auf 30 Millionen wieder beinahe verdoppeln können.


Programm gegen Investitionsstau

Dem Investitionsstau setzt Gruber ein breit angelegtes Sanierungsprogramm entgegen: 256 Projekte umfasst seine aktuelle Straßenbauoffensive, davon 25 Brückenerneuerungen. Die nächsten großen Brocken sind die Klagenfurter Ostspange, die seit Jahrzehnten diskutierte B100 und der Sicherheitsausbau der S37. Gruber: „Um alle Straßen und Brücken in Kärnten wieder auf Güteklasse 1 zu bringen, wären 800 Millionen Euro nötig – das ist natürlich illusorisch, aber dennoch ist ein langfristiger Planungshorizont in allen Bereichen notwendig.“

Manfred Freitag, Vorstand der Kelag, verfolgt mit einem umfangreichen Investitionsprogramm die von der Bundesregierung beschlossene „Vision 2030“, die vorsieht, dass bis dahin der österreichische Stromverbrauch aus erneuerbaren Quellen gedeckt werden soll. „Wir haben allerdings schon eineinhalb Jahre verloren, weil die legistischen Rahmenbedingungen und die Akzeptanz in der Bevölkerung fehlen.“ Sein aussagekräftiges Beispiel: „Die Stehzeit durch Einspruche im Behördenverfahren rund um die Netzabstützung von Villach war gleich lang wie die Bauzeit der Fernwärmeversorgung von Arnoldstein nach Villach, wo wir mit der Abwärmenutzung der Restmüllverbrennungsanlage 50 Prozent des Energiebedarfs abdecken.“

Entwicklung eines Infrastrukturkatasters

Auch beim Glasfaserausbau, der im öffentlichen Bereich bisher stiefmütterlich behandelt worden sei, sei die Kelag seit 25 Jahren aktiv, ursprünglich zur Steuerung eigener Kraftwerke. Den dadurch vorhandenen „Backbone“ stelle man nun auch Kunden zur Verfügung. Freitag strich die gute Zusammenarbeit mit dem Land hervor und zeigte sich optimistisch: „Wege, Wasser, Energie – alles werden wir schaffen, nur nicht von heute auf morgen. Die letzten Lichterfeste, wenn der hinterste Talabschnitt mit Elektrizität versorgt werden konnte, sind mancherorts erst 40, 50 Jahre her.“ Sein Wunsch an die Politik: „Gebt denen, die investieren wollen, auch die Rahmenbedingungen, um investieren zu können.“
Schützenhilfe bekommt Freitag von Präsident Mandl: „Manchmal mutet es geradezu grotesk an: Breitband, 5G, Elektromobilität – und der Strom kommt eh aus der Steckdose.“ Ziel der gemeinsamen Initiative ist nun die Entwicklung eines Infrastrukturkatasters für den Lebensstandort Kärnten mit Projekten, Zielen, Prioritäten, Baufortschritten und dazugehörigen Budgets. Immerhin habe sich die Kärntner Landesregierung in ihrem Regierungsprogramm zur Bedeutung einer intakten Infrastruktur als wichtigen Standortfaktor und zur Erstellung eines Kärntner Infrastrukturkatasters bekannt. Mandl: „Das ist notwendig, damit der Lebensstandort Kärnten auf lange Sicht zum Stern des Südens werden kann.“

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