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Mit einem Zelt von Bister fällt kein Fest ins Wasser

Hochzeit, Party, Firmen- oder Volksfest – die Zelte von Bister im Rosentaler Weizelsdorf sind seit Jahren ein „Must“ auf vielen Kärntner Veranstaltungen.

Bister, Zelt, Zeltverleih, Strau, Ferlach, Kärnten
© Peter Just Bettina und Mario Bister haben den Betrieb von ihren Eltern Gernot und Elvira übernommen – waren aber von Anfang an beim Aufbau dabei.

15 Jahre ist es bald her, als sich Elvira und Gernot Bister in Weizelsdorf bei Ferlach als Veranstalter immer wieder eine Frage stellen mussten: Woher bekommen wir das richtige Zelt? 2004 wurde das erste eigene Zelt gekauft und schon bald trudelten die Anfragen nach der Vermietung ins Haus. Daraus wurde recht schnell das Hauptgeschäft, der Zeltverleih G. Bister KG.

Immer mittendrin die beiden Kinder Bettina und Mario, die mittlerweile das Unternehmen von ihren Eltern übernommen haben. „Ich war schon immer im Betrieb – pünktlich zum 18. Geburtstag habe ich die Firma übernommen“, erzählt Mario Bister. Seine Schwester ist 2011 nach dem Abschluss ihres Studiums an der FH in Villach mit eingestiegen. „Geplant war das immer. Wir sind beide sehr stolz darauf, was unsere Eltern geschaffen haben, und freuen uns, wenn wir es erfolgreich weiterführen können“, sagt die Rosentalerin.

Von Spittal bis nach Bleiburg stellen die Bis­ters mit ihren Mitarbeitern Zelte für verschiedene Veranstaltungen von der kleinen Party bis zum riesigen Event auf. „Das Harley-Treffen und das GTI-Treffen sind dabei klar die größten Aufträge“, erklärt Bettina Bister. Am bemerkenswertesten sind aber Spezial-Aufträge, wie Zelte auf einer Plattform mitten im See oder auf einer Eisplatte am Berg. „Den Untergrund für ein Zelt an einem Steilhang mussten wir einmal mit 2000 Paletten ausgleichen. Und dann hatte man dort auch noch Platzprobleme“, erinnert sich Mario Bister.

Ein System für alle Fälle

Von der 3x3-Meter-Pagode bis zum 25x100-Meter-Zelt ist bei den Rosentalern fast alles möglich. „Wir sind sehr flexibel bei der Erweiterung der Zelte“, erklärt die Chefin. „Unser Sys­tem funktioniert wie Lego für Erwachsene.“ Der Firmenstandort selbst ist ähnlich gewachsen – von einem kleinen Anhänger bis zur eigenen Flotte mit sechs Lkw und rund 1500 Quadratmetern Lagerfläche. Und der Platz wird gebraucht: Fast zwei Fußballfelder könnten die Rosentaler Unternehmer mit ihren Zelten abdecken. Dazu kommt einigens an Maschinen und anderem Material „Aktuell sind wir mit der Größe und der Ausstattung zufrieden“, erklärt Bettina Bister.

Neben dem Zeltverleih gehört aber auch die Organisation von Veranstaltungen zum Arbeitsbereich der Familie. Bettina Bister: „Wir sind Komplett-Anbieter und können vom Tontechniker über das Catering bis hin zur Dekoration alles organisieren, arbeiten dabei aber mit Partner-Unternehmen zusammen.“

Im Sommer wie im Winter

Zelte bauen die Bisters das ganze Jahr auf. Hauptsaison ist aber von April bis Oktober. In der Zwischensaison werden Transporte und Kranarbeiten angeboten. Im Winter übernimmt Bister Winter- und Streudienste. In allen Bereichen müssen die Mitarbeiter gut geschult sein. Rund 20 Personen gehören zum Stammteam, bis zu 35 sind es in Stoßzeiten. Mario Bister: „Wir sind ein eingespieltes Team und es gibt keine strenge Hierarchie unter uns. Jeder hat aber sein Spezial-Feld.“ Die Arbeitsbereiche im Familienbetrieb sind klar getrennt: Während sich Bettina Bister um die Organisation, Aufträge und den Kundenkontakt kümmert, ist Mario Bister der „Chef auf der Baustelle“ und sorgt für den reibungslosen Aufbau und technischen Ablauf. „Wir sehen einander zwölf Stunden am Tag und wohnen auch alle zusammen – das kann funktionieren, wenn wir uns gut verstehen und jeder seinen Bereich hat“, sind sich die Geschwister einig. Trotzdem überstellt Bettina Bister auch mal selbst einen Lkw.

Mit Rat und Tat sind auch die „Senior-Chefs“ noch immer zur Stelle. Beim gemeinsamen Mittagessen werde meist über Firmen-Themen gesprochen, so Bettina Bister. „Bei einer neuen Idee sagen sie meistens: ‚Probiert’s es, dann lernt’s selbst!‘ Gut, dass wir aber meist einer Meinung sind“, schmunzelt Mario Bister.


Interview mit den Inhabern Bettina und Mario Bister

Bettina Bister, Bister, Ferlach, Strau, Zeltverleih, Kärnten
© Peter Just Bettina Bister.
Mario Bister, Bister, Zeltverleih, Strau, Ferlach, Kärnten
© Peter Just Mario Bister.

Würden Sie wieder Unternehmer werden?

Bettina Bister: Wir sind beide sehr gerne Unternehmer! Es ist schön zu sehen, für wen man arbeitet.
Mario Bister: Viele stellen sich das Unternehmertum leichter vor, als es ist. Man denkt immer als Unternehmer und investiert viel Zeit. Trotzdem würde ich mich wieder selbstständig machen.

Was sind die größten Gefahren für ein Unternehmen?

Mario Bister: Die Auflagen der Politik werden immer umfassender und wir müssen immer mehr Zeit pro Auftrag im Büro verbringen. Ich würde mir wünschen, dass endlich Schluss wäre mit der Bürokratieflut.

Warum sind Unternehmer wichtig für die Region?

Mario Bister: Gerade am Land braucht es Arbeitsplätze. Viele unserer Mitarbeiter wohnen in der Nähe. Das Geld und das Leben bleiben so in der Region.

Was macht gelebtes Unternehmertum aus?

Bettina Bister: Spaß und langfris­tiges Denken sind für mich Zeichen von Erfolg. Wichtig ist, dass Kunden, Mitarbeiter und Unternehmer zufrieden sind.

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