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Mit cooler Geschäftsidee gestartet

Einmal frieren, bitte: In Gödersdorf bei Villach ist der Firmensitz von Panacool. Das Unternehmen ist eine der wenigen Firmen in Europa, die Kältekammern fertigen. Die Nachfrage nach Ganzkörper-Kyrotherapien ist groß, Eigentümer sind Jakob Hraschan und Manfred Pesek.

Birgit Sacherer
Manfred Pesek und Jakob Hraschan sind stolz auf ihre Neuentwicklung, die Panacool- Kältekabine. Aktuell liegt die Marktabdeckung in Europa bei sechs Prozent.
© Peter Just Manfred Pesek und Jakob Hraschan sind stolz auf ihre Neuentwicklung, die Panacool- Kältekabine. Aktuell liegt die Marktabdeckung in Europa bei sechs Prozent.
Die Kindheit hat Jakob Hraschan sehr geprägt. Aus einer Arbeiterfamilie stammend, hat der ehemalige Kärntner Tischtennismeister den Beruf des Elektrotechnikers erlernt und ist durch eine ausgezeichnete Lehrlingsschule gegangen. „Es war die beste Schule des Lebens“, blickt er immer wieder gerne auf diese Zeit zurück. Mit Fleiß und Ausdauer hat der passionierte Tennisspieler beruflich sehr viel erreicht. Firmen wurden gegründet und wieder verkauft. Sein jüngstes Baby, wie er sagt, ist Panacool. Die Firma mit Sitz in Gödersdorf bei Villach, im Eigentum von Jakob Hraschan und seinem Geschäftspartner Manfred Pesek, bringt Kältekammern auf den Markt. „Seit Jahrhunderten wird die Kälte gezielt medizinisch eingesetzt, die Ganzkörper-Kälte-Therapie, auch Kyrotherapie genannt, gewann in den vergangenen Jahren mehr und mehr Aufmerksamkeit“, erklärt Hraschan. Bis die erste Panacool-Kältekammer einsatzbereit war, arbeitete ein Forschungsteam, bestehend aus Medizinern, Medizintechnikern, Digitalisierungs- und Dämmspezialisten daran, ein eigenes Panacool Ganzkörper-Kältekabinenprogramm nach den neuesten technischen Erkenntnissen Wirklichkeit werden zu lassen. Mit dem Ziel, die anerkannte und sichere Ganzkörper-Kältetherapie mit neuen Technologien und Digitalisierungsmechanismen international zu etablieren. 
„Ehe es in die eiskalte Kammer geht, harrt man gut 30 Sekunden in der Vorkammer bei minus 30 Grad aus, diese Zeit dient der Verdampfung der Restfeuchtigkeit auf der Haut“, so Hraschan und erklärt weiters: „Danach geht es  für drei Minuten in die kalte Minus-110-Grad-Kammer – am bes-ten im Badeoutfit samt Mundschutz, Haube, Schal, Handschuhen und Schuhen.“ Da die Luft sehr trocken ist, hält man die Kälte sehr gut aus. 
Nach Gödersdorf selbst werden verschiedenste Hightechteile, vor allem sind es deutsche Technologien, aus aller Welt geliefert und zusammengebaut. Auch Firmen aus Österreich sind Zulieferer. 

Frieren ist ein Markt mit viel Potenzial

Frieren für die Gesundheit mag auf den ersten Blick recht seltsam klingen, doch Kältekammern erfreuen sich in letzter Zeit großer Beliebtheit. Schauspieler und Spitzensportler schätzen diese Behandlung. „Das Geschäft mit der Kälte ist ein Markt mit sehr viel Potenzial, die Marktabde-ckung in Europa liegt erst bei sechs Prozent. Da ist noch viel Luft nach oben. Wir bekommen sehr viele internationale Anfragen. In Kärnten haben wir schon sehr viele Kabinen verkauft“, verrät Manfred Pesek. Am Firmenstandort kann das Produkt in einem ­eigenen Schauraum getestet werden. „Neben der Rheumatologie und Schmerztherapie wird die Behandlung inzwischen auch bei vielen anderen Krankheitsbildern eingesetzt. Im Spitzensport kommen zwecks schnellerer Regeneration Kältekammern vermehrt zum Einsatz“, weiß Hraschan. 
Neben Gesundheits- und Reha-Zentren interessieren sich auch immer mehr Hotels für eine solche Kammer. In Deutschland werde diese Behandlungsform bereits von der Krankenkasse übernommen, in Österreich sei man davon noch ein wenig entfernt. 
Seit Corona gebe es ein viel stärkeres Bewusstsein, was die Gesundheit und Vorsorge betrifft. Immer mehr Menschen wollen sich und ihrem Körper etwas Gutes tun. „Medical Wellness“ ist im Kommen und solche Behandlungen bieten einen enormen Mehrwert für Betriebe, die es anbieten. Denn: „Die Ganzkörper-Kältetherapie ist auch für Gesundheits-Resorts und Wellness-Hotels eine gute Gelegenheit, um Gäste und Kunden aus dem regionalen Umfeld zu gewinnen“, so Hraschan. 

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