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Meisterhaft aus der Corona-Krise

556 Menschen – um 16 % mehr als im bisherigen Rekordjahr 2019 - haben in Kärnten im Vorjahr trotz der Corona-Pandemie eine Meister- oder Befähigungsprüfung absolviert. Gestern wurden sie von WKK-Präsident Jürgen Mandl in feierlichem Rahmen geehrt.

Jürgen Mandl und Chiara Feichtner mit Meisterbrief
© WKK/Foto Vaschauner 556 Menschen absolvierten eine Meister- oder Befähigungsprüfung: Chiara Feichtner war eine davon. WK-Präsident Jürgen Mandl überreichte der Friseurmeisterin ihre Urkunde.

Generation Corona? Im Zusammenhang mit den höchsten beruflichen Bildungsabschlüssen gibt es darauf eine eindeutige Antwort: Nein! Das beweisen die jüngsten Zahlen. Im Vorjahr haben sich ungeachtet aller Herausforderungen und Widrigkeiten mit 556 Personen mehr denn je der schwierigen Aufgabe gestellt und ihre Meister- oder Befähigungsprüfungen erfolgreich abgelegt. Für Wirtschaftskammerpräsident Jürgen Mandl war es nach zwei Jahren Corona bedingter Absenz eine besondere Freude, den frischgebackenen Meisterinnen und Meistern und Absolventinnen und Absolventen von Befähigungsprüfungen am 27. April im Casineum Velden ihre Meisterbriefe und Urkunden wieder persönlich überreichen zu können.

Vorbilder für die nächste Generation

„Alle Absolventinnen und Absolventen sind Vorbilder, denn sie sind es, die neue Maßstäbe setzen. Sie verfügen über großes Engagement und Know-how sowie die erforderliche Hingabe – alles Eigenschaften, die derzeit gefragt sind wie nie“, führte Jürgen Mandl in seiner Laudatio aus. Beeindruckt von der immensen Weiterbildungsbereitschaft der Kärntnerinnen und Kärntner hob er zudem die große Bedeutung der Meister- und Befähigungsprüfungen hervor. „Alle haben eine weltweit anerkannte Ausbildung auf höchstem Niveau absolviert. Sie geben ihr Wissen an die nächste Generation weiter und stehen sinnbildlich für Qualität im Handwerk oder in der Dienstleistung, solche Menschen sind das Um und Auf für unseren Wirtschaftsstandort“, so Jürgen Mandl weiter. Eine Event-Styling Präsentation der Friseurmeisterinnen und Friseurmeister sowie ein kurzweiliger und animierender Motivationsvortrag von Cristián Gálvezrundeten den Abend ab.

Spitzenreiter bei den Prüfungen

Spitzenreiter bei den Absolventinnen und Absolventen von Meisterprüfungen (alle Module abgelegt) sind: Kraftfahrzeugtechnik (22), Friseur und Perückenmacher (19), Metalltechnik für Metall- und Maschinenbau (11), Oberflächentechnik (9), Fleischer und Maler und Anstreicher (je 8).

Bei den Befähigungsprüfungen weisen Versicherungsvermittlung in der Form Versicherungsagent (88), Immobilientreuhänder (Immobilienmakler) (66), Gewerbliche Vermögensberatung (57), Immobilientreuhänder (Bauträger) (53) und Gastgewerbe (50) die höchsten Absolventenzahlen auf. Die Absolventinnen und Absolventen verteilen sich auf 28 verschiedene Gewerbe; 67 Prozent sind Männer, 33 Prozent Frauen.

Auf geht's in die Selbstständigkeit

Meister- und Befähigungsprüfungen sind das beste Rüstzeug für die Selbstständigkeit oder für eine Führungsposition in einem Unternehmen, da neben dem fachlichen Können auch betriebswirtschaftliche und rechtliche Grundlagen sowie vielfach die Qualifikation zum Ausbilden von Lehrlingen nachgewiesen werden. Die Erfolgsquote bei den Prüfungen liegt bei 77 Prozent, 22 Prozent davon haben mit Auszeichnung bestanden. Rund die Hälfte der Absolventinnen und Absolventen der vergangenen fünf Jahre hat mittlerweile ein Unternehmen gegründet, beschäftigt Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und trägt somit wesentlich zum Wohlstand unserer Gesellschaft bei.

Siegel "Meisterbetrieb" als Qualitätsmerkmal

Bereits seit 2009 haben Meisterbetriebe das Recht, das Siegel "Meisterbetrieb" als für die Kunden sichtbares Qualitätsmerkmal zu führen. Mit 1. Jänner 2018 wurde für die Absolventen von Befähigungsprüfungen ebenfalls ein derartiges Qualitätsmerkmal geschaffen. Sie dürfen seit damals bei der Namensführung, bei der Bezeichnung der Betriebsstätte und bei ihrer Berufsbezeichnung den Begriff "staatlich geprüft (er/e)" verwenden. Die 2018 vorgenommene Zuordnung der Meisterprüfungen auf der Stufe 6 des Nationalen Qualifikationsrahmens, auf der auch der Bachelor angesiedelt ist, belegt den Anspruch, der an die Absolventen gestellt wird und die Wertigkeit sowie das hohe Niveau der Ausbildungen. Abgerundet wird die längst fällige Aufwertung der beruflichen Ausbildung durch das seit August 2020 bestehende Recht, den Meistertitel auch offiziell in Dokumente eintragen zu dürfen und durch die kürzlich geschaffenen Grundlagen für die sogenannte „Höhere Berufsbildung“. Mit dieser wird in Österreich ein eigenständiger berufspraktischer Bildungspfad geschaffen, der nahtlos an die Lehre anschließt und gleichwertig zum schulisch-akademischen verläuft.

Rückfragen:
Wirtschaftskammer Kärnten
Meisterprüfungsstelle
Mag. Benno Tosoni
T 05 90 90 4 - 850
E benno.tosoni@wkk.or.at

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