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Mehr Sicherheit für Betriebe: Land Kärnten und Wirtschaftskammer fördern Cyber-Security

Verbrecherische Attacken auf Unternehmen über das Internet nehmen stark zu. Die Folgen von Cyberkriminalität kosten die Wirtschaft inzwischen jährlich Milliardenbeträge. Ein neues Fördermodell soll ab sofort die IT-Sicherheit in Kärnten verbessern.

Setzen sich mit einer Förderung für mehr Cyber-Sicherheit in Kärntens Betrieben ein: Spartenobmann Martin Zandonella und Landesrat Sebastian Schuschnig.
© WKK/Peter Just Setzen sich mit einer Förderung für mehr Cyber-Sicherheit in Kärntens Betrieben ein: Spartenobmann Martin Zandonella und Landesrat Sebastian Schuschnig
Weltweit steigen die Fälle von Cybercrime, auch Österreich ist davon betroffen. Die Angriffsszenarien werden technisch immer raffinierter. Der Fortschritt in der IT verändert auch permanent die Art und Qualität der eingesetzten Tatmittel. Darüber hinaus begünstigen die Möglichkeiten der Anonymisierung, der Verschlüsselung und die unbegrenzte Verfügbarkeit des Internet die Verbreitung von Cybercrime massiv. „Das Darknet hat die Entstehung krimineller Dienstleister begünstigt und beschleunigt. Die Entwickler dieser kriminellen Tools ermöglichen damit die Durchführung von Cybercrime-Attacken für praktisch jedermann“, berichtete Martin Zandonella, Obmann der Sparte Information und Consulting und IT-Experte, beim heutigen Pressegespräch mit Landesrat Sebastian Schuschnig. 
 

Die Pandemie hat der Digitalisierung einen enormen Schub gegeben. „Das ist einerseits positiv, da sich viele Betriebe mit ihrer Präsenz im Web und der Modernisierung ihrer Prozesse beschäftigt haben. Andererseits werden dadurch neue Gefahrenquellen für Kriminalität geöffnet. Gerade die Zunahme der Homeoffice-Aktivitäten birgt großes Potenzial für Angriffe“, gab Landesrat Schuschnig zu bedenken. Eine aktuelle Studie des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV) zeigt, dass 2019 80 Prozent der befragten KMU in Österreich in den letzten Jahren Ziel von Cyberangriffen waren. Tatsächlich einen Schaden erlitten haben im Jahr 2019 39 Prozent, das ist eine Steigerung um fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr 2018. Noch deutlicher wird der Anstieg im Jahr 2020: Mit 35.915 Anzeigen wurde eine Zunahme von 26,3 Prozent verzeichnet (2019: 28.439). Cybercrime-Delikte wie Hacking, Datenbeschädigung oder -fälschung und der Datenverarbeitungsmissbrauch sind um fast 70 Prozent gestiegen. 

Schäden für KMU enorm 

Der Mehrheit der betroffenen Unternehmen, die in der KFV-Studie auch einen finanziellen Verlust beziffern konnten oder wollten, entstanden jeweils Schäden zwischen 130 und 10.000 Euro, wobei einige der Befragten Gesamtschäden von sogar bis zu 150.000 Euroangaben. Mit zunehmender Unternehmensgröße steigt allerdings auch der realisierte Schaden. Gerade Klein- und Mittelunternehmen bemerken häufig gar nicht, dass sie Opfer von Cybercrime geworden sind. „Neben zu geringen technischen Sicherheitsmaßnahmen ist das fehlende Risikobewusstsein – und somit die Schwachstelle Mensch – der Hauptgrund für erfolgreiche Cyberangriffe“, zeigteSchuschnig auf. Fehlendes Risikobewusstsein, Unaufmerksamkeit und lascher Umgang mit sensiblen Daten stehen dabei im Mittelpunkt. 

Neue Förderung „Mit Sicherheit durchstarten!

Um die IT-Sicherheit in Kärnten zu verbessern und Cyberangriffe am besten bereits im Keim zu ersticken, bietet die Landesabteilung 7 - Wirtschaft, Tourismus und Mobilität von Landesrat Sebastian Schuschnig in Zusammenarbeit mit der Fachgruppe UBIT und der Wirtschaftskammer Kärnten ein neues Fördermodell an. Die Abwicklung ist einfach: Die Unterstützung erfolgt im Rahmen eines nicht rückzahlbaren Förderzuschusses in Höhe von 300 Euro an Kärntner EPU und KMU für einen erteilten Auftrag im Bereich Cyber-Security in Höhe von mindestens 1000 Euro an einen Mitgliedsbetrieb der Fachgruppe UBIT. Bei einer Rechnung in der Höhe von mindestens 1500 Euro bekommt der Betrieb 500 Euro erstattet. Das Budget der Förderaktion beträgt 60.000 Euro, die nach dem first-come-first-served-Prinzip vergeben werden. Der Antrag erfolgt ab sofort über ein Formular auf der Homepage der WKK, dort sind auch die genauen Förderrichtlinien zu finden. Die Aktion läuft, solange das Budget reicht, längstens aber bis 31.3.2022. 

Pandemie im Netz

Im schlimmsten Fall können Cyberangriffe eine Pandemie im Netz auslösen und zu einem Blackout führen. „Innerhalb von zwei bis drei Tagen können gezielte Attacken ein Fiasko anrichten und einen gebietsweisen Blackout, sprich den Zusammenbruch der Stromversorgung oder Lieferketten, auslösen“, warnte Spartenobmann Zandonella und zeigte die Parallelen zwischen Gesundheits- und IT-Bereich auf: „Cyber-Security funktioniert ähnlich wie der Schutz in einer Pandemie. Das wichtigste Tool ,Impfen‘ sind bei uns Updates. Manche davon müssen sogar täglich durchgeführt werden. Beim ,Desinfizieren‘ sprechen wir von Virenschutzprogrammen. Abstand halten wir online am besten durch Firewalls. Den Hausverstand schalten wir durch regelmäßige Schulungen ein und sollte es auf die ,Intensivstation‘ zusteuern, sollte man Notfallpläne, Daten-Backups und die Nummer der Cyber-Security-Hotline griffbereit haben.“
 
WK Cyber-Security-Hotline: 0800 888 133

Unter dieser Nummer stehen IT-Experten WKO-Mitgliedern kostenlos mit Rat und Tat zur Seite.

Rückfragen:
Wirtschaftskammer Kärnten
Sparte Information und Consulting
Kurt Wolf
T 05 90 904 - 760
E kurt.wolf@wkk.or.at

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