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Mandl: Neue Raumordnung gefährdet Nahversorgung

Positive Ansätze, aber der Teufel steckt im Detail: Die Wirtschaftskammer schlägt eine neue Verhandlungsrunde zum neuen Kärntner Raumordnungsgesetz vor.

WKK-Präsident Jürgen Mandl
© WKK/Bauer

Auf viel Zustimmung stößt das derzeit heiß diskutierte neue Kärntner Raumordnungsgesetz bei der Wirtschaft. WK-Präsident Jürgen Mandl begrüßt den Versuch, durch ein neues Raumordnungsrecht die bestehenden Probleme wie große Baulandreserven, fehlende Baulandmobilität, starke Zersiedelung der Landschaft und ausufernde EKZ-Widmungen außerhalb von Siedlungsschwerpunkten in den Griff zu bekommen: „Von unserer Seite hat die Zielsetzung, die Zersiedelung der Landschaft zu vermeiden und die Siedlungsstruktur vorrangig nach innen zu entwickeln, volle Unterstützung.“

Orts- und Stadtkernregelung ist Gefahr für Talschaften

Keine Zustimmung gibt es allerdings zur geplanten Orts- und Stadtkernregelung. Mandl: „Die geplante Möglichkeit, in jeder Gemeinde innerörtliche Orts- und Stadtkerngebiete festzulegen, in denen uneingeschränkt Einkaufszentren errichtet werden dürfen, widerspricht der Intention des Landes, die zentralen Orte und ihre zentralräumlichen Versorgungsaufgaben zu stärken. Dieser Vorschlag gefährdet die bestehende Nahversorgung ganzer Talschaften und Regionen.“ Im Gegensatz zu den derzeit festgelegten 33 zentralen Orten würden durch den vorliegenden Entwurf weitere 99 Gemeindezentren entstehen, in denen uneingeschränkt Einkaufszentren errichtet werden dürfen. Die Wirtschaftskammer befürchtet nun, dass viele Bürgermeister und Gemeinden den Versuchungen und Angeboten von Projektentwicklern nicht widerstehen würden können und die Orts- und Stadtkerne so definieren würden, dass die Errichtung von neuen EKZ möglich wäre. Mandl: „Im Fokus sind Gemeinden in verkehrstechnisch günstigen Lagen wie etwa Lurnfeld oder Magdalensberg, wo durch die geschickte Ausweisung eines Ortskerns und die folgende Errichtung großer Lebensmitteleinkaufszentren mit mehr als 1000 Quadratmetern Verkaufsfläche die bestehende Nahversorgung des Möll- bzw. Görtschitztals gefährdet wäre.“

Raumordnung schränkt Wachstum der Ortsteile ein

Alle demografischen Prognosen würden darauf hindeuten, dass in Kärnten der Zentralraum – und hier insbesondere die Oberzentren Klagenfurt und Villach – weiterhin wachsen werde, während es in den peripheren Gebieten zu teilweise massiven Bevölkerungsabwanderungen komme. Insofern sei es unverständlich, warum in Klagenfurt und Villach nur ein definierter Orts- und Stadtkern vorgesehen sei, was den stark wachsenden Ortsteilen wie Viktring, Waidmannsdorf, Welzenegg, Harbach etc. weitere Entwicklungsmöglichkeiten für EKZ verwehre. Gleichzeitig sei aber zusätzlichen Einkaufsflächen in den Umlandgemeinden wie Ebenthal, Poggersdorf, Magdalensberg oder Krumpendorf Tür und Tor geöffnet. Mandl: „Die vorliegende neue Raumordnung beinhaltet viele gute und aus unserer Sicht richtige Ansätze. Wir schlagen daher vor, die ebenfalls bestehenden Schwachstellen durch eine neuerliche Gesprächsrunde zu optimieren, zu der wir uns gerne anbieten.“

Rückfragen:
Wirtschaftskammer Kärnten
Dipl.-Ing. Gerhard Genser
T 05 90 90 4 - 220
Egerhard.genser@wkk.or.at

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