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Mandl: Lichtschalterpolitik muss ein Ende haben

Dritter Lockdown bis 17. Jänner würde Betriebe mit voller Wucht treffen. Wirtschaft fordert klaren Fahrplan zum Öffnen und Offenhalten.

WK-Präsident Jürgen Mandl
© WKK/Bauer

Klare Worte fand am Freitagnachmittag vor der entscheidenden Runde der Bundespolitik mit den Landeshauptleuten, aber nach Bekanntwerden erster Details des neuerlichen Lockdowns Kärntens Wirtschaftskammerpräsident Jürgen Mandl. Er verlangt einen verlässlichen Fahrplan der Politik für die kommenden Wochen und Monate. „Die Wirtschaft hat seit dem Ausbruch der Pandemie in beispielhafter Kooperationsbereitschaft alles in ihrer Macht Stehende getan, um die Strategie der Politik zu unterstützen. Alle betroffenen Branchen haben mit umfassenden Sicherheits- und Präventionskonzepten ihre Hausaufgaben erfüllt. Ein nochmaliger, noch dazu verlängerter Lockdown, wie er sich jetzt abzeichnet, trifft uns mit voller Wucht. Jetzt brauchen wir Klarheit und Perspektive, wann wer öffnen und dann auch offenhalten kann.“ 

Ende des Stop & Go

Nach der Wirtschaft sei jetzt die Gesundheitspolitik dringend gefordert, das Stop & Go der vergangenen neun Monate mit einem nachvollziehbaren und klaren Fahrplan zu beenden. Mandl: „Man kann die heimische Wirtschaft nicht mit dem Lichtschalter ein- und ausschalten. Jetzt gehören endlich klare Vorschläge auf den Tisch, wie wir diese Situation sowohl medizinisch als auch wirtschaftlich überstehen.“

Aus Mandl Sicht ist völlig klar, dass auch und besonders in einem dreiwöchigen Lockdown über den Jahreswechsel der Bewegung im Freien und an der frischen Luft eine besondere Bedeutung zukomme. Deshalb müssten Freiluftsportarten wie Skifahren, Eislaufen oder Rodeln auch weiterhin möglich sein. Mandl: „Die Seilbahnen haben in den vergangenen Wochen mit großem Aufwand entsprechende Präventionskonzepte erarbeitet, die auch mit den politischen Entscheidungsträgern abgestimmt worden sind. Ich erwarte von der Bundes- und Landesregierung, den Bürgern, aber auch den Unternehmern diese Gelegenheit in einer ohnehin sehr eingeschränkten Zeit nicht zu nehmen.“

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