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Mandl: Flexibel ist gut

WK-Präsident ruft zur Mäßigung im Streit um flexiblere Arbeitszeiten auf: Was in ganz Europa normal sei, solle nicht in Österreich zum Untergang des Abendlandes hochstilisiert werden.

WK-Rräsident Jürgen Mandl
© WKK/Bauer
Eine Versachlichung der Debatte um flexiblere Arbeitszeiten und eine "Abrüstung der Sprache" hat heute Kärntens Wirtschaftskammerpräsident Jürgen Mandl angeregt. Viele europäische Staaten hätten heute schon beweglichere Arbeitszeitregelungen als Österreich, deshalb sei die öffentliche Diskussion hierzulande völlig übertrieben. Mandl: "Das zeigt sich wohl am besten daran, dass die ÖBB-Gewerkschafter am Montag dagegen gestreikt haben, dass ausnahmsweise zwölf Stunden gearbeitet werden kann, obwohl ausgerechnet unter dem heutigen SPÖ-Chef Kern für die ÖBB bis zu 15 Stunden Maximalarbeitszeit vereinbart worden sind."

Faktum sei, dass sowohl der Acht-Stunden-Tag als auch die 40-Stunden-Woche als Normalarbeitszeit erhalten bleiben würden. Mandl appellierte an die Gewerkschaft, die derzeit gut ausgelasteten Betriebe nicht durch völlig unbegründete Maßnahmen wie etwa Betriebsversammlungen zu belasten und auf plumpe Drohungen für die Herbstlohnrunden zu verzichten. "Die betriebliche Realität vor allem im Mittelstand schaut völlig anders aus, da gibt es ein Miteinander von Unternehmer und Mitarbeitern. Hier helfen flexiblere Arbeitszeitregelungen, zu legalisieren, was vielerorts heute schon gelebte Praxis ist. Flexibel ist gut", unterstrich Mandl.

Statt ausufernder Konflikte und einer künstlichen Wiederbelebung des längst überwundenen Klassenkampfs setzt Mandl auf eine starke Sozialpartnerschaft, die sich zu einer Zukunftspartnerschaft entwickeln müsse: "Wir sollten Lösungen für die großen Herausforderungen wie die Digitalisierung oder den Fachkräftemangel erarbeiten und in einem vernünftigen Einvernehmen die Politik dabei unterstützen, kluge Regelungen für Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu finden. Das ist unsere Aufgabe und nicht der Stellvertreterkrieg für die politische Situation auf Bundesebene."

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