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Mandl: „Veränderung“ bedeutet neue Einstellung zur Wirtschaft

Wahlergebnis ist kein Rechtsruck, sondern Sieg der Vernunft: WK-Präsident will mehr Unternehmerfreundlichkeit in Österreich auf Grundlage des WKÖ-Programms ZUKUNFT|WIRTSCHAFT.

Wirtschaftskammer-Präsident Jürgen Mandl
© WKK

Am „Tag danach“ meldet sich Kärntens Wirtschaftskammerpräsident Jürgen Mandl zu Wort. Die große Mehrheit der Österreicherinnen und Österreicher habe bei der historischen Nationalratswahl für eine Veränderung votiert und ihre Stimme für den Aufbruch in eine neue Zeit abgegeben. Mandl: „Sehr viele Menschen – und beileibe nicht nur Unternehmer – haben das Gefühl, in Regelungen, Vorschriften und Bürokratie zu ersticken. Deshalb haben sie den Aufbruch gewählt, und dieser Aufbruch muss auch bei der politischen Gesinnung gegenüber den Unternehmerinnen und Unternehmern dieses Landes seinen Anfang nehmen."

Staat auf passendes Maß zurückstutzen

Mandl wies vor allem Spekulationen von Wahlverlierern und Medien zurück, wonach es sich beim Votum für ÖVP und FPÖ um einen Rechtsruck in Österreich handle: „Hier geht es nicht um rechts und links, nicht um neoliberal oder sozial, sondern einfach um vernünftig oder unvernünftig.“ Wenn der Staat über seine ursprünglichen Aufgaben soweit hinausgewuchert sei, dass er drohe, seine Bürger finanziell und durch seine Regelungswut zu erdrücken, dann müsse man ihn auf das gesellschaftlich passende Maß zurückstutzen.

Unternehmen sind Urheber von Wohlstand

Den Unternehmern als Grundlage für Arbeit und Einkommen komme dabei eine besondere Rolle zu, ist Mandl überzeugt: „Veränderung bedeutet auch eine neue Einstellung: Politik und Gesellschaft muss von der ursächlichen Bedeutung des Unternehmers und der Wirtschaft stärker überzeugt sein. Denn nur die Wirtschaft – das sind die Unternehmer und ihre Mitarbeiter – schafft Arbeit, Einkommen und damit die Steuern und Abgaben, die der Staat für die Erfüllung seiner vielfältigen Aufgaben von der Gesundheit über die Bildung und die Infrastruktur bis zur sozialen Absicherung braucht. Dass übrigens auch internationale Konzerne ihren gerechten Beitrag zu leisten haben, steht für mich völlig außer Frage.“

Grundprogramm der WKÖ Zukunft|Wirtschaft Österreich 2015-2020
© WKÖ

WKÖ-Programm ernst nehmen und umsetzen

Nur durch eine neue Unternehmergesinnung könne man die Basis des breiten Wohlstandes in Österreich langfristig absichern, unterstrich Mandl. Deshalb sei die möglichst weit gehende Übernahme des WKÖ-Standortprogramms für die Jahre bis 2020 ins künftige Regierungsprogramm von besonderer Wichtigkeit. Mandl: „Das ist nicht irgendein beliebiger Forderungskatalog, das sind die zusammengefassten Bedürfnisse von 490.000 Unternehmen in Österreich. Bitte, liebe Politik, nimm dieses Programm ernst und setze es um, zum Wohle des gesamten Staates.“

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