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Mandl: "Unternehmen sorgen für Wohlstand, nicht die Gemeinden!"

In einem offenen Brief widerspricht WK-Präsident Mandl LAbg. Bgm. Andreas Scherwitzl: Unternehmer und nicht Gemeinden sind die Garanten für Wohlstand und soziale Sicherheit.

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Der offene Brief im Wortlaut:

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

in Ihrem Kommentar (bezahlte Anzeige der SPÖ vom 23.02.2017) behaupten Sie, die Gemeinden seien das Rückgrat für Demokratie und Wirtschaft. Beim einen gebe ich Ihnen Recht: Die Gemeinden sind eine wichtige gesellschaftspolitische Einrichtung, die Bürgermeister demokratisch legitimiert und viele Gemeinden organisieren hervorragend das Zusammenleben in unseren kleinsten Verwaltungseinheiten.

Völlig auf dem Holzweg befinden Sie sich allerdings, was die Wirtschaft anlangt. Die Gemeinden sind es nicht, die unseren hohen Lebensstandard und den Wohlstand in Kärnten sichern, und sie schaffen auch keine Arbeitsplätze. Gemeinden sind nur in der Lage, einen Beitrag zu Lebensqualität und Wohlstand zu leisten, wenn sie über Steuermittel verfügen - die allerdings ausschließlich durch erfolgreiche Unternehmen entstehen. So gesehen sind die 35.000 Unternehmer, die 185.000 Arbeitsplätze in Kärnten schaffen, die wahren Garanten für Einkommen und Wohlstand im Lande, die damit für Sicherheit und sozialen Frieden sorgen.
LAbg. Bgm. Andreas Scherwitzl


Darüber hinaus bilden die Unternehmen im Land auch rund 8.000 Lehrlinge aus, erwirtschaften einen Exportüberschuss von mehr als einer Milliarde Euro und bezahlen jährlich Löhne und Gehälter in der Höhe von knapp 20 Milliarden Euro. Ohne diese Leistungen der Unternehmer und die Steuern der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und die kommunalen Abgaben der Bürger hätten die Gemeinden keine öffentlichen Mittel, um die Kinderbetreuung zu organisieren, Schulen zu erhalten, die Gemeindestraßen zu betreuen oder die Abwasser- und Müllentsorgung zu organisieren.

Entschieden widersprechen möchte ich auch Ihrer Behauptung, die Gemeinden wären die größten Investoren im Land. Laut Eurostat entfallen 87 Prozent aller Investitionen auf Privatinitiativen und lediglich 13 Prozent auf die öffentliche Hand. So investieren die heimischen Betriebe jährlich rund zwei Milliarden Euro in ihre Unternehmungen und stecken knapp 600 Millionen Euro in Forschung und Entwicklung.

Es sind also die heimischen Unternehmerinnen und Unternehmer, die ursächlich für den Wohlstand im Lande sind und die direkt oder indirekt dafür sorgen, dass die öffentliche Hand die nötigen Steuermittel erhält, um ihre Aufgaben zu erledigen. Bitte unterstützen Sie daher die Kärntner Wirtschaft in Ihrem Amt als Bürgermeister und im Kärntner Landtag, damit Unternehmer sein wieder Freude macht.

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