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Mandl kritisiert Gleichstellung von Arbeitern und Angestellten

Nächtlicher politischer Amoklauf im Wahlaffekt wird sich in den Lohnabschlüssen und in der AMS-Statistik niederschlagen, prophezeit der Kärntner WK-Präsident.

Wirtschaftskammer-Präsident Jürgen Mandl
© WKK/fritzpress

Heftige Kritik an der gestern Nacht von SPÖ, FPÖ und Grünen im Nationalrat beschlossenen Gleichstellung von Arbeitern und Angestellten übt heute Kärntens Wirtschaftskammerpräsident Jürgen Mandl. Er bezeichnete die Entscheidung als politisches Imponiergehabe auf dem Rücken der Unternehmer, die diese krasse Fehlentscheidung jetzt auszubaden hätten. Mandl: „Das kommt dabei heraus, wenn sich rote, blaue und grüne Sozialisten mit wirtschaftlichen Angelegenheiten befassen. Der Schaden für viele Unternehmen und den Wirtschaftsstandort insgesamt ist dabei noch gar nicht absehbar.“

Dieser politische Amoklauf wenige Tage vor der Wahl sei umso irritierender, als wesentliche Vertreter der Wirtschaft - vor allem aus Industrie, Bauwirtschaft und Tourismus – vor den Folgen einer solchen Nacht-und-Nebel-Abstimmung gewarnt hätten. Anstatt das zarte Pflänzchen der Konjunktur sorgsam zu pflegen, damit sich daraus ein nachhaltiger Aufschwung entwickeln könne, hätten die betroffenen Parteien jegliches Verantwortungsgefühl aus parteitaktischen Gründen über Bord geworfen. „Die Konsequenzen ihrer politischen Kurzschlusshandlung im Wahlaffekt werden die Damen und Herren Abgeordneten schon in Kürze an den Lohnabschlüssen und in der Arbeitslosenstatistik ablesen können. Nachdem aber sehr viele in den bestens abgesicherten politischen Ruhestand wechseln, wird ihnen das völlig egal sein. Den Betroffenen wahrscheinlich weniger“, kritisiert Mandl. 

Mandl betonte, auch er trete für eine Angleichung von Arbeitern und Angestellten ein, jedoch nach einer angemessenen Nachdenk- und Planungsphase auf Ebene der Sozialpartner: „Dort sitzen auf Arbeitgeber- wie auch Arbeitnehmerseite die Fachleute, denen man solche Entscheidungen überlassen sollte – nicht wildgewordenen Politikern im Endwahlkampfstress.“ Als besonders befremdlich bezeichnete Mandl den Umstand, dass zwar die Kosten der Angleichung für die öffentliche Hand überlegt worden seien: „Aber die rund 300 Millionen, die die Wirtschaft zahlen muss, waren nicht einmal ein Diskussionspunkt.“

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