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Mandl gegen Karfreitagsfeiertag

Keine zusätzlichen Lohnnebenkosten für die Wirtschaft: WK-Präsident lehnt zusätzlichen Feiertag - auch halbtags - ab.

WK-Präsident Jürgen Mandl.
© WKK/fritzpress
Strikt gegen einen halben Feiertag am Karfreitag sprach sich heute Kärntens Wirtschaftskammerpräsident Jürgen Mandl aus. Die österreichische Wirtschaft stehe zu den 13 bestehenden Feiertagen und betrachte diese Entgeltfortzahlung ohne Arbeitsleistung als einen ihrer namhaften Beiträge zum einem gedeihlichen Miteinander. „Damit sind wir im Feiertagsvergleich ohnehin ganz weit vorne, weitere Nachteile im Wettbewerb durch erhöhte Lohnnebenkosten wollen und können wir uns nicht leisten“, unterstrich Mandl.

Es sei über die bestehenden Regelungen hinaus nicht Aufgabe der Unternehmen, die persönliche Religionsausübung ihrer Mitarbeiter zu finanzieren. Mandl: „Wenn jemandem dieser christliche Feiertag persönlich wichtig ist – ist es da tatsächlich völlig unzumutbar, sich Urlaub oder Zeitausgleich zu nehmen?“ Die Betriebe würden sich ohnehin bereits jetzt in hohem Ausmaß in soziale Aufgaben einbringen, betonte Mandl: „Wenn sich jemand privat ernsthaft verletzt – auch beim Downhill, beim Extremschifahren oder Klettern, also in riskanten Sportarten, dann zahlt der Betrieb 42 Tage lang den Lohn des Mitarbeiters im Krankenstand weiter. Erst dann übernimmt die Krankenkasse die Lohnfortzahlung.“

Auch andere, meist der „öffentlichen Hand“ zugerechnete Sozialleistung wie die Familienbeihilfe würden zum größten Teil die Unternehmer über den Dienstgeberbeitrag zum Familienlastenausgleichsfonds bezahlen. Mandl: „Wir Unternehmer sind die Letzten, die sich aus ihrer gesellschaftlichen Verantwortung davonstehlen wollen. Ich stehe dazu, dass wir eine besondere Rolle im Gemeinwesen einnehmen und unseren Beitrag dazu leisten, dass wir nicht nur ein attraktiver Wirtschaftsstandort, sondern vor allem ein herausragender Lebensstandort sind. Aber bei jeder Neueinreichung im politischen Ideenwettbewerb automatisch die Unternehmer zur Kasse bitten zu wollen – damit muss ein für alle Mal Schluss sein!“

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