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Mandl begrüßt „große Entlastung für kleine Unternehmen“

Die Wirtschaft reagiert erfreut auf die gestern beschlossene erste Etappe der Steuerreform: Schon ab 2020 ersparen sich kleinere Kärntner Betriebe rund sieben Millionen Euro an Steuern pro Jahr.

WKK-Präsident Jürgen Mandl
© WKK/Bauer

Als wichtigen Entlastungsschritt vor allem für kleinere Unternehmen bezeichnete heute Kärntens Wirtschaftskammerpräsident Jürgen Mandl die gestern im Nationalrat beschlossene erste Etappe jener Steuerreform, die noch von der vorherigen Bundesregierung geplant worden ist. Die Wirtschaftskammer habe durch beharrliche Verhandlungen erreichen können, dass noch vor der Nationalratswahl die Weichen für bürokratische und steuerliche Erleichterungen gestellt worden seien: Bereits 2020 treten die Reform- und Vereinfachungsmaßnahmen in Kraft.

Mandl sieht viele Vorteile im aktuellen Beschluss: „Die erste Etappe der Steuerreform bedeutet eine doppelte Entlastung für unsere Kleinbetriebe – einerseits bürokratisch und andererseits finanziell. Denn mindestens 50.000 Steuererklärungen müssen nicht mehr gemacht werden, unsere Unternehmer sparen sich in Summe rund eine Million Arbeitsstunden. Auch die leichtere Absetzbarkeit von kleinen Anschaffungen bis zu 800 Euro – etwa für Smartphones oder Drucker - befreit die heimischen Betriebe von sinnloser Bürokratie.“

Kleine und mittlere Unternehmen profitieren
Vor allem kleinen und mittleren Betrieben werden die gestern fixierten Maßnahmen zugutekommen. Denn damit entfallen rund 50.000 Einkommenssteuererklärungen. Das sind die konkreten Maßnahmen, die mit 1. Jänner 2020 in Kraft treten:
 

  • Erhöhung der Kleinunternehmergrenze: Befreiung von Umsatzsteuer-Erklärungen bis zu einem Jahresumsatz von 35.000 Euro
  • Einfachere Pauschalierung: Einkommenssteuererklärung, Wareneingangsbuch und Anlagenkartei fallen bei einem Jahresumsatz bis 35.000 Euro praktisch weg
  • Raschere steuerliche Absetzbarkeit von Anschaffungen bis 800 Euro
  • Senkung des Krankenversicherungsbeitrags


„Mich freut es sehr, dass es gelungen ist, diese Erleichterungen noch vor den Wahlen und den bevorstehenden Koalitionsverhandlungen zu beschließen, damit sie bereits im nächsten Jahr wirksam werden können“, erklärte Mandl. Die etwa 350.000 österreichischen KMU würden sich dadurch ein Steuervolumen von 75 Millionen Euro ersparen, auf die Kärntner Wirtschaft entfielen davon etwa sieben Millionen Euro an Entlastung.

Reform- und Entlastungskurs fortsetzen
Dennoch könnten die beschlossenen Maßnahmen – auch angesichts der konjunkturellen Entwicklung – nur ein Anfang sein. „Wir brauchen weitere Entlastungsschritte für alle Unternehmensgrößen, damit unsere Betriebe Wachstum und Wohlstand sicherstellen, Beschäftigung schaffen und in den Lebensstandort Kärnten investieren können. Die Kärntner Unternehmen und ihre Mitarbeiter brauchen Planungssicherheit“, betont Mandl die Wichtigkeit weiterer Reform- und Entlastungsmaßnahmen.

Die Wirtschaftskammer setzt sich daher weiter für die Umsetzung der bereits versprochenen Reform- und Entlastungsmaßnahmen ein:
 

  • Lohn- und Einkommensteuer senken – mehr Netto von Brutto für alle: „Das bringt eine Entlastung der Arbeitnehmer sowie vieler Unternehmer und stärkt die Kaufkraft.“
  • Anhebung des Basis-Gewinnfreibetrags: Die Bemessungsgrundlage für den Gewinnfreibetrag muss künftig von 30.000 auf 100.000 Euro erhöht werden. Mandl: „Das stärkt kleine und mittlere Unternehmen.“
  • KöSt senken: Mit 25 Prozent liegt der österreichische Körperschaftsteuersatz über dem europäischen Durchschnitt. Mandl: „Wir zahlen die achthöchste KöSt in Europa.“
  • Lohnnebenkosten senken: In dem Bereich hat die Wirtschaftskammer in den vergangenen fünf Jahren schon viel erreicht. Mandl: „Die Belastung muss mit der Senkung des Beitrags für den Insolvenzentgeltsicherungs-Fonds weiter reduziert werden.“
  • Investitionsfreibetrag: „Wir brauchen Freibeträge auf Investitionen in Gebäude, Fahrzeuge und Maschinen in Höhe von 20 Prozent“, betont Mandl. Bei Investitionen in Klima-und Umweltschutz soll der Fiskus 30 Prozent Freibetrag einräumen.

Unkomplizierte Mitarbeiter-Erfolgsbeteiligung: Mit einer steuerbegünstigten Mitarbeiter-Erfolgsbeteiligung können Arbeitnehmer unkompliziert von ihrem Einsatz profitieren. Mandl: „Eine gute Möglichkeit, um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu motivieren und die Identifikation mit dem Unternehmen zu stärken. Das ist in Zeiten des Fachkräftemangels das Um und Auf.“

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