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Mandl: Wo sind die Vorkehrungen für die Omikron-„Wand“?

Wirtschaft verlangt sofortige Notfallpläne für explodierende Infiziertenzahlen unter Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

WK-Präsident Jürgen Mandl
© WKK/Bauer

Unverständnis für Gesundheitsminister Mückstein und die gesamtstaatliche Covid-Krisenkoordination (GECKO) äußerte heute Kärntens Wirtschaftskammerpräsident Jürgen Mandl. Seit Wochen werde mit panischem Unterton vor einer von der Omikron-Variante ausgelösten Infektions-„Wand“ an Stelle der schon sattsam bekannten Welle gewarnt, notwendige Maßnahmen würden allerdings auf sich warten lassen. Mandl: „Wo bleiben die entsprechenden rechtlichen Vorkehrungen, mit denen sich auch die Unternehmen auf eine Vielzahl an erkrankten und vorübergehend nicht arbeitsfähigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einstellen können? Mir geht langsam das Verständnis aus für diesen behördlichen Alarmismus, der nicht weiterdenkt!“ 

Arbeitsrechtsänderungen notwendig

Wenn aufgrund starker Regenfälle eine Überflutung zu befürchten sei, müssten Sandsäcke gefüllt und Wasserleitsysteme errichtet werden. Das sei in der Pandemie ähnlich, betonte Mandl: „Die Wirtschaft besteht nicht nur aus Stromversorgern, Lebensmittelgeschäften und Tankstellen. Die Produktion muss auch in anderen Branchen weitergehen, so gut es eben möglich ist. Wo bleiben die rechtlichen Vorkehrungen für diese Situation?“ 

Das bedeute, dass jene Mitarbeiter, die nicht erkrankt seien, vorübergehend mehr zu erledigen haben würden, bis die Kolleginnen und Kollegen wieder gesund seien. „Aber dazu braucht es beispielsweise eine Lockerung der Arbeitszeitgrenzen, die zeitlich befristet ausgeweitet werden müssten, selbstverständlich verbunden mit Freiwilligkeit und entsprechender Überstundenabgeltung. Sonst steht jeder Unternehmer, der seinen Betrieb im Notprogramm weiterlaufen lässt, mit einem Fuß im Kriminal!“

Rechtsschutz und Entschädigung für Unternehmen

Darüber hinaus müsse rechtlich Vorsorge getroffen werden, dass - ähnlich Fällen höherer Gewalt – Pönalzahlungen aufgrund von Verzögerungen in Folge von Omikron-Infektionen unter der Belegschaft nicht schlagend würden. Weiters sei ein vorübergehendes Aussetzen von behördlichen Prüfungen notwendig, um die Betriebe nicht zusätzlich zu belasten. Gleichzeitig müsse auch sichergestellt werden, dass die nötigen Absonderungsbescheide umgehend ausgefolgt und entsprechende Entschädigungen zur Unterstützung der betrieblichen Liquidität rasch ausbezahlt würden. Mandl: „Die Wirtschaft hat jetzt fast zwei Jahre Coronakrise überstanden, hat alles mitgetragen, an vielem aktiv mitgewirkt. Unter diesen geänderten Umständen kann ich nur an die Verantwortlichen appellieren, diese bevorstehenden schwierigen nächsten Wochen mit behördlichem Augenmaß zu einem guten Ende zu bringen.“ 

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