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Mandl: EU-Hilfen für Kärntner Wirtschaft anzapfen

Bis zu 300 Millionen Euro an EU-Finanzierungsinstrumente zur Eigenkapitalstärkung könnten für KMU herangezogen werden. Gespräche von WK-Präsident Mandl verliefen vielversprechend, jetzt braucht es einen Schulterschluss im Land für eine erfolgreiche Umsetzung.

WKK-Präsident Jürgen Mandl
© WKK/Bauer

Die Coronakrise verschärft das Wirtschaftsklima weltweit dramatisch und stellt viele Unternehmen vor unüberschaubare Herausforderungen. Eine zu dünne Eigenkapitaldecke ist in vielen Fällen der Grund, warum bei ausbleibenden Umsätzen die Liquidität in Gefahr gerät.

EU-Hilfe in Reichtweite

Hier könnte nach wochenlangen Gesprächen von WK-Präsident Jürgen Mandl mit EU-Stellen ein Durchbruch gelingen, kündigte Mandl heute an: „Es sieht so aus, dass es möglich wäre, Finanzierungsinstrumente der EU für Beteiligungen an KMU zu nutzen.“ Die Hintergrund-Idee von Mandl zielt auf den sogenannten Leverage-Effekt ab: Durch den Einsatz von zusätzlichem „Eigenkapital“ (aus den EU-Finanzierungsinstrumenten) kann die Eigenkapitalsituation für die Unternehmen verbessert werden. Dies würde, neben neuem Handlungsspielraum für die Unternehmen, auch bedeuten, dass diese durch das erhöhte Eigenkapital Anspruch auf die Unterstützung aus dem Corona-Hilfsfonds über die heimischen Banken haben.

Mittel in Höhe von 300 Millionen Euro

Damit hätten diese Betriebe deutlich mehr Zeit und bessere Chancen, den Corona-Schock zu verarbeiten. Zum geeigneten Zeitpunkt würden die vor Ort in Kärnten administrierten Beteiligungsmodelle wieder zurückgezogen werden. Laut Mandl könnten dadurch EU-Mittel im Ausmaß von bis zu 300 Millionen Euro nach Kärnten gebracht werden: „Durch diese Hebelwirkung könnten damit mehrere Milliarden Euro für die Kärntner Wirtschaft aktiviert werden – ein Impuls, den die heimisch Wirtschaft braucht, um gesund über diese Wachstumspause zu kommen.“

Um die positiven Signale und Vorgespräche nun auch in konkrete Ergebnisse zu bringen, braucht es einen Schulterschluss in Kärnten zwischen der Wirtschaftskammer, dem Land Kärnten und dem KWF. Gemeinsam und auf Basis eines auf Kärntner Ebene abgewickelten Beteiligungsmodells könnten somit die EU-Finanzmittel bestmöglich für die KMU eingesetzt werden, unterstrich Mandl.

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