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Mandl/Brexit: "Kein Anlass zur Sorge"

Großbritannien nicht unter den Top-Ten-Wirtschaftspartnern Kärntens

"Für Europa ein echter Rückschlag, für Kärnten selbstverständlich unerfreulich": Auch Wirtschaftskammerpräsident Jürgen Mandl ist von der Entscheidung der britischen Bürger überrascht. Die starken Argumente der EU-Befürworter in Großbritannien hinsichtlich überaus negativer Auswirkungen auf Wirtschaft und Arbeitsmarkt hätten offensichtlich den dumpfen Nationalismus der "Leave"-Fraktion nicht aufhalten können. Mandl: "Ich hoffe sehr, dass es für die Briten kein böses Erwachen aus ihrem unerfüllbaren Traum von Selbstbestimmtheit und Souveränität geben wird. Die Splendid Isolation ist ein Konzept vergangener Jahrhunderte, die Zukunft für Wirtschaft und Gesellschaft liegt in Vernetzung und Kooperation."

Exportstatistik

Für den gesamten Wirtschaftsstandort Europa sei die Entscheidung höchst bedauerlich, wie die Reaktion der Märkte zeige. Mandl: "Für das zarte Pflänzchen der Konjunktur, das wir gerade gesehen haben, sind solche Irritationen Gift." Er plädierte dafür, mit ruhiger Hand durch diese Phase zu steuern und den Übergang Großbritanniens in eine neue Form der Beziehung zu Europa für die Wirtschaft so friktionsfrei wie möglich zu gestalten.

Die Kärntner Wirtschaft sei vom Brexit eher weniger betroffen. In der aktuellen Außenhandelsstatistik liegt Großbritannien an der elften Stelle der Exportländer (siehe Tabelle). Mandl: "Ein Brexit bedeutet ja keineswegs, dass Großbritannien deshalb von heute auf morgen als Handelspartner ausfällt. Aber man wird die Entwicklung besonders im Auge haben müssen, Anlass zu aktueller Sorge besteht jedenfalls nicht."

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