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MAKERSPACE: WK eröffnet Innovationswerkstatt im Süden

WKÖ-Präsident Mahrer, sein Kärntner Amtskollege Mandl und LH Kaiser eröffneten heute offiziell die erste vom Bund geförderte Innovationswerkstätte in Kärnten.

Die Wirtschaftskammer schafft damit in den traditionsreichen Gebäuden eine Brutstätte für junge oder jung gebliebene Unternehmer und solche, die es noch werden wollen.
© WKK/Sommeregger-Baurecht „Für mich geht heute ein Wunschtraum in Erfüllung“, freute sich WK-Präsident Jürgen Mandl.

In die leeren Hallen der ehemaligen Postgarage in der Klagenfurter Lastenstraße ist die Zukunft eingezogen: Mit einer Förderung der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) hat die Wirtschaftskammer Kärnten ganz im Sinne der „Open Innovation“-Strategie des Bundes den ersten „Makerspace“ in Südösterreich eingerichtet. Schon seit einigen Monaten können hier auf 800 Quadratmetern Startups, bestehende Betriebe oder auch private Nutzer Anlagen vom industrielle 3D-Drucker über Lasercutter bis zur CNC-Fräse nutzen, um ihren Ideen Gestalt zu geben, Prototypen herzustellen und Projekte weiterzuentwickeln. Heute wurde das Projekt MAKERSPACE mit Inbetriebnahme des angeschlossenen WORKSPACE - einer Coworking-Area mit 25 Arbeitsplätzen – offiziell eröffnet. „Für mich geht heute ein Wunschtraum in Erfüllung“, freute sich WK-Präsident Jürgen Mandl.

Dem Wettbewerb aus Asien stellen

WKÖ-Präsident Harald Mahrer sieht im Makerspace einen Schritt auf dem Weg zu seinem erklärten Ziel, Österreich in die Gruppe der Innovationsführer zu bringen: „Weltweit herrscht ein beinharter Wettbewerb, vor allem in Asien. Die Menschen schlafen dort nicht in der Pendeluhr, sondern wollen sich ihren Traum vom Aufstieg verwirklichen.“ Er gratulierte Mandl, der die Idee geboren und eine vorbildhafte Experimentierwerkstätte geschaffen habe – „das gibt es mit dieser Ausstattung und Größe nicht oft in Österreich. Der Makerspace ist ein Platz zum Wohlfühlen, um neugierig zu sein und diese Neugier in Prototypen umzusetzen.“

Österreich habe deshalb als erstes Land eine „Open Innovation“-Strategie beschlossen, um die vorhandenen Potenziale an Unis, Fachhochschulen, in der Industrie, bei mittelständischen Unternehmen und in der aufblühenden Startup-Szene zu vernetzen und zu nutzen. Der Schlüssel dazu sind Innovationswerkstätten, von denen nach einer bundesweiten Ausschreibung und über zehn Einreichungen nun die ersten vier in Betrieb sind. Neben dem MAKERSPACE Carinthia sind das die Grand Garage der CAP.fabricc Linz, der Factory Hub Vienna und der Innovation Campus Wattens. Diese Projekte werden vom Bund mit drei Millionen Euro für die kommenden fünf Jahre unterstützt. Mahrer: „Die Kärntner Wirtschaftskammer ist die erste, die im Rahmen der österreichischen Innovationsstrategie einen solchen Makerspace auf die Reise schickt.“ Bei entsprechendem Erfolg sei auch ein Ausbau durchaus denkbar, versprach der WKÖ-Präsident.

MAKERSPACE bietet die Möglichkeit der Umsetzung

Wie Mandl auch bei der offiziellen Eröffnungsfeier mit LH Peter Kaiser erklärte, gebe es in Kärnten derzeit Forschungs- und Beratungsangebote an verschiedenen Orten und durch unterschiedliche Institutionen wie die Uni Klagenfurt, die FH, das WKK-Gründerservice, build!, die Lakeside Labs, den Lakeside Park oder die Silicon Austria-Initiative: „Es hat bis jetzt ein Raum gefehlt, an dem Aktivitäten gebündelt und Innovationen in Form von Prototypen auch Gestalt annehmen können. Unser neues Angebot richtet sich aber nicht nur an Startups und Forschungseinrichtungen - auch eingesessene Unternehmen finden oft keinen Ort, an dem sie Innovationen außerhalb des normalen Betriebsablaufs weiterentwickeln und testen können. Der Makerspace soll diese Lücke in der institutionellen Landschaft schließen unter dem Motto: Neues Leben für alte Hallen. Die Zukunft der Digitalisierung findet hier statt, damit Kärnten zum Stern des Südens werden kann.“

Die Wirtschaftskammer schafft damit in den traditionsreichen Gebäuden eine Brutstätte für junge oder jung gebliebene Unternehmer und solche, die es noch werden wollen: Im MAKERSPACE können sie ihre Ideen auch im Austausch mit anderen Innovationstreibern bis zum funktionalen Prototyp weiterentwickeln. Mandl: „Damit verbessern wir nicht nur deutlich die Erfolgschancen von der Projektidee über die Investorensuche bis zur Marktreife des Produkts, sondern leisten auch einen im Alpen-Adria-Raum neuartigen Beitrag zur Stärkung der Innovationskraft und zur Zukunftsfähigkeit des Lebensstandortes Kärnten.“

Die Wirtschaftskammer Kärnten investiert in das zeitlich unbefristete Projekt namhafte Beträge, allein die Sanierungs- und Umbaumaßnahmen der ehemaligen Busgarage der Stadtwerke waren beträchtlich, ebenso die Anschaffung eines Maschinenparks auf dem aktuellen Stand der Technik. „Wir geben damit dem vielfach bewährten Kärntner Erfindergeist ein topmodern ausgestattetes Zuhause und laden alle innovativen Geister herzlich ein, ihren Ideen freien Lauf zu lassen“, erklärte Mandl.

Zahlen|Daten|Fakten


Die Gebäude der Postgarage stammen aus den 50-er Jahren. Für den Makerspace wurden ehemalige Werkstätten im Ausmaß von 700 m² mit einem Investitionsvolumen von 530.000 Euro (netto) umgebaut und mit Maschinen im Wert von ca. 1 Mio. Euro ausgestattet (bei einer FFG-Förderung von 50 Prozent). Begonnen wurde mit den Arbeiten im September 2017. Im Juni 2018 konnten die Maschinen aufgestellt und nach den notwendigen Testläufen im September in Betrieb genommen werden. Ergänzt wird das Makerspace-Angebot durch junge Firmen und deren Leistungen in einer weiteren Halle mit 390 m².

Der Workspace wurde in einer Bogenhalle mit einer Fläche von 650 m² umgesetzt. In dieser finden die Interessenten eine entsprechende Büroinfrastruktur vor. Hier kann geplant, konstruiert und Meinungsaustausch betrieben werden. Die Einrichtung des Workspace erfolgte im Oktober 2018 nach den erforderlichen Baumaßnahmen im Ausmaß von 660.000 Euro.

Maschinenpark|Ausstattung


3D-Druck: Multijet Fusion Industrie Kunststoff 3D-Drucker, 3 FDM 3D-Drucker, SLA 3D-Drucker
Metallbearbeitung: Wasserstrahlschneidanlage, CNC-Fräse, Bohr- und Fräsmaschine, Universal Drehmaschine, Metalldrehbank klein, Getriebebohrmaschine, Bandschleifmaschine, Doppelschleifbock, Gehrungsbandsägemaschine, Metallkappsäge, Tafelblechschere, Blechbiegemaschine, Schweißerei, Sandstrahler, Lackiererei: MIG/MAG Schweißgerät, WIG Schweißgerät, Plasmascheideanlage, Punktschweißzange, mobile Filteranlage, Sandstrahlkabine
Holzbearbeitung: Tischkreissäge & Fräse, Bandsäge, Abricht Dickenhobelmaschine, Kantenschleifmaschine, Drechselbank, Plattenaufteilsäge, Zug-Kapp-Gehrungssäge, Tellerschleifmaschine, Dekupiersäge, Absaugung
Stoffbearbeitung: Ledernähmaschine, Overlook, Schnellnähmaschine, Transferpresse, Absaugbügeltisch
Elektronikarbeitsplätze: Platinenfräse, Lötstation, Oszilliskop, Labornetzgerät, Funktionsgenerator, Multimeter, Festspannungsnetzteil
Laser Cutter, Vinylcutter

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