th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing whatsapp wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht Twitter search print pdf mail linkedin google-plus Facebook arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram pinterest skype vimeo snapchat
news.wko.at
Mein WKO

Lockdown: Welche Gewerbebetriebe geöffnet haben

Zuletzt sorgten unterschiedliche Auslegungen der Lockdown-Regelungen für Verwirrung. Kompliziert ist es vor allem im Gewerbe und Handwerk: Hier darf ein Großteil der Betriebe offenhalten – aber eben nicht alle.

16.000 Kärntner Betriebe zählen zum Gewerbe und Handwerk – wie zum Beispiel Tischler, Optiker, Friseure und Floristen. Für sie gelten derzeit unterschiedliche Regelungen.
© Corinna - stock.adobe.com

16.000 Kärntner Betriebe zählen zum Gewerbe und Handwerk – wie zum Beispiel Tischler, Optiker, Friseure und Floristen. Für sie gelten derzeit unterschiedliche Regelungen: Während Tischler und Optiker wie bisher arbeiten dürfen, müssen Friseure geschlossen bleiben und Floristen dürfen ein „Click & Collect“-Abholservice anbieten. Diese Unterschiede sorgen für zahlreiche Anrufe in der Wirtschaftskammer Kärnten: Tausende Unternehmerinnen und Unternehmer haben sich in den vergangenen Tagen erkundigt, inwiefern sie vom Lockdown betroffen sind.

Generell gilt: Während körpernahe Dienstleister – wie Friseure, Masseure oder Fußpfleger – noch bis voraussichtlich 13. Dezember geschlossen bleiben, gilt das nicht für andere Bereiche des Gewerbes und Handwerks. Zulässig sind alle nicht-körpernahen Dienstleistungen, wie beispielsweise jene der Kfz-Werkstätten, Putzereien, Berufsfotografen, Kleidermacher oder des Lebensmittelgewerbes.

Umsatzeinbußen durch mangelnde Infos

Die Montage bei Kunden und das Arbeiten auf Baustellen ist ebenfalls in vielen Bereichen erlaubt. So müssen Tischler, Dachdecker, Maler, Installateure, Elektro- oder Metalltechniker sowie viele andere Betriebe im Bau- und Baunebengewerbe zwar den Kundenbereich für den Verkauf von Waren geschlossen halten, doch sie dürfen produzieren, zustellen und montieren. „Das bedeutet: Der Großteil der über 16.000 Gewerbe- und Handwerksbetriebe ist vom Lockdown nicht direkt betroffen“, betont Klaus Kronlechner, Obmann der WK-Sparte Gewerbe und Handwerk. Da viele Kunden davon ausgehen, dass die Betriebe geschlossen sind, kommt es nun auch in Betrieben, die nicht vom Lockdown betroffen sind, zu enormen Umsatzeinbußen. „Das betrifft zum Beispiel die Optiker und Hörgeräteakustiker, die Lebens- und Sozialberater oder die Änderungsschneidereien. Sie haben offen, aber ihre Kunden wissen es nicht.“

Die WK-Sparte Gewerbe und Handwerk will die Öffentlichkeit deshalb verstärkt über die geöffneten Betriebe informieren. Hier ein kurzer Überblick:
 

  • Betriebe, die nicht-körpernahe Dienstleistungen anbieten, sind vom Betretungsverbot ausgenommen.
  • Ob Bäcker, Fleischer, Konditoren oder Müller: Das Lebensmittelgewerbe hat geöffnet.
  • Optiker, Hörakustiker, Orthopädietechniker, Orthopädieschuhmacher und Schuhmacher sowie Zahntechniker: Die Unternehmen aus dem Bereich des Gesundheitsgewerbes haben geöffnet.
  • Alle Branchen des Bekleidungsgewerbes wie Kleidermacher oder Änderungsschneider sind ebenfalls als nicht körpernahe Dienstleister eingestuft und haben grundsätzlich geöffnet. Es findet aber kein Verkauf von Waren im Geschäft statt.
  • Die Arbeit der Lebens- und Sozialberater ist gerade in schwierigen Zeiten wichtig. Sie führen weiterhin Beratungen durch.
  • Auch die Film- und Musikwirtschaft bietet nach wie vor ihre Dienstleistungen an. Gerade jetzt kann beispielsweise die Zeit genutzt werden, um alte Super-8- und Videofilme digitalisieren zu lassen.
  • Das Chemische Gewerbe sowie Denkmal-, Fassaden- und Gebäudereiniger darf produzieren und seine Dienstleistungen anbieten.
  • Berufsfotografen haben geöffnet. Den Weihnachtsfotos mit der Familie steht damit nichts im Wege.
  • Persönliche Dienstleister, die beispielsweise in den Bereichen Astrologie, tierbezogene Dienstleistung, Humanenergetik oder Partnervermittlung tätig sind, dürfen unter Einhaltung aller Schutzmaßnahmen arbeiten.
  • Betriebe, die körpernahe Dienstleistungen erbringen, dürfen nicht betreten werden. Dazu zählen beispielsweise Friseure, Masseure, Fußpfleger und Kosmetiker. Die Erbringung mobiler Dienstleistungen ist nicht zulässig.
  • Fußpfleger müssen zwar grundsätzlich geschlossen halten (siehe oben); die diabetische Fußpflege ist aber erlaubt. Diese Dienstleistung wird in der Schutzmaßnahmenverordnung als Gesundheitsdienstleistung genannt. Es gilt ein sehr strenger Rahmen („bei Gefahr für Leib und Leben“).
  • Heilmasseure sind als „Ort, an dem Gesundheitsdienstleistungen erbracht werden“ nicht vom Lockdown betroffen. Patienten müssen verpflichtend eine FFP2-Maske tragen.
  • Viele Gärtner und Floristen haben auf „Click & Collect“ (Zustellung und Abholung von zuvor bestellten Waren) umgestellt, da ihre Kunden die Verkaufsräumlichkeiten nicht betreten dürfen.
  • Betriebe, die im Bereich des Kunsthandwerks tätig sind, sind ebenfalls für den Verkauf geschlossen. Sie können aber einen „Click & Collect“-Abholservice anbieten.
Rückfragen:
Wirtschaftskammer Kärnten
Sparte Gewerbe und Handwerk
Mag. Manfred Zechner
T 05 90 90 4-100
Emanfred.zechner@wkk.or.at
Wkaerntnerwirtschaft.at
Wwko.at/ktn

Das könnte Sie auch interessieren

WK-Präsident Jürgen Mandl

Mandl: Verkehrspolitische Geisterfahrt Gewesslers gefährdet den Wirtschaftsstandort Mittelkärnten

„Null Verständnis, null Toleranz“ hat WK-Präsident Mandl für die einseitige Absage des Ausbaus der B317 durch das Umweltministerium. mehr

Die Sport- und Freizeitbranche habe der Lockdown besonders schlimm getroffen, da dieser bereits zum zweiten Mal mitten in deren Hauptsaison verhängt wurde.

Kärntens Sport- und Freizeitbetriebe fordern Öffnung am 13. Dezember

„Eine Verlängerung des Lockdowns wäre wirtschaftlich nicht mehr tragbar – und weder den Betrieben noch unseren Kunden zumutbar“, sagt Andy Wankmüller, Obmann der WK-Fachgruppe Freizeit- und Sportbetriebe. mehr

WK-Präsident Jürgen Mandl

Mandl: Alles tun, um den Lockdown zu überwinden!

Angesichts der steigenden Coronazahlen in Kärnten appelliert der WK-Präsident neuerlich, alles zu tun, damit der Lockdown bald enden könne. Sonst seien Betriebe und die Wintersaison ernsthaft in Gefahr. mehr