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Leidenschaft für Beton prägt Generationen

Seit 1895 ist das Unternehmen Cerne Beton in Familienhand. Im Feldkirchner Unternehmen werden Nachhaltigkeit, Fachkräfteausbildung und stetige Verbesserung gelebt. Das macht die Firma seit 125 Jahren ­erfolgreich. 

Corina Thalhammer
Nur drei Firmen in Österreich fertigen Beton-Fertigteilwendeltreppen an. Michael Cerne mit Hallenmeis­ter Mario Untersteiner, der als Lehrling begann.
© Schusser

1895 gründete Alois Cerne das Unternehmen Cerne in Feldkirchen. Heute umfasst das gesamte Areal rund fünf Hektar, das Unternehmen verfügt über zehn enzianblaue Spezial-Lkws und beschäftigt mehr als 100 Mitarbeiter. 
Im September 2000 übernahm Michael Cerne im Alter von 29 Jahren den Betrieb von seinem Vater Alois in vierter Generation. Ab diesem Zeitpunkt legte sein Vater die operativen Geschäfte nieder und stand dem Sohn im Hintergrund beratend zur Seite. 

Viele Projekte wurden ­gemeinsam erfolgreich geplant und umgestetzt, wie etwa der Bau des Bürogebäudes im Jahr 2004. Das umfangreiche Angebot des Betriebes reicht von der Erzeugung von Fertigteilwendeltreppen, über Fertigkeller bis hin zu Parkbänken für die Stadtgemeinde Feldkirchen. 
Das Kerngeschäft umfasst drei Standbeine: den Baustoffhandel, die Fertigteilproduktion und die Erzeugung von Transportbeton. „Bei uns wird jedes Teil nach Wunsch angefertigt“, erklärt Cerne. In der hauseigenen Technik-Abteilung arbeiten zehn Mitarbeiter daran, die Wünsche der Kunden auf Papier zu bringen, die dann in der Produktion gefertigt werden. Nach der Fertigung wird das Produkt an Häuslbauer oder Großkunden ausgeliefert und teilweise auch montiert. 

Fachkräfte-Mangel ist seit Jahren ein Thema

Dem Unternehmer ist es ein großes Anliegen, hochwertige Produkte zu erzeugen, die Jahrzehnte überdauern. „Wir sehen den Trend ganz klar im Massivbau“, so Cerne, der seinen Ausgleich in der Natur beim Fischen oder Jagen findet. Heizen und Kühlen mit Beton werde in Zukunft immer wichtiger. 
Viel Wert legt der Unternehmer auf gute Mitarbeiter. „Wir bilden Lehrlinge aus, damit wir Fachkräfte haben.“ Denn der Fachkräfte-Mangel sei seit Jahren ein großes Thema und mache auch vor seiner Branche nicht Halt. Aktuell sind sechs Lehrlinge im Betrieb beschäftigt, im August beginnen zwei weitere ihre Ausbildung. Ausgebildet wird in drei Lehrberufen: Betonfertigungstechniker, Bautechnischer Zeichner und Kaufmännischer Angestellter. „Im Büro ist die Nachfrage stärker, in der Produktion eher schwächer.“ 

Die Corona-Pandemie sei spürbar, aber: „Wir sind in der glücklichen Lage, dass wir im Betrieb keinen Fall hatten und die Zahlen in Kärnten relativ niedrig waren. So mussten viele Baustellen nicht geschlossen werden und wir konnten liefern.“ Kurzarbeit ist auch nicht in Anspruch genommen worden. Durch die Pandemie hätten sich die Kundenanfragen verändert: „Die Nachfrage nach Carports, Schwimmbädern, Zubauten und auch beim Hausbau boomt.“ 

Ein wichtiges Thema ist die Nachhaltigkeit, die im Firmenalltag ihren Platz gefunden hat. So wird Wasser, das sich auf den Dachflächen ansammelt, in Hochbehältern aufgefangen und für die Betonmischwägen verwendet. 2015 wurde eine Photovoltaik­anlage auf das Bürogebäude gebaut, die 50 Prozent des Eigenstromverbrauchs liefert. Vor kurzem wurde auch ein Kleinwasserkraftwerk an der Gurk in Betrieb genommen, das weiteren Strom liefert.  

„Familienbetriebe denken generell nachhaltiger, würde ich sagen. Schließlich möchte man den Betrieb an den Nachwuchs übergeben und der soll auch Freude damit haben. So kommt es, dass sich gewisse Investitionen erst langfristig rechnen, das kann mitunter bis zu 15 Jahre dauern.“ Das Ziel für die Zukunft sei es, den Standort zu halten und immer weiter zu verbessern. 


Dieser Artikel erschien in Ausgabe 17 der "Kärntner Wirtschaft".

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