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Lehrlingsausbilder mit Herz und Hirn

Josef Sepperer von der Springer-Kommunaltechnik in Rangersdorf im Mölltal hat über 300 Lehrlinge ausgebildet.

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© Patrick Sommeregger-Baurecht Josef Sepperer bildete seinen Nachfolger Daniel Golger aus.

305 Lehrlinge sind es ganz genau, die Josef Sepperer in seiner Berufslaufbahn vom meist schüchternen Burschen zum ausgelernten Facharbeiter begleitet hat. „Es ist eine wunderschöne Aufgabe, die viel abverlangt, aber auch zurück gibt“, erzählt Sepperer.

Er selbst hat 1971 bei der Firma Schilcher in Lamnitz bei Rangersdorf seine Lehre absolviert und ist nach dem Bundesheer wieder in den Betrieb zurückgekehrt. „Von Beginn an war ich für die Lehrlinge zuständig“, erinnert sich der erfahrene Ausbilder. Das Unternehmen wurde 1998 vom Mitbewerber Springer übernommen, doch sein Aufgabenfeld ist ihm geblieben.
Die Springer Kommunaltechnik ist der größte Erzeuger von Streugeräten in Österreich. Die Konkurrenz aus dem Osten schläft aber nicht. Umso wichtiger sei es, bei den Geräten auf Qualität zu setzen, und diese beginnt bei den Fachkräften im eigenen Haus. Darüber hinaus sei ein erlerntes Handwerk immer ein hochwertiger Beruf und nur der Nachwuchs sichere auch die Arbeitsplätze in der Region. Deshalb investiere man Zeit und Geld in die Lehrlingsausbildung. „Fachkräfte, die alle Aufgaben erfüllen können, die wir ihnen im Betrieb stellen, gibt es auf dem Markt nicht“, ist auch Robert Lass­nig, Produktionsleiter bei Springer Kommunaltechnik, überzeugt. Lassnig selbst war ein Lehrling von Sepperer und ist wie viele andere Auszubildende im Unternehmen verblieben.

Beide erinnern sich an Zeiten, in denen das erste Lehrjahr mit 18 Jugendlichen startete, heute sind es in allen Lehrjahren 17. Der Geburtenrückgang und der Abzug der Jugend in die Schulen seien spürbar. Mit Anreizen wie dem Kran- und Staplerführerschein will der Betrieb junge Menschen für eine Lehre begeistern. Da braucht es Feingefühl, weiß Sepperer: „Die Jugend heute ist weder besser noch schlechter als früher – sie ist anders. Wer das nicht versteht, ist nicht mehr zeitgemäß.“

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