th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home
news.wko.at

Lavanttaler Wirtschaft wünschte „Frohes Neues“

Mehr als 400 Gäte am 6. Jänner beim Neujahrsempfang in St. Andrä.

Der Neujahrempfang der Lavanttaler Wirtschaft war ein voller Erfolg. Über 400 Gäste fanden sich am 6. Jänner 2016 auf dem ÖDK-Gelände in Siebending in St. Andrä ein. Die heurige Veranstaltung war eine „Co-Produktion“ der Wirtschaftskammer, der SBH Rohstoffhandels GmbH und der Technischen Akademie.

Edwin Storfer, Obmann Verein Lavanttaler Wirtschaft, WK-Bezirksstellenobmann DI (FH) DI Gerhard Oswald, Dr. Irmgard Griss, WKK-Vizepräsidentin Sylvia Gstättner, Manfred Stippich, Technische Akademie, Thomas Bojer, SBH Rohstoffhandels GmbH. Foto: Gutschi
Edwin Storfer, Obmann Verein Lavanttaler Wirtschaft, WK-Bezirksstellenobmann DI (FH) DI Gerhard Oswald, Dr. Irmgard Griss, WKK-Vizepräsidentin Sylvia Gstättner, Manfred Stippich, Technische Akademie, Thomas Bojer, SBH Rohstoffhandels GmbH. Foto: Gutschi


Empfangen wurden die Unternehmerinnen und Unternehmer vom Obmann des Vereines Lavanttaler Wirtschaft Edwin Storfer und Bezirksstellenobmann DI (FH) DI Gerhard Oswald. Lehrlinge und MitarbeiterInnen der Technischen Akademie, die sich im angrenzenden Areal befindet, hatten eine Führung durch das Ausbildungszentrum organisiert. Geschäftsführer Manfred Stippich stellte die Einrichtung unter dem Motto „Ausbildung Industrie 4.0“ näher vor. Die Technische Akademie ist seit dem „Neubeginn“ ein Portal der Zukunft. Mit mehr als 2.000 m² Ausbildungsfläche und rund 400 Lehrabschlüssen seit 2007 ist sie die größte Ausbildungsstätte dieser Art in Kärnten. „Der Schwerpunkt für die Zukunft geht in eine neue Richtung. Industrie 4.0, die sogenannte intelligente Fabrik, wird den Lehrlingen hier bei uns näher gebracht“, so Stippich. „Vernetzen, analysieren und verknüpfen einer Produktionsanlage werden neue Schwerpunkte in der Lehrlingsausbildung sein.“ Stippich fasste die Zielsetzung kurz zusammen: „Wir müssen die neuen Herausforderungen annehmen, damit wir in Zukunft wettbewerbsfähig bleiben. Die Aus- und Weiterbildung ist ein wesentlicher Baustein dafür.“

Wachstum und Wettbewerb
Die offizielle Eröffnung fand danach in den Räumlichkeiten der SBH Rohstoffhandels GmbH durch Bezirksstellenobmann DI (FH) DI Gerhard Oswald statt. Oswald begrüßte die Gäste und wünschte allen ein erfolgreiches Jahr 2016. Der Bezirksstellenobmann lädt alle UnternehmerInnen und zukünftigen UnternehmerInnen ein für Wünsche, Beschwerden und Anregungen mit der Bezirksstelle Wolfsberg Kontakt aufzunehmen. Der Hausherr der SBH Rohstoffhandels GmbH, Geschäftsführer Thomas Bojer, gab interessante Einblicke in seinen Werdegang bis hin zur Gründung seines Unternehmens. Sein Leitgedanke für die Zukunft sind Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit.

Sylvia Gstättner, Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Kärnten, ging auf das Thema UnternehmerIn sein ein. „Es beginnt mit einem Menschen und einer Idee“, so Gstättner: „Es braucht jemanden, der die Idee hat, das Durchhaltevermögen besitzt und anschließend die Verantwortung übernimmt. Das sind die Unternehmer, die auch bei Schicksalsschlägen den Kopf nicht in den Sand stecken."

Leidenschaft für das Lavanttal
Edwin Storfer, Obmann des Vereines Lavanttaler Wirtschaft, zeigte die Erfolge der Lavanttaler Wirtschaft der letzten Jahre auf. Eine Vielzahl von Projekten wurde durchgeführt, der Fokus lag unter anderem im Bereich der Ausbildung junger Menschen. So wurden einige Projekte in den Bereichen Technik und Naturwissenschaften - zuletzt mit der privaten neuen Mittelschule St. Andrä–Maria Loretto mit dem Schwerpunkt „Handwerk macht Schule“ - initiiert. „Economy of future – Wirtschaftszukunft Lavanttal“ lautet das neue Motto. Gestandene Firmenlenker im Tal zeigen bereits, dass es möglich ist, vorwärts zu arbeiten und zu kapitalisieren. „Die heimischen Unternehmen haben Sinn, Herz und Leidenschaft für das Lavanttal, sie wollen und werden es gemeinsam weiterentwickeln“, so Storfer.

Faire Rahmenbedingungen zum Wirtschaften
Nach den Kurzvorträgen der Wirtschaftsvertreter wurde die ehemalige Präsidentin des Obersten Gerichtshofs, Dr. Irmgard Griss, auf die Bühne gebeten. Griss hat jahrelange Erfahrung im rechtlichen Bereich und zeigte in ihrem Vortrag „Faire Gesetzgebung – was ist wirtschaftlich noch sinnvoll?“ Überlegungen auf, was getan werden kann. „Wirtschaft braucht Rahmenbedingungen innerhalb der sie sich entwickeln und entfalten kann, sie dürfen aber nicht behindern“, erläuterte Griss. Es wurde die Frage aufgeworfen, wo die Grenzen zwischen Notwendigkeit und Behinderung der Wirtschaft liegen. Berechtigter Schutz von Beteiligten versus gesetzliche Überziehung sei schwierig zu definieren, so Griss. Der Gesetzgeber habe vielfach die Angst, einfach etwas zu übersehen.

„Gesetze müssen klar und verständlich formuliert sein“, stellte Griss fest. Als Beispiel für die aktuelle Situation zitierte sie die Aussage einiger Staatsmänner: „Ich schreibe dir einen langen Brief, weil ich nicht genug Zeit hatte einen kurzen zu schreiben.“ oder „Jeder muss das Recht verstehen können und in der Lage sein, Recht zu erfassen.“ Was zu tun wäre, zeigte sie kurz auf: „Die Wirtschaftskammer kann eine Gesetzesinventur machen. Aufzeigen, welche Gesetze die Wirtschaft betreffen und welche überflüssig oder sogar schädlich für die Wirtschaft sind. Die überflüssige Bürokratie auf die Hälfte entsorgen.“

Gesetz für Gesetz
Eine von Griss‘ Anregung war auch, die finanzielle Auswirkung von neuen Gesetzen in das Gesetz aufzunehmen und zu erläutern, wozu das Gesetz benötigt wird. Ein weiterer Punkt wäre die Überlegung, bei Einführung eines neuen Gesetzes, alte Gesetze aufzugeben. Die Auswirkung davon wäre eine gleichbleibende bis sinkende Anzahl von Gesetzen.

Der informative und gelungene Neujahrsempfang der Lavanttaler Wirtschaft bot am Schluss allen anwesenden Gästen Gelegenheit zum Plaudern und Netzwerken - bei einem genussvollen kulinarischen Ausklang durch die St. Andräer Gackernwirte.

Das könnte Sie auch interessieren

  • Presseaussendungen 2016
  • Presseaussendungen 2016

Kaffee-Qualitätsoffensive der Kärntner Wirte

Seit fünf Jahren bietet die WK-Fachgruppe Gastronomie kostenlose Barista-Schulungen für Kärntner Gastronomen und Mitarbeiter an. Mehr als 1000 Teilnehmer haben sich dort bereits ausbilden lassen. Nun wird das Schulungsangebot erweitert: Künftig gibt es auch dreistündige Barista-Inhouse-Schulungen in den Betrieben. mehr

  • Presseaussendungen 2016

Audit "berufundfamilie": WK Kärnten übernimmt Vorbildfunktion

Familienbewusste Personalpolitik bringt nachhaltig positive Effekte für Unternehmen und Mitarbeiter. Auch die Wirtschaftskammer Kärnten beschäftigt sich daher seit drei Jahren intensiv mit der Familienfreundlichkeit. Für die erfolgreiche Umsetzung verschiedener Maßnahmen überreichte Familienministerin Sophie Karmasin zum zweiten Mal das Audit-Zertifikat an Präsident Mandl und Direktor Stattmann. mehr