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Land Kärnten will Skihütten offenbar per Verordnung ausbremsen

Es klingt kurios, ist für die Kärntner Skihütten aber eine ernste Sache: Die Landespolitik plant, den Anschluss an öffentliche Straßen zum Kriterium für Take-Away zu machen. Davon betroffen wären vor allem Hütten an Pisten.

Die Kärntner Landesregierung scheint unter der Federführung von Salzburg die bestehenden, bundesweit geltenden Covid-19-Maßnahmen auf Skipisten ändern zu wollen.
© envato elements/goinyk
Die Kärntner Landesregierung scheint unter der Federführung von Salzburg die bestehenden, bundesweit geltenden Covid-19-Maßnahmen auf Skipisten ändern zu wollen: Das Ziel dieser Bundesländer-VO soll sein, Almhütten das Take-away-Geschäft – also die Abholung von Speisen und Getränken – zu verbieten. „Es ist unglaublich, dass zwei Tage vor Saisonstart solche Diskussionen geführt werden. Es wäre besser, Politik und Behörden würden nun alle Energie in die Kontrollen der bereits bestehenden Regelungen stecken“, ärgert sich Stefan Sternad, Obmann der WK-Fachgruppe Gastronomie.

Konkret will man offenbar all jenen Skihütten, die nicht an öffentlichen Straßen liegen, den Take-away-Verkauf untersagen. Alle anderen sollen arbeiten dürfen wie bisher. Sternad: „Man muss kein Prophet sein, um die Auswirkungen vorherzusehen: Die geöffneten Gastronomiebetriebe bei den Talstationen und Parkplätzen werden regelrecht gestürmt werden. So schafft man ein Nadelöhr und provoziert einen Massenansturm an neuralgischen Punkten.“

Mehr Kontrollen statt halbgaren Schnellschüssen

Die Fachgruppe Gastronomie spricht sich vehement gegen eine derartige Ungleichbehandlung von Betrieben aus. Die Nähe einer öffentlichen Straße stelle außerdem ein vollkommen willkürliches Kriterium dar. „Was kommt als nächstes? Verbote für Händler in der Nähe von Busstationen? Oder für Gärtnereien mit privater Zufahrt?“, stellt der Fachgruppenobmann in den Raum. Grundsätzlich habe man zwar Verständnis für die Intention der Politik, Menschenansammlungen vermeiden zu wollen, aber dies sei mit Sicherheit nicht der richtige Weg.

Sinnvoller wäre es, die Bevölkerung zur Einhaltung der bestehenden Verordnungen und Corona-Gesetze zu animieren. Die vergangenen Wochen und Monate hätten gezeigt, dass einzelne jeden Millimeter der gesetzlichen Bestimmungen ausreizen – und zwar in allen Bereichen des Lebens, nicht nur im Umkreis von Gastronomiebetrieben. Abhilfe schaffen könnten ausschließlich strengere Kontrollen und die aktivere Präsenz von Ordnungshütern. „Es gibt leider zu viele, die sich nicht an Mindestabstände und MNS-Pflicht halten. Das ist auch ein Versäumnis der Politik, die sich nicht um die Kontrollen gekümmert hat. Wie kommen die Kärntner Wirte dazu, jetzt die Zeche dafür zu zahlen!“

Dass nun die heimische Tourismuswirtschaft für das Fehlverhalten einzelner bestraft werden soll, sorgt in der Branche für massiven Unmut. Nach einem Jahr, in dem die Gastronomen viel Zeit, Geld und Energie in die Einhaltung ständig wechselnder Corona-Maßnahmen investiert haben und in dem sie trotzdem immer zuallererst von Betriebsschließungen betroffen waren, schlägt die Diskussion über Almhütten nun dem Fass den Boden aus. „Ich denke, die Kärntner Wirte haben heuer eine hohe Schmerz- und Leidensgrenze bewiesen. Aber was zu viel ist, ist zu viel!“, so Stefan Sternad. Er erwarte sich von der Politik sinnvolle Lösungen für ein gemeinschaftliches und solidarisches Miteinander – und keine halbgaren Lösungen, die das Problem nur größer machen.

Rückfragen
Wirtschaftskammer Kärnten
Fachgruppe Gastronomie
Wolfgang Kuttnig, M.A.S.
T 05 90 90 4-600
E wolfgang.kuttnig@wkk.or.at

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