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Kristof-Kranzelbinder: "Die ganze Welt ist eine Bühne"

Ob wir es wissen oder nicht. Wir schauspielern jeden Tag und das ein Leben lang. Sabine Kristof-Kranzelbinder, Schauspielerin, über das Schauspielen im beruflichen Alltag, den richtigen Ton und was man beim Vorbereiten einer Rede beachten sollte.

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© Peter Just Sabine Kristof-Kranzelbinder ist Schauspielerin und Theaterpädagogin. Sie empfiehlt, im Beruf authentisch zu bleiben.

Ist es gut, wenn man im Beruf schauspielert?

Sabine Kristof-Kranzelbinder: Das hängt ein bisschen davon ab, in welcher Branche man tätig ist. Oft ist es sogar notwendig, seine Gefühle zu verdrängen und sich zu verstellen. In vielen Berufen braucht man Aspekte des Schauspielens wie Stimme, Rhetorik oder Körpersprache täglich und es ist nur von Vorteil, sich mit diesen Punkten auseinanderzusetzen.

Ist authentisches Verhalten in der Arbeitswelt überhaupt noch gefragt? 

Ja, vor allem bei EPU. Man verkauft bei jedem Kundengespräch seine Marke und sich selbst mit. Es ist wichtig, authentisch zu sein. Die Stimme ist ein Kommunikationsmittel, mit dem man gut spielen kann.

Worauf muss man besonders achten?

Egal ob man sonst Dialekt spricht oder nicht. Die Hochsprache sollte jeder von uns gut beherrschen. Die Kunst ist es auch, bei Geschäftsterminen zur richtigen Zeit die richtige Sprache zu verwenden. In einem internationalen Job ist es nicht ratsam, andauernd Dialekt zu sprechen – schon allein wegen der Verständlichkeit. Am Anfang mag es ja noch nett wirken, aber irgendwann wirkt es unprofessionell. 

Es gibt aber auch Menschen, die sind mit ihrem Dialekt sehr erfolgreich.

Das ist richtig. Wenn Hansi Hinterseer oder Armin Assinger plötzlich nur mehr Hochdeutsch sprechen würden, wären sie nicht mehr authentisch. Sie  haben es geschafft, mit ihrer Sprache die Eigenmarke perfekt zu vermarkten. Die Sprache trägt viel zu ihrem Erfolg bei.

Den richtigen Ton in einem Gespräch zu treffen – kann man das lernen?

Stimmtechnik und Rhetorik kann man lernen. Das geht nicht von heute auf morgen. Man muss
sich Zeit dafür nehmen. Wochenendkurse können unterstützend helfen, aber um es richtig zu lernen, braucht man Ausdauer. Seinem Gegenüber zuzuhören ist wichtig. Das lernen viele Menschen leider ihr ganzes Leben lang nicht.

Was soll man beim Vorbereiten einer Rede beachten?

Um eine Rede zu schreiben, sollte man sich Zeit nehmen. Es ist wichtig, schon während des Schreibens darauf zu achten, wo Platz für Humor ist. Bei Reden ohne Punkt und Komma wird die Zuhörerschaft rasch abschalten. Mit den rich­tigen Techniken schafft man es, viel aus einer Rede herauszuholen. Vor allem sollte man sich selbst treu bleiben und nieman-den kopieren.
Ist es generell schwierig, sich immer in eine neue Rolle hineinzuversetzen? Das hängt von der Rolle ab und natürlich gibt es verschiedene Typen und Herangehensweisen von Menschen. Kopfmenschen analysieren und beurteilen alles, ehe sie zu sprechen beginnen. Auf der anderen Seite gibt es Menschen, die aus dem Bauch heraus handeln. Eine Mischung aus beidem ist sicherlich von Vorteil, denn nur auf den Bauch zu hören ist nicht immer ratsam. 

Kann man auch übertreiben?

Ganz nach dem Motto „Dezenz ist Schwäche“ – immer. Zum Pro­b­lem wird das, wenn man im Übertreibungswahn Unwahrheiten erzählt, denn heutzutage kann man alles ganz leicht nachprüfen. Ich persönlich bleibe daher lieber bescheiden und lasse meine Arbeit für mich sprechen.

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