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Know-how für Kläranlagen in Rumänien und Ungarn

Sand, Kies, Wasser und Zement sind die Basis des Erfolgs von SW Umwelttechnik. Das Klagenfurter Unternehmen hat sich auf die Entwicklung und Produktion von Betonfertigteilen spezialisiert.

Angelika Dobernig
Vorstandsmitglied Klaus Einfalt beim Rundgang am Klagenfurter Werksgelände. Hier werden seit dem Jahr 1910 Fertigteile aus Beton hergestellt.
© Peter Just Vorstandsmitglied Klaus Einfalt beim Rundgang am Klagenfurter Werksgelände. Hier werden seit dem Jahr 1910 Fertigteile aus Beton hergestellt.

Man bekommt sie nur selten zu Gesicht, obwohl sie seit über 100 Jahren produziert und in unzähligen Anlagen verbaut wurden: Die Betonfertigteile von SW Umwelttechnik sorgen unter anderem in Kläranlagen, Brücken und Hochhäusern für Stabilität. Auch im Unternehmen selbst spielen Stabilität und Tradition eine wichtige Rolle. So blieb man bis heute dem Standort mitten in Klagenfurt treu, obwohl ein Industriestandort an der Peripherie seine Vorteile hätte. „Es gibt ein klares Bekenntnis von uns, diesen Standort aufrechtzuerhalten. Wir sind stolz darauf, nach wie vor hier zu produzieren“, sagt Klaus Einfalt, der seit 22 Jahren für das Unternehmen arbeitet. Zunächst als Geschäftsführer der ungarischen und rumänischen Gesellschaften, seit 2008 als Vorstand.

„1910 befanden wir uns außerhalb der Stadt, hinter dem Bahnhof. Über die Jahre ist die Stadt gewachsen – und wir sind geblieben. Heute sind wir eben mittendrin und nicht mehr am Rand.“ Auch die Konzentration auf den Werkstoff Beton blieb gleich, doch die Produkte und deren Herstellung änderten sich im Laufe der Zeit gewaltig. So wurden im Jahr 1910 neben Zementplatten und
-rohren auch Futtertröge, Brunnenringe und Grenzsteine im Klagenfurter Werk hergestellt.

In den 1930er-Jahren setzte man mit der maschinellen Fertigung von Stahlbetonrohren einen Meilenstein und beschäftigte sich mit der Herstellung von Kläranlagen. Das Tüfteln sollte sich bezahlt machen, in der Nachkriegszeit sorgte dieses Know-how für volle Auftragsbücher:  Rund um Kanalisation und Straßenentwässerung  wurden viele Betonprodukte benötigt.

Schon früh, nämlich in den 1970er-Jahren, sah man schließlich Chancen in der Umwelttechnik. „Wir haben damals in die Entwicklung von biologischen Kläranlagen und Mineralölabscheidern investiert“, erzählt Einfalt. Seitdem wurden zahlreiche Produkte entwickelt – von Schachtsystemen für die Abwasserableitung über Pumpstationen bis hin zu Gewässerschutzanlagen. Heute ist man in Österreich Marktführer in diesen Bereichen. 

Ab dem Jahr 1990 in Ungarn und Rumänien

Dies ist aber nicht der einzige Markt, auf dem SW Umwelttechnik erfolgreich ist. 1990, nachdem der Eiserne Vorhang gefallen war, machte sich das Unternehmen auf den Weg nach Ungarn. „Das war damals richtige Pionierarbeit. Und der Mut hat sich gelohnt: Es hat sich damals ein Markt geöffnet und man hat die Chancen erkannt“, so Einfalt. 2003 folgte die Expansion nach Rumänien. Die positive Geschäftsentwicklung in den beiden Ländern sorgte unter anderem dafür, dass 2018 für SW Umwelttechnik das erfolgreichste Geschäftsjahr aller Zeiten war: Es konnte ein Umsatzplus von 26 Prozent erwirtschaftet werden.

Mittlerweile verfügt das Unternehmen über neun Standorte, davon jeweils drei in Österreich, Ungarn und Rumänien. Nötig sind die vielen Produktionsstätten, um lange Transportwege zu vermeiden. „Außerdem sind die Produkte je nach Land unterschiedlich – genauso wie die Kulturen. Wir sehen uns als regionalen Arbeitgeber, der in der Region und mit Mitarbeitern aus der Region produziert“, sagt Klaus Einfalt.

Dieser Artikel erschien in Ausgabe 30/31 der „Kärntner Wirtschaft“. 

Man bekommt sie nur selten zu Gesicht, obwohl sie seit über 100 Jahren produziert und in unzähligen Anlagen verbaut wurden: Die Betonfertigteile von SW Umwelttechnik sorgen unter anderem in Kläranlagen, Brücken und Hochhäusern für Stabilität. Auch im Unternehmen selbst spielen Stabilität und Tradition eine wichtige Rolle. So blieb man bis heute dem Standort mitten in Klagenfurt treu, obwohl ein Industriestandort an der Peripherie seine Vorteile hätte. „Es gibt ein klares Bekenntnis von uns, diesen Standort aufrechtzuerhalten. Wir sind stolz darauf, nach wie vor hier zu produzieren“, sagt Klaus Einfalt, der seit 22 Jahren für das Unternehmen arbeitet. Zunächst als Geschäftsführer der ungarischen und rumänischen Gesellschaften, seit 2008 als Vorstand.

„1910 befanden wir uns außerhalb der Stadt, hinter dem Bahnhof. Über die Jahre ist die Stadt gewachsen – und wir sind geblieben. Heute sind wir eben mittendrin und nicht mehr am Rand.“ Auch die Konzentration auf den Werkstoff Beton blieb gleich, doch die Produkte und deren Herstellung änderten sich im Laufe der Zeit gewaltig. So wurden im Jahr 1910 neben Zementplatten und
-rohren auch Futtertröge, Brunnenringe und Grenzsteine im Klagenfurter Werk hergestellt.

In den 1930er-Jahren setzte man mit der maschinellen Fertigung von Stahlbetonrohren einen Meilenstein und beschäftigte sich mit der Herstellung von Kläranlagen. Das Tüfteln sollte sich bezahlt machen, in der Nachkriegszeit sorgte dieses Know-how für volle Auftragsbücher:  Rund um Kanalisation und Straßenentwässerung  wurden viele Betonprodukte benötigt.

Schon früh, nämlich in den 1970er-Jahren, sah man schließlich Chancen in der Umwelttechnik. „Wir haben damals in die Entwicklung von biologischen Kläranlagen und Mineralölabscheidern investiert“, erzählt Einfalt. Seitdem wurden zahlreiche Produkte entwickelt – von Schachtsystemen für die Abwasserableitung über Pumpstationen bis hin zu Gewässerschutzanlagen. Heute ist man in Österreich Marktführer in diesen Bereichen. 

Ab dem Jahr 1990 in Ungarn und Rumänien

Dies ist aber nicht der einzige Markt, auf dem SW Umwelttechnik erfolgreich ist. 1990, nachdem der Eiserne Vorhang gefallen war, machte sich das Unternehmen auf den Weg nach Ungarn. „Das war damals richtige Pionierarbeit. Und der Mut hat sich gelohnt: Es hat sich damals ein Markt geöffnet und man hat die Chancen erkannt“, so Einfalt. 2003 folgte die Expansion nach Rumänien. Die positive Geschäftsentwicklung in den beiden Ländern sorgte unter anderem dafür, dass 2018 für SW Umwelttechnik das erfolgreichste Geschäftsjahr aller Zeiten war: Es konnte ein Umsatzplus von 26 Prozent erwirtschaftet werden.

Mittlerweile verfügt das Unternehmen über neun Standorte, davon jeweils drei in Österreich, Ungarn und Rumänien. Nötig sind die vielen Produktionsstätten, um lange Transportwege zu vermeiden. „Außerdem sind die Produkte je nach Land unterschiedlich – genauso wie die Kulturen. Wir sehen uns als regionalen Arbeitgeber, der in der Region und mit Mitarbeitern aus der Region produziert“, sagt Klaus Einfalt.

Dieser Artikel erschien in Ausgabe 30/31 der „Kärntner Wirtschaft“

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